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Bitcoin: Größte negative Schwierigkeitsanpassung war erfolgreich

Am heutigen Morgen des dritten Juli hat die bisher größte negative Schwierigkeitsanpassung des Bitcoin-Netzwerks seit der Entstehung des Genesis-Blocks stattgefunden. Zur Blockhöhe 689472 wurde die „Mining-Difficulty“ um sage und schreibe 27,94% heruntergesetzt. Dieser Wert stellt eine Berechnungsgrundlage dafür dar, wie schwierig es für Miner ist, einen gültigen Block zu schürfen. Das Bitcoin Netzwerk ist so konzipiert, dass es diesen Schwierigkeitsgrad alle 2016 Blöcke von selbst derart reguliert, dass im Durchschnitt, bei der im Netzwerk vorhandenen Rechenleistung, ca. alle 10 Minuten ein neuer gültiger Block gefunden wird.

Da im Zuge des harten Durchgreifens der Volksrepublik China gegen das Mining viele der Rechenmaschinen vom Netz genommen wurden, fehlte in den vergangenen Tagen ein hohes Maß an Rechenleistung im Bitcoin-Netzwerk. Das führte in Verbindung mit dem vorherigen (höheren) Schwierigkeitsgrad dazu, dass es im Durchschnitt etwas länger als die angestrebten 10 Minuten dauerte, bis neue gültige Blöcke an die Blockchain angehängt wurden.

Die Rechenleitung im Netzwerk sank in den vergangenen Tagen stark ab, begann aber nun wieder leicht zu steigen.

Zwar wurden nun die letzten Blöcke seit der Schwierigkeitsanpassung wieder ungefähr im 10 Minuten-Rhythmus gefunden, noch ist aber nicht abzusehen, ob es nicht ein weiteres negatives Difficulty-Adjustment geben wird. Dies hängt im Wesentlichen damit zusammen, wie schnell die derzeit abgeschaltete Rechenleistung ihren Weg in neu gewählte Destinationen findet und wieder online geht. Außerdem könnte es sich aufgrund der nun niedrigeren Schwierigkeit auch für einige ältere Mining-Geräte oder an Standorten in denen der Strompreis etwas teurer ist, wieder rentieren, Geräte vorübergehend ans Netz zu nehmen. Es bleibt jedenfalls spannend zu beobachten, wie sich das Netzwerk verhält und selbst reguliert. Satoshi Nakamotos Mechanismus ist wirklich genial.