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Vor 5 Jahren war Bitcoin mehr wert als heute!

Am von 5 Jahre Bitcoin

Der ausschlaggebende Punkt, für viele Menschen sich Bitcoin zu kaufen ist, dass der Preis langfristig steigt. Der Bitcoin-Preis findet tatsächlich auch nicht nur immer höhere Höchst-, sondern auch immer höhere Tiefststände. An dieser Story hat sich bisher nichts geändert.

Bitcoin in US-Dollar (logarithmische Darstellung) – Quelle: TradingView

Anders steht es um die Prognose, dass man lediglich maximal vier Jahre warten muss, um wieder mit seinem Bitcoin-Kauf im Gewinn zu sein. In dieser Woche notierte der Bitcoin-Kurs zum ersten Mal niedriger, als er es fünf Jahre zuvor tat – zumindest in US-Dollar gemessen. Gemessen im schwächeren Euro ist dies aktuell noch nicht der Fall.

Am 7ten und 8ten Dezember im Jahr 2017 kostete ein Bitcoin zeitweise bereits mehr als 17.500 US-Dollar. An den gleichen Tagen in diesem Jahr haben wir hingegen Kurse unterhalb von 17.000 US-Dollar gesehen.

Bitcoin-Preis in USD (07.-08.12.2017) – Quelle: Yahoo Finance
Bitcoin-Preis in USD (07.-08.12.2022) – Quelle: Yahoo Finance

Die Geschichte der Höchststände

Als der Bitcoin-Kurs im Juni dieses Jahr unter die Marke von 20.000 US-Dollar gefallen ist, wurde bereits die These falsifiziert, dass man lediglich vier Jahre Geduld mitbringen muss. Knapp 20.000 US-Dollar war nämlich der Höchststand aus dem Jahr 2017. Vor diesem Zeitpunkt dauerte es immer weniger als vier Jahre, bis der Bitcoin auf ein neues Allzeithoch gestiegen ist. Nach dem Hoch aus dem Jahr 2011 waren es grob zwei Jahre und nach den Höchstständen aus den Jahren 2013 und 2017 jeweils etwa drei Jahre.

Dass der Bitcoin alle vier Jahre neue Höchststände erreicht hat, erklären sich einige Bitcoiner durch die Halving-Zyklen. Grob alle vier Jahre halbiert sich nämlich die Inflationsrate des Bitcoin. Genauer gesagt wird alle 210.000 Blöcke die Subvention für die Bitcoin-Miner halbiert. Während Miner anfänglich noch 50BTC pro neuem gültigen Block erhalten haben, sind es derzeit nach bereits drei vergangenen Halbierungen („Halvings“) nur mehr 6,25 BTC. Dementsprechend kommen nach jedem Halving weniger neue Bitcoin in den Umlauf, was zu einem Angebotsschock führen kann, insofern die Nachfrage nach Bitcoin zumindest konstant bleibt. Dieser Effekt lässt mit der Zeit aber nach, da die neu erschaffenen Bitcoin einen immer geringeren Anteil der umlaufenden Bitcoin-Menge ausmachen.

Bitcoin: jährliche Inflationsrate (orange)/Bitcoin-Anzahl (blau) – Quelle: Researchgate

Die Gefahr eines fallenden Preises

Ein langfristig steigender Bitcoin-Preis ist notwendig, damit Bitcoin sich weiterhin als Wertespeicher etablieren kann. Etabliert sich Bitcoin als Wertespeicher, dann werden mehr Menschen Bitcoin für Zahlungen akzeptieren und in Bitcoin sparen. Fällt der Bitcoin-Preis weiter für einen längeren Zeitraum, dann wird es schwieriger, die Menschen für die guten Eigenschaften von Bitcoin zu begeistern. Viele Leute kommen nämlich zu Bitcoin, weil sie sich erhoffen, schnell reich zu werden, bleiben dann aber dabei, weil sie in Bitcoin die Möglichkeit sehen, aus dieser Welt eine bessere zu machen.

