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Sammelklage gegen Cristiano Ronaldo: Fußballstar muss wegen Binance-Promo vor Gericht!

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Cristiano Ronaldo, der wohl bekannteste Fußballspieler der Welt, sieht sich aktuellen Berichten zufolge mit einer potenziellen Sammelklage konfrontiert. Die Kläger werfen Ronaldo vor, „das Angebot und den Verkauf nicht registrierter Wertpapiere in Koordination mit Binance gefördert, unterstützt und/oder aktiv daran teilgenommen zu haben.“ Sie machen außerdem geltend, dass Ronaldos Werbung für Binance bei sich selbst und zahlreichen weiteren Personen zu finanziellen Verlusten geführt hat.

Die Vorwürfe

Im Mittelpunkt der Klage steht Ronaldos Partnerschaft mit Binance aus der Mitte des Jahres 2022, in der er seine eigene Kollektion von Non-Fungible Tokens (NFTs) bewarb. Die Kläger argumentieren, dass Ronaldos Einfluss dazu geführt hat, dass Nutzer nicht nur seine NFTs, sondern auch andere Dienstleistungen von Binance in Anspruch nahmen, was zu Investitionen in Produkte führte, die als nicht registrierte Wertpapiere zu bezeichnen seien.

Herr Ronaldos Werbeaktionen haben Binance darin bestärkt oder unterstützt, Investitionen in nicht registrierte Wertpapiere zu fördern, indem er seine Millionen von Anhängern, Fans und Unterstützern ermutigt hat, über die Binance-Plattform zu investieren.“

Auszug aus der Klage

Die Vorwürfe sind in der 129-seitigen Klageschrift (liegt Blocktrainer.de vor) sehr detailliert und umfassend aufgeführt. Dutzende Screenshots, die Binance und Ronaldo belasten, sind dem Dokument beigefügt. Hier einige Zitate, die die Anschuldigungen noch etwas deutlicher machen:

Binance und Herr Ronaldo wussten, dass diese Werbung Verbraucher ansprach, die weder etwas über Kryptowährungen noch über Binance wussten.

Herr Ronaldo und Binance starteten eine Werbekampagne, die darauf abzielte, Kryptowährungen und Investitionen in die Binance-Plattform den Massen näherzubringen, […] Herr Ronaldo legte die Form oder Höhe seiner Vergütung durch Binance für die Förderung des Verkaufs von Binance-Wertpapieren nicht offen.

Herr Ronaldo hat irreführende Aussagen gemacht und/oder zugelassen, dass sein Name und sein Abbild in Verbindung mit den irreführenden Aussagen von Binance bei der Werbung für seine Produkte verwendet werden.

Je mehr Leute Herr Ronaldo dazu brachte, die Binance-Plattform zu nutzen, desto lukrativer waren seine NFT-Projekte, da Leute, die bereits in Binance und NFTs investiert waren, mit größerer Wahrscheinlichkeit Herrn Ronaldos NFTs kaufen würden. Binance und Herr Ronaldo stellten sicher, dass sie den Verbrauchern Anreize boten, indem sie exklusive „Überraschungen“ und Belohnungen für ihre NFT-Inhaber bereitstellten.

Auch Binance im Fokus

Interessant ist auch, dass die Kläger (Sizemore et al.) bereits seit Anfang des Jahres gegen Binance vorgehen. Dies deutet darauf hin, dass ihre aktuelle Klage gegen Ronaldo Teil einer größeren rechtlichen Auseinandersetzung mit der noch immer weltweit größten Kryptobörse ist. Binance selbst sieht sich derzeit mit erheblichem rechtlichem Druck an mehreren Fronten konfrontiert.

Als Folge auf eine Forderung des US-Justizministeriums, die Binance zu einer Zahlung von vier Milliarden US-Dollar zwingen soll, hat Changpeng Zhao, der Gründer und CEO des Unternehmens, vergangene Woche seinen Rücktritt angekündigt, um das Strafverfahren zu beenden. Zhao, der die Plattform im Jahr 2017 gründete und zu einem der wichtigsten Akteure im globalen Kryptomarkt machte, hat sich außerdem schuldig bekannt, gegen die Geldwäscherichtlinien der USA verstoßen zu haben. Wie dieser Fall insgesamt weitergeht, bleibt aber unklar.

Lese-Tipp | Vier Milliarden US-Dollar? US-Justizministerium verlangt Zahlung von Binance

All der Trubel um die Klagen, mit denen sich Binance und Ronaldo derzeit konfrontiert sehen, scheint die beiden Parteien jedoch nicht daran zu hindern, weiter gemeinsame Werbemaßnahmen zu starten. Erst gestern veröffentlichte die Börse ein Kurzvideo mit dem Fußballstar mit den Worten: „Wir planen etwas mit Cristiano. Seid gespannt!“

Dies wird auch in der Klageschrift thematisiert und kritisch bewertet:

Ronaldo arbeitet weiterhin mit Binance zusammen und wirbt für Binance über seine Medien und Online-Plattformen. Insbesondere wirbt Herr Ronaldo immer noch für Binance auf seiner offiziellen Website, die Binance als eine der Marken aufführt, mit denen Ronaldo zusammenarbeitet und an die er glaubt.

Auszug aus der Klageschrift

Fazit: Die Verantwortung von Prominenten

Die Vorwürfe gegen Cristiano Ronaldo werfen gewissermaßen ein Schlaglicht auf eine größere und zunehmend problematische Praxis: die Rolle von Prominenten bei der Bewerbung von Produkten, deren Komplexität und potenzielle Risiken sie möglicherweise nicht vollständig verstehen oder berücksichtigen.

In der Welt der Kryptowährungen, wo die Grenzen zwischen innovativen Finanzprodukten, riskanten, unregulierten Investitionen und simplen Betrugsmaschen oft verschwimmen, spielt die Beteiligung von Prominenten oft eine entscheidende Rolle bei der Investitionsentscheidung zahlreicher Personen. Promis können durch ihre enorme Reichweite und ihren Einfluss schließlich das Verhalten von Millionen von Anhängern beeinflussen. Dies wurde nicht nur im Fall von Ronaldo und Binance deutlich, sondern auch im Skandal rund um die bankrotte Kryptobörse FTX, die ebenfalls massenweise prominente Fürsprecher hatte.

Die zentrale Frage ist hier die der Verantwortung. Wenn Prominente für komplexe Finanzprodukte werben, insbesondere in einem so volatilen und teilweise undurchsichtigen Markt wie dem der Krypto-Assets, tragen sie eine enorme Verantwortung. Ihr Einfluss kann unerfahrene Anleger dazu verleiten, in Produkte zu investieren, deren Risiken sie nicht vollständig verstehen oder die sogar betrügerisch sein können. Natürlich ist jeder erwachsene Mensch selbst für sein Handeln verantwortlich, aber ganz frei von Schuld sprechen sollte man die Promis diesbezüglich nicht.

Es ist entscheidend, dass sowohl Prominente als auch die Unternehmen, die sie beauftragen, eine ethische und verantwortungsbewusste Haltung einnehmen. Dies beinhaltet eine gründliche Prüfung der Produkte, eine transparente Kommunikation über Risiken und eine sorgfältige Überlegung, wie ihre Botschaften das Verhalten und die finanziellen Entscheidungen ihrer Anhänger beeinflussen könnten. Je nachdem, ob es zu einer Verurteilung gegen „CR7“, wie Ronaldo genannt wird, kommt, dürfte dies einen großen Einfluss auf künftige Promi-Kooperationen haben und einige zum Umdenken verleiten.


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