10 Einsteigerfragen – 10 Antworten
In diesem Artikel beantworten wir 10 typische Fragen, die sich Einsteiger stellen, wenn sie mit dem Thema Bitcoin und Kryptowährungen in Berührung kommen.
1. Sollte ich jetzt Bitcoin kaufen oder noch warten?
Diese Frage brennt wahrscheinlich allen Einsteigern als Erstes auf der Seele. Soll ich jetzt einsteigen? Soll ich noch warten? Fällt der Preis noch einmal oder steigt er jetzt an?
Die enttäuschende Nachricht: Niemand kann dir darauf eine verlässliche Antwort geben: Es gibt auf den verschiedensten Plattformen, egal ob bei YouTube, Facebook, TikTok oder Instagram, unzählige „Chart-Analysten“, die dir erzählen werden, dass der Preis – aus welchen Gründen auch immer – bald steigt oder fällt. Auch wenn es für dich eventuell fundiert wirkt, ist es im Grunde nur „Glaskugel-Leserei“.
Da niemand die Zukunft voraussehen kann, wird dir auch niemand den perfekten Zeitpunkt zum Kaufen nennen können. Wir sind keine Anlageberater und dürfen dir deshalb keine genaue Strategie empfehlen. Dennoch sind wir der Meinung, dass eine überlegene Herangehensweise ist, auf einen Sparplan zu setzen.
Wenn du nicht dein komplettes Investment auf einmal tätigst, sondern lieber in festgelegten Abständen – beispielsweise monatlich – einen kleineren Teil kaufst, triffst du zwar niemals den besten Zeitpunkt, aber eben auch niemals nur den schlechtesten. Du gleichst aber die Kursschwankungen aus und profitierst von potenziell langfristig steigenden Kursen.
Eine Sparplan-Strategie bietet sich insbesondere bei stärker schwankenden Vermögenswerten wie Bitcoin an. Aber auch nur dann, wenn du davon überzeugt bist, dass der Kurs langfristig steigen wird.
Welche Rendite mit regelmäßigen Bitcoin-Käufen in der Vergangenheit einzustreichen war, kannst du dir in unserem Sparplan-Rechner genauer ansehen.
Außerdem musst du dir über deinen Zeithorizont bewusst sein. Ein altes Börsensprichwort besagt: „Time in the market beats timing the market“, also dass es besser ist, langfristig investiert zu sein, als kurzfristig auf bestimmte Bewegungen zu wetten.
Wenn dein Anlagehorizont groß genug ist und du von Bitcoin fundamental überzeugt bist, dann spielt es nur eine kleine Rolle, zu welchem Zeitpunkt du einsteigst. Bisher ist jeder, der Bitcoin vier Jahre gehalten hat, im Plus – auch schon deutlich früher, wenn er auf einen Sparplan gesetzt hat.
2. Wird Bitcoin bald verboten?
Die Befürchtung, dass Regierungen bald Bitcoin verbieten werden, ist schon fast so alt wie das Netzwerk selbst. Fakt ist: Bitcoin an sich kann gar nicht wirklich verboten werden. Bitcoin ist ein weltweit verbreitetes Netzwerk, das nicht zentral abgeschaltet werden kann. Es wäre etwa so wie das Internet verbieten zu wollen.
Vorstellbar wäre jedoch, dass Staaten den Besitz von Bitcoin unter Strafe stellen. Da dies jedoch kaum durchzusetzen wäre und Menschen dazu bewegen könnte, mit ihren Bitcoin das Land zu verlassen, ist diese Gefahr äußerst unwahrscheinlich. Die starke Bitcoin-Adoption in Ländern wie Nigeria oder China, die den Handel stark eingeschränkt haben, zeigt, dass versuchte Verbote eher die Annahme bestärken, dass Bitcoin nicht zu stoppen ist.
