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Big Four: KPMG kauft Bitcoins und Ether als Finanzreserve

Am von KPMG Krypto

Das Unternehmen KPMG, Teil der sogenannten „Big Four“ Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und eine der weltweit renommiertesten Firmen, machte gestern öffentlich, dass sie mit ihrem Ableger in Kanada sowohl Bitcoins als auch Ether gekauft haben, um diese den eigenen Finanzreserven zuzuführen. Der Kauf fand Berichten zufolge über die Gemini Trust Company LLC, die Kryptobörse der „Facebook Zwillinge“ Cameron und Tylor Winklevoss statt. Damit ist KPMG die erste der großen Vier, die diesen Schritt geht und für viele Marktbeobachter ist dies ein enormer Vertrauensbeweis sowie ein weiterer Hinweis darauf, dass Kryptowerte nun endgültig den Schritt in die institutionelle Akzeptanz und somit die traditionelle Wirtschaft geschafft haben.

Wir haben gerade eine Allokation von Krypto-Assets für unser Unternehmensvermögen abgeschlossen – die erste Investition unserer Firma in diese Anlageklasse. Dazu gehören Bitcoin- und Ethereum-Tokens sowie Kohlenstoffkompensationen, um eine klimaneutrale Transaktion zu gewährleisten:“

@KPMG_Canada

Wachsende institutionelle Akzeptanz

Als Grund für diesen Schritt gab Benjie Thomas, einer der Managing Partner für KPMG in Kanada an, dass sein Unternehmen davon überzeugt sei, dass Krypto-Assets zusehends an Akzeptanz gewinnen und langfristig ein fester Bestandteil von vielen Portfolios sein werden.

„Kryptoassets sind eine reifende Anlageklasse. Investoren wie Hedgefonds und Family Offices bis hin zu großen Versicherern und Pensionsfonds engagieren sich zunehmend in Kryptoassets, und traditionelle Finanzdienstleister wie Banken, Finanzberater und Maklerunternehmen prüfen das Angebot von Produkten und Dienstleistungen im Zusammenhang mit Kryptoassets. Diese Investition spiegelt unsere Überzeugung wider, dass die institutionelle Nutzung von Kryptoassets und der Blockchain-Technologie weiter wachsen und zu einem festen Bestandteil im Portfolio werden wird.“

– Benjie Thomas, Kanadischer Managing Partner, Advisory Services, KPMG

Ähnlich sieht dies Thomas‘ Kollege Kareem Sadek. Auch er äußerte sich öffentlich dazu und gab an, dass er die Branche der Krypto-Assets immer weiter reifen sehe und diese von Finanzdienstleistern und institutionellen Anlegern berücksichtigt werden sollte. Laut Sadeks Aussagen, will sich das Unternehmen künftig aber auch den derzeit stark gehypten Themen rundum dezentralisierte Finanzen („DeFi“), NFTs und dem sogenannten „Metaverse“ widmen.

„Wir haben in eine starke Kryptoassets-Praxis investiert und werden unsere Fähigkeiten in den Bereichen dezentralisierte Finanzen (DeFi), nicht-fungible Tokens (NFTs) und Metaverse, um nur einige zu nennen, weiter ausbauen und erweitern. Wir erwarten in den kommenden Jahren ein starkes Wachstum in diesen Bereichen.“

– Kareem Sadek, Advisory Partner, Cryptoassets and Blockchain Services Co-Leader, KPMG in Kanada

Ein Gütesiegel

Dass sich mittlerweile Unternehmen wie KPMG an das Thema Kryptowährungen herantrauen, ist für viele Marktbeobachter ein starkes Gütesiegel für diese neue Anlageklasse. Im sozialen Netzwerk für Kurznachrichten, Twitter, sprachen einige User davon, dass diese Nachricht sogar bedeutender sei, als die Investition des US-Automobilkonzerns Tesla oder die Einführung von BTC als gesetzlichem Zahlungsmittel in El Salvador, da die KPMG wohl weltweit ein höheres Ansehen genießt. Darüber hinaus ist KPMG ein Beratungsunternehmen, welches von anderen Firmen konsultiert wird, um sie bei genau derartigen Fragen wie „soll ich Bitcoin kaufen und falls ja, was gilt es dabei zu beachten“ zu unterstützen.

Nachdem auch PricewaterhouseCoopers (PwC), eine weitere Firma der „Big Four“ sich in den vergangenen Jahren ebenfalls des Öfteren offen gegenüber Bitcoin gezeigt hat und dies in einigen Niederlassungen sogar als Zahlungsmittel für Beratungsleistungen akzeptiert, gilt PwC als heißester Kandidat, für einen ähnlichen Schritt.