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Anfang Oktober 2022 sorgte die Europäische Zentralbank für Aufsehen in der Bitcoin- und Krypto-Community, als sie in einem Beitrag auf ihrer Website unter anderem Bitcoin absprach, Geld zu sein. Die Begründung: Bitcoin erfülle nicht die Funktion eines zuverlässigen Tauschmittels, einer Recheneinheit und eines Mittels zur Wertaufbewahrung – Blocktrainer.de berichtete.

Nun ist der Artikel gelöscht und der ursprüngliche Link führt zu einem überarbeiteten Beitrag, in dem die besagte Passage fehlt. Über die Wayback Machine ist der ursprüngliche Artikel noch aufrufbar.

Der gelöschte sowie der neue Beitrag mit dem Titel „Warum brauchen wir einen digitalen Euro“ sollen dem Leser die vermeintlichen Vorteile der in Planung befindlichen neuen Art des Zentralbankgeldes aufzeigen. Der wirkliche Nutzen von digitalen Zentralbankwährungen für die Bürger ist umstritten und die Gefahr der zentralen Kontrolle jeglicher Zahlungsströme groß.

Umdenken bei der EZB?

Dass die überarbeitete Version keinen Seitenhieb mehr gegen die freiheitliche Alternative beinhaltet, lässt Spekulationen zu. Kapituliert die EZB? Haben sie den Fehler eingesehen?

Dafür spricht, dass EZB-Ökonomen in einer wissenschaftlichen Arbeit von vor rund zwei Monaten zu dem Schluss kamen, dass Bitcoin einen Schutz vor der Inflation bietet – Blocktrainer berichtete.

Ende 2022 war der Ton noch ein anderer: Zu der Zeit, als die EZB Bitcoin absprach, Geld zu sein, erschien auch ein Blog-Beitrag, in dem die Zentralbanker prophezeiten, dass Bitcoin in der Bedeutungslosigkeit verschwinden werde. Die Prognose verfehlte: Seither hat sich Bitcoin-Kurs fast verdreifacht.

Doch dass jetzt ein wirklicher Sinneswandel bei der Notenbank stattgefunden hat, ist unwahrscheinlich. Vor wenigen Wochen wiederholte Isabel Schnabel, Mitglied des Direktoriums der EZB, die Behauptung, dass Bitcoin kein Geld sei, noch in einer Fragerunde bei 𝕏 (ehemals Twitter).

Frage: „Denken Sie, dass Bitcoin besser als der digitale Euro ist. Wenn nicht, warum nicht? #AskECB„

Schnabel: „Der digitale Euro ist öffentliches Geld, das direkt von der Europäischen Zentralbank ausgegeben wird. Bitcoin ist anders – es ist ein spekulatives Asset, das nicht die Eigenschaften von Geld erfüllt. #AskECB„

@ecb auf 𝕏

In den Community Notes von 𝕏 wurde die Antwort von Schnabel als fehlerhaft dargestellt. Die Begründung: Der digitale Euro ist aufgrund des geplanten Limits von 3.000 Euro je Konto kein geeignetes Wertaufbewahrungsmittel. Um zu dem Schluss zu kommen, dass der Euro generell ein schlechter Wertespeicher ist, genügt letztlich ein Blick auf den Kaufkraftverlust: Seit der Einführung vor guten zwei Jahrzehnten hat der Euro rund 40 Prozent an Wert verloren – gemessen in Gütern. Bitcoin hingegen ist seit dem ersten Block vor 15 Jahren bis heute von nicht einmal einem Euro-Cent je Bitcoin auf über 46.000 Euro gestiegen. Dabei ist Bitcoin im Gegensatz zum Euro in seiner Menge begrenzt und ein zensurresistentes, global verteiltes Netzwerk. Allgemein hat Bitcoin – bis auf die noch starken Kursschwankungen – viele Eigenschaften, die Satoshi Nakamotos Kreation zum perfekten Geld machen.

Noch kein Sinneswandel in Sicht

Auch wenn die Verunglimpfungen von Bitcoin seitens der EZB abnehmen, ist ein echter Sinneswandel noch in weiter Ferne. Das Gute ist jedoch, dass die Menschen Bitcoin heute schon als Geld verwenden können, auch ohne, dass Zentralbanker es als solches klassifizieren. Bis die Institution um die, wegen der Veruntreuung von öffentlichen Geldern schuldig gesprochenen, Chefin Christine Lagarde vor Bitcoin kapitulieren wird, werden wohl noch einige Bitcoin-Blöcke gemined werden.

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