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Bitcoin kurz vor Allzeithoch – Gründe und Ausblick

Am von BTC ATH November

Knapp drei Wochen nachdem der Bitcoin sein aktuelles Allzeithoch (ATH) bei etwas weniger als 67.000 US-Dollar markiert hat, steht der BTC/USD-Kurs kurz davor, dieses zu durchbrechen. Ob wir heute noch neue Höchststände sehen werden, welche Gründe dafür ausschlaggebend sein könnten und wo die Reise anschließend hingehen könnte, soll an dieser Stelle kurz erörtert werden.

Die möglichen Gründe

Neben dem offensichtlichsten Grund – der Number-Go-Up (NGU) Technologie des Bitcoin Netzwerks – sehen einige Marktbeobachter den kürzlichen Preisanstieg vor allem in einer Twitter-Umfrage vom Tesla-Chef und reichsten Mann der Erde, Elon Musk. Dieser kündigte nämlich an (je nach Abstimmungsergebnis) bis zu 10% seiner Tesla-Aktien zu verkaufen, die immerhin einem Gegenwert von knapp 20 Milliarden US-Dollar entsprechen.


„In letzter Zeit wird viel davon gesprochen, dass nicht realisierte Gewinne ein Mittel zur Steuervermeidung sind, daher schlage ich vor, 10 % meiner Tesla-Aktien zu verkaufen.

Bist du dafür?“

Elon Musk via Twitter

Bisher haben mehr als 3,5 Millionen Menschen abgestimmt und mehr als die Hälfte von ihnen plädierte dafür, dass Musk den Schritt des Aktienverkaufs gehen sollte. Da Musk klipp und klar sagte, dass er sich an das Ergebnis der Abstimmung halten werde, egal in welche Richtung es ausfällt, ist nun davon auszugehen, dass er tatsächlich bald ein Zehntel seiner Aktienanteile verkauft. Abzüglich der Steuern, die bei diesem Prozess fällig wären, bliebe Musk noch immer ein zweistelliger Milliardenbetrag übrig, den er für andere Investitionen frei zur Verfügung hätte.

Viele Krypto-Anleger spekulieren nun darauf, dass er einen großen Teil dieses Geldes in Bitcoin anlegen wird. Dies würde aus zweierlei Gründen ein enormer Preistreiber sein. Zum einen hätte eine Milliarden-Investition in BTC natürlich Einfluss auf die Nachfrageseite der Orderbücher und somit eine preissteigernde Wirkung. Der wohl größere Faktor, wäre aber die Symbolwirkung, die eine derartige Aktion hätte. Musks Tweets und Aussagen sind schon seit geraumer Zeit dafür bekannt, die Anleger-Communities zu mobilisieren und große Marktbewegungen auslösen zu können. Sollte es tatsächlich so kommen, würde dies vermutlich mit einer enormen Kurs-Rally einhergehen, die das derzeitige Allzeithoch wohl um ein vielfaches übersteigen könnte.

Nach der alten Börsenweisheit „Buy the rumor, sell the News“ (dt. etwa „kaufe bei Gerüchten und verkaufe bei Fakten“), spekulieren derzeit viele Krypto-Anleger darauf, dass sich die Vermutungen bestätigen könnten. Dies könnte somit einer der ausschlaggebenden Gründe für das aktuelle „Antesten“ des derzeitigen Allzeithochs. Würde Musk diesen Schritt tatsächlich gehen und einen Teil seiner Aktiengewinne in Bitcoin investieren, wäre ein neues ATH quasi unvermeidbar. Ob der „Sell the News“-Teil zu einem starken Abverkauf führen wird, für den Fall, dass die Erwartungen enttäuscht werden, sollte man ebenfalls mit in seine Überlegungen einbeziehen.

Ausblick – wo geht die Reise hin?

Wie bereits vor einigen Tagen berichtet, gehen die Prognosen von bekannten Analysten wie „Plan B“ oder „Willy Woo“ davon aus, dass der Bitcoin-Kurs noch in diesem Jahr die magische Marke von 100.000 US-Dollar pro BTC durchbrechen wird. Auch wenn Modelle zur Preisprognose stets mit Skepsis zu betrachten sind, prophezeien viele dieser Modelle Bitcoin-Preise jenseits der 100.000er-Marke. Oft wird davon ausgegangen, dass sich die Bullenmarkt-Zyklen aus den Jahren 2013 und 2017 sich gemäß des vierjährigen Halving-Zyklus auch im Jahr 2021 wiederholen werden. Dies hätte zur Folge, dass wir gerade am Anfang des finalen Preisanstiegs dieses Bullenmarktes stehen.

Quelle: Twitter @TechDev_52

Wie gesagt, sämtliche Modelle sollten skeptisch betrachtet werden und die Vergangenheit kann zwar ein Indikator für die Zukunft sein, nicht aber Fakten für eine exakte Prognose liefern. Denn egal wie gut das jeweilige Modell ist, externe Faktoren, wie z.B. einen bestimmten Tweet von Elon Musk, kann keines von ihnen in seine Vorhersagen integrieren.