Derzeit verleihen zudem immer mehr Jurisdiktionen Bitcoin Legitimität dadurch, dass sie den großen Finanzdienstleistern erlauben, Bitcoin-Produkte und -Dienstleistungen anzubieten – etwa die Bitcoin-Spot-ETFs in den USA von BlackRock und Co. Es dürfte kaum im Interesse der Staaten sein, sich mit der lobbystarken Finanzindustrie anzulegen, die zunehmend am Erfolg von Bitcoin interessiert ist.
Außerdem setzen die USA, die größte Volkswirtschaft der Welt, mittlerweile auf eine strategische Bitcoin-Reserve. In diesem Umfeld noch Bitcoin-Verbote westlicher Länder zu befürchten, ist wohl irrational.
3. Bei welchem Anbieter sollte ich Bitcoin kaufen?
Einsteigern, die einen passenden Dienstleister zum Kauf von Bitcoin suchen, empfehlen wir einen Blick in unseren Anbieter-Vergleich zu werfen.
4. Welche Bitcoin-Wallet sollte ich nutzen?
Langfristig ist unsere Empfehlung, immer eine sogenannte Hardware-Wallet zu verwenden. Diese sind die beste Variante, um Coins sicher und dennoch einfach aufzubewahren. Du solltest dich zuvor jedoch damit vertraut machen, wie Wallets im Allgemeinen funktionieren und was private und öffentliche Schlüssel sind.
Sobald du die Prinzipien verstanden hast, empfehlen wir dir den Kauf einer Hardware-Wallet – im Optimalfall das Schweizer Produkt BitBox02. Dieses überzeugt doch die hohen Sicherheitsstandards und die sehr einfach gehaltene Benutzeroberfläche.
5. Lohnt es sich, Bitcoin zu minen?
Es kommt drauf an. Das Mining beziehungsweise das Schürfen von Bitcoin kann sehr rentabel sein. Es ist jedoch ein energie- und kostenintensives Geschäftsmodell.
Im Optimalfall kompensieren die durch den Mining-Prozess ausgeschütteten Bitcoin die Kosten des jeweiligen Miners. Besonders rentabel sind deswegen die Miner, die den Prozess mit vergleichsweise geringen Kosten betreiben können, also mit kostengünstiger Energie.
Die hohen Strompreise hierzulande beziehungsweise in Mitteleuropa führen dazu, dass es für Privatpersonen in aller Regel nicht rentabel ist, Mining zu betreiben. Solltest du also nicht zufällig an nahezu kostenlosen Strom – etwa überproduzierten – in großen Mengen kommen, lautet die Antwort: Nein, es lohnt sich nicht.
Zudem ist die steuerliche Behandlung der Bitcoin, die durch das Mining eingenommen werden, eine andere als beim einfachen Kauf.
Wir sind keine Steuerexperten und dürfen auch keine Beratung beziehungsweise konkrete Handlungsempfehlungen geben. Bitte konsultiere Steuerberater, wenn du konkrete Fragen zur steuerlichen Situation rund um Kryptowährungen hast.
6. Muss ich auf Kryptowährungen Steuern zahlen?
Unter Umständen. Verkaufst du deine Bitcoin oder andere Kryptowährungen innerhalb von einem Jahr mit einem Gewinn, dann werden in Deutschland Steuern fällig – zumindest sobald die Steuerfreigrenze für private Veräußerungsgeschäfte von insgesamt 1.000 Euro überschritten ist. Hältst du deine Bitcoin oder Kryptowährungen hingegen länger als ein Jahr, dann sind jegliche Gewinne momentan steuerfrei.
Um deine Käufe und Verkäufe zu dokumentieren und dir bei Bedarf einen Steuerreport generieren zu lassen, empfehlen wir dir das kostenlose Tool CoinTracking.
7. Welche anderen Coins könnt ihr mir empfehlen?
Es gibt eine große Anzahl an Kryptowährungen, doch mit Zeit hat sich herausgestellt, dass eigentlich nur Bitcoin relevante Probleme löst. Nach einem vermeintlich aussichtsreichen Coin zu suchen, der dich schnell reich machen kann, geht in den meisten Fällen nach hinten los.
