Skip to main content

Kasachstan führt progressive Stromabgaben für Bitcoin-Miner ein

Am von Kasachstan

Seit dem 1. Januar dieses Jahres müssen in Kasachstan tätige Mining-Unternehmen höhere Strompreise für ihre Anlagen beziehungsweise Einrichtungen zahlen. Das Konzept beruht auf einer im Jahr 2022 eingeführten Umlage, welche progressiv die Stromkosten für die Miner erhöht.

Höhere Strompreise für Bitcoin-Miner

Ab dem 1. Januar wird zusätzlich zu den Stromkosten eine Stromgebühr für kasachische Mining-Unternehmen nach einer progressiven Skala berechnet. Der anfängliche Grundbetrag beträgt einen kasachischen Tenge (0,002 USD) pro Kilowattstunde (kWh), dieser kann allerdings bis auf 25 Tenge (über 0,05 USD) angehoben werden.

Die Grundlage für die Höhe der Abgabe ist der durchschnittliche Strompreis, der von einem Miner während eines bestimmten Steuerzeitraums gezahlt wird. Wenn ein Unternehmen 24 Tenge oder mehr pro kWh zahlt, wird die Mindestgebühr von 1 Tenge erhoben. Unternehmen, welche billigeren Strom beziehen, müssen dagegen progressiv eine höhere Abgabe zahlen. Der niedrigste Tarif wird allerdings auch Minern angeboten, welche ausschließlich mit erneuerbaren Energien schürfen, ohne Berücksichtigung der Stromkosten. Auf diese Weise sollen die Mining-Unternehmen incentiviert werden, grüne Stromquellen zu benutzen.

Mining Standort Kasachstan

Nach dem Mining-Verbot Chinas im Jahr 2021 entwickelte sich Kasachstan zunächst zu einem beliebten Standort für die Miner, denn die geografische Nähe zum „Reich der Mitte“ gestaltete den Umzug für die Unternehmen sehr einfach. Zusätzlich lockte der billige Strom die Miner in das Land. Regulatorische Rückendeckung aus der Politik gab es allerdings kaum für die Miner.

Schrittweise wurden die regulatorischen Rahmenbedingungen für die Mining-Unternehmen verschärft. Neben der Einführung einer progressiven Stromabgabe wurden die Miner ebenfalls dazu verpflichtet, überschüssigen Strom auf einem von der Regierung kontrollierten Markt zu kaufen. Ein weiterer Gesetzesvorschlag schränkte das Mining-Geschäft auf lediglich registrierte Unternehmen ein. Infolgedessen kam es in dem Land zu Razzien gegen unregistrierte Mining-Unternehmen.

Die verschärfte Regulatorik führte dazu, dass zahlreiche Mining-Unternehmen das Land verließen. Im vergangenen Jahr fiel der Marktanteil Kasachstans gemessen an der Hashrate von 18,10% auf 13,22%. Diese Zahlen wurden allerdings vor der Einführung der progressiven Stromabgabe erhoben, weshalb der Marktanteil des Landes noch weiter sinken könnte. Während Kasachstan den Druck auf die Miner weiter erhöht, befindet sich die Hashrate des gesamten Bitcoin-Netzwerks trotz des Bärenmarktes knapp vor einem Allzeithoch.


Falls du uns für diesen Beitrag eine kleine Spende über das Lightning-Netzwerk zukommen lassen möchtest, kannst du dafür diesen LNURL-p Link verwenden.

Vielen herzlichen Dank!