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Coinbase setzt Affiliate Programm aus – droht die Insolvenz?

Am von Coinbase

Laut geleakten E-Mails wird die Handelsbörse Coinbase ihr Affiliate Programm ab dem 19. Juli temporär aussetzen. Mit dem Coinbase Affiliate Programm bekommen Werbepartner für drei Monate 50% der Handelsgebühren des vermittelten Kunden ausbezahlt. Dieser Dienst soll ab dem 19. Juli nun vorübergehend ausgesetzt werden. Als primärer Grund wurde die derzeitige Marktphase genannt. Einige Marktbeobachter fürchten, dass das Unternehmen insolvent sein könnte, was vermutlich verheerende Auswirkungen auf den gesamten Markt hätte.

Ohne sich auf ein bestimmtes Datum festzulegen, erklärte Coinbase, dass es sein Partnerprogramm im Jahr 2023 wieder aufnehmen werde. Auch riet das Unternehmen seinen Tochtergesellschaften, Werbeinhalte von ihren Websites temporär zu entfernen.

Coinbase gerät immer weiter unter Druck

Der aktuelle Krypto-Winter setzt die Unternehmen immer mehr unter Druck. Lending Plattformen wie Celsius Netzwerk oder Voyager mussten bereits Insolvenz beantragen. Auch das Unternehmen Coinbase ist wie die meisten Krypto-Unternehmen von der derzeitigen schwierigen Marktlage betroffen.

Letztes Jahr wurde das Unternehmen an der Börse gelistet und erreichte auf Anhieb eine Bewertung von fast 100 Milliarden US-Dollar. Seitdem musste die Coinbase Aktie von ihrem Höchststand einen Kursverlust von 88% verzeichnen. Dieser Kapitalverlust sorgte dafür, dass die Diskussion über mögliche Zahlungsschwierigkeiten aufkam.

Neben dem Wertverlust der Coinbase Aktie, ist das Unternehmen zusätzlich von operativen Schwierigkeiten betroffen. Erst im Juni gab Coinbase bekannt, 1100 Mitarbeiter bzw. 18% der Belegschaft entlassen zu wollen. Auch teilte das Unternehmen erst kürzlich mit, den Coinbase Pro Service einzustellen.

Uneinigkeit in der Community

Über die finanzielle Lage von Coinbase herrscht in der Bitcoin-Community Uneinigkeit. Während für manche die mögliche Aussetzung des Affiliate-Programms ein weiteres Indiz für die Schieflage des Unternehmens ist, sehen andere die Reaktion von Coinbase als angemessen auf die derzeitige Marktlage. Auch Dan Held, der bei der Konkurrenzbörse Kraken tätig ist, sieht die Liquiditätsgerüchte von Coinbase als übertrieben.

Nein, Coinbase hat keine ‚Liquiditätskrise‘, nur weil sie ihr Partnerprogramm eingestellt haben.

@danheld

Bei den Folgen einer Insolvenz von Coinbase herrscht dafür Einigkeit. Mit 89 Millionen registrierten Nutzern ist Coinbase nach Binance die zweitgrößte Handelsplattform weltweit. Ein Zahlungsausfall hätte für den gesamten Kryptomarkt und damit auch für den Bitcoin Preis vermutlich schwerwiegende Folgen.

Fazit

Zunächst muss abgewartet werden, ob Coinbase ab morgen wirklich das Affiliate Programm aussetzen wird. Ein Indiz könnte die ausbleibende Dementierung von Coinbase sein. Normalerweise sind Krypto-Unternehmen zügig dabei, falsche Gerüchte zu dementieren, um Panik zu verhindern. Zwar ist es definitiv zu früh von einer möglichen Liquiditätskrise von Coinbase zu sprechen, allerdings vermehren sich die Anzeichen, dass Coinbase immer mehr unter Druck gerät.

Wer sichergehen möchte, dass er im Falle einer Insolvenz nicht betroffen ist, sollte seine Bitcoins von den Börsen abziehen und diese mit einer Hardware-Wallet wie der BitBox02 verwalten. Die Insolvenzen von Celsius und Voyager haben gezeigt, wie wichtig die Selbstverwahrung seiner privaten Schlüssel sein kann.

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