Sei besonders vorsichtig, wenn dir im Internet bestimmte alternative Kryptowährungen empfohlen werden. Es kursieren viele Falschinformationen und die meisten Projekte leben von Hoffnungsmache und der Unwissenheit und Gier der Investoren.
Ein wichtiges Credo in der Bitcoin-Community lautet: „Do your own research!“, also „mach deine eigene Recherche“. Verlasse dich nicht auf Empfehlungen anderer, denn diese wollen meist Abnehmer für ihre Coins finden.
Für Bitcoin sprechen sich mittlerweile große Vermögensverwalter wie BlackRock oder sogar die Regierung der USA aus. Es ist also naheliegend, dass Bitcoin ein legitimes Anlageobjekt ist – auch wenn du zu diesem Entschluss am besten selbst kommst.
Blocktrainer empfiehlt: Konzentriere dich auf Bitcoin und versuche zu verstehen, warum das Asset einen Wert hat, welche Probleme Bitcoin löst und wie es funktioniert. Wenn du das alles verstanden hast, wirst du vermutlich selbst zu der Erkenntnis kommen, dass keine andere Kryptowährung wirklich aussichtsreich ist.
8. Ist Projekt XY Betrug?
Das Krypto-Universum ist leider voll von Betrügereien. Wenn ein Krypto-Projekt beispielsweise sehr hohe Renditen verspricht oder darauf basiert, dass du andere Leute werben musst, um selbst mehr Rendite zu erhalten (Multi-Level-Marketing), handelt es sich wohl kaum um ein seriöses Unterfangen.
Sei zudem vorsichtig bei Dingen wie „Cloud-Mining“, „Server-Mining“ oder Ähnlichem. Einiges davon resultierte in der Vergangenheit in einem Totalverlust für die Anleger.
9. Meine Wallet gibt mir 24 Wörter und fragt mich, welchen Adresstyp ich benutzen soll – Was soll ich tun?
Die 12 beziehungsweise 24 Wörter, die dir deine Wallet generiert, solltest du unbedingt notieren und sicher (auch vor den Augen Dritter) aufbewahren. Diese 12 oder 24 Wörter sind dein Back-up und garantieren dir immer den Zugriff auf deine Bitcoin. Das Verfahren ist standardisiert, weswegen du damit unabhängig von deinem Wallet-Anbieter bist.
Einige Wallets fragen dich bei der ersten Einrichtung, welchen Adresstyp du benutzen möchtest. Die Unterschiede und Vorteile der einzelnen Typen findest du in unserem Artikel zu Bitcoin-Adressen.
10. Wo gibt es die besten Informationen zu Bitcoin?
Leider ist die Bitcoin- und Krypto-Welt von unseriösen Portalen und Nachrichtendiensten dominiert. Hier mahnen wir zur Vorsicht, da in der Vergangenheit immer wieder Falschmeldungen kursieren oder Nachrichten bewusst skandalisiert werden, um möglichst viele Klicks zu generieren.
Um immer die aktuellen Geschehnisse zu verfolgen, empfehlen wir dir unseren Blog, unseren 𝕏-Kanal sowie wie die Blocktrainer-Telegram-Gruppe bzw. den dazugehörigen Newsfeed. Hier bekommst du die neuesten Informationen direkt gefiltert und von erfahrenen Bitcoinern eingeordnet. Blocktrainer-Gründer Roman Reher behandelt die wichtigsten Meldungen auch auf dem Blocktrainer-YouTube-Kanal.
Für tiefergehende Informationen empfehlen wir dir, einen Blick auf die große Auswahl an Bitcoin-Büchern zu werfen.
Falls du kein visueller, sondern ein auditiver Lerner bist, solltest du dir unbedingt Podcasts zum Thema Bitcoin anhören. Für den Einstieg empfehlen wir dir unseren Blocktrainer-Podcast.
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