Aber auch für die Bitcoin-Miner, die das Bitcoin-Netzwerk sichern, ist ein steigender Bitcoin-Preis von Vorteil. Sie werden nämlich für ihre Arbeit, also für das Aufbringen von Rechenleistung, in Bitcoin bezahlt. Verliert die Bezahlung an Kaufkraft, so kann sich der Aufwand irgendwann nicht mehr lohnen. Mit einem sinkenden Preis könnte somit die Bitcoin-Hashrate, also die Maßeinheit für die Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks, sinken und Bitcoin anfälliger für einen feindlichen Angriff machen.

Ist Bitcoin jetzt tot?

Fundamental gesehen geht es Bitcoin aber ausgezeichnet. Die Hashrate ist noch nahe der Höchststände und die überzeugten Bitcoiner scheinen mit vollen Händen bei den niedrigen Kursen zuzugreifen. Zudem bieten immer mehr etablierte Finanzdienstleister, wie Fidelity, Dienstleistungen rund um Bitcoin an. Auch die Nutzung von Bitcoin nimmt weiter zu, vor allem in den Entwicklungsländern.

2022 – ein Ausnahmejahr

Das Jahr 2022 war ein Ausnahmejahr an den Finanzmärkten. Mit dem Jahr 1931 und 1969 war es eines der wenigen Jahre, in denen der US-Anleihemarkt und der US-Aktienmarkt parallel abstürzten.

Zwei Jahre später, im Jahr 1933 und 1971, wurde jeweils interessanterweise die Goldbindung des US-Dollars aufgehoben, weil die USA sonst die Schulden nicht zurückzahlen konnten.

Da das Bitcoin-Netzwerk erst am 3. Januar 2009 startete, existierte der Bitcoin bisher nur in einer Phase ohne große Finanzkrise. Nach der letzten Finanzkrise im Jahr 2008 gab es an den traditionellen Märkten fast ausschließlich steigende Kurse, begünstigt durch kräftige Wertpapierkäufe durch Zentralbanken. Angesichts der aktuell hohen Inflation fängt die US-Zentralbank nun jedoch an, neben den starken Zinserhöhungen auch die Bilanz zu reduzieren („quantitative tightening“). Eine stark straffende Geldpolitik hat das knapp 14 Jahre alte Bitcoin-Netzwerk noch nicht erlebt. Diese dürfte aber angesichts der jetzt schon ins Straucheln geratenen Wirtschaft nicht von allzu langer Dauer sein.

Fazit

Als überzeugter Bitcoiner muss man sich unbedingt mit möglichen Risiken auseinandersetzen. Ein längerfristig fallender Preis ist eines davon. Dennoch besteht kein Grund zur Panik, da es dem Bitcoin-Netzwerk fundamental gut geht und das Jahr 2022 ein Ausnahmejahr war, in dem fast alle anderen Anlageklassen auch stark gefallen sind.

Man darf auch nicht vergessen, dass man in den Jahren 2018, 2019 und 2020 Bitcoin für einen niedrigen vierstelligen US-Dollar-Gegenwert aufsammeln konnte. Hat man in diesen schweren Zeiten weiterhin an Bitcoin geglaubt, dann hat man dennoch den investieren US-Dollar-Betrag bis heute vervielfachen können. Und hätte man nahe der Höchststände im Dezember 2017 monatlich strikt die gleiche Summe an US-Dollar in Bitcoin investiert, dann hätte man stand heute trotz alledem eine Rendite von über 60 % auf das eingesetzte Kapital eingefahren. Ein Sparplan in den US-amerikanischen Aktien-Index S&P 500 hätte in dem Zeitraum hingegen nur für eine Rendite von unter 50 % gesorgt.

Außerdem muss man festhalten, dass lediglich der Preis pro Bitcoin vor fünf Jahren höher war. Das Netzwerk an sich, hat seitdem enormen Zulauf bekommen und sich weiterentwickelt, weswegen der Wert des Bitcoin-Netzwerks ganz eindeutig gestiegen ist.


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