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Russischer Präsident Putin äußert sich positiv zu Kryptowährungen

Am von Putin Bitcoin

In einem Interview mit dem CNBC hat sich der russische Präsident Wladimir Putin zum Thema Kryptowährungen geäußert. Er sieht eine Entwicklung und sprach Kryptowährungen definitiv eine Daseinsberechtigung zu. Auch zum US-Dollar und dessen zukünftige Rolle als Weltreservewährung verlor er einige Worte.

„Noch zu früh“

Beim Gespräch kam der CNBC-Reporter darauf zu sprechen, ob Präsident Putin der Meinung sei, dass es in naher Zukunft bereits Öllieferverträge o.ä. geben könnte, die nicht mehr in US-Dollar denominiert sind, sondern in anderen Währungen wie z.B. Kryptowährungen.

Wladimir Putin erklärte daraufhin, dass es seiner Meinung nach noch zu früh dafür sei, da Kryptowährungen noch in der Entwicklung stecken. Sie seien zwar bereits dafür geeignet Wert von einem Ort an einen anderen zu transferieren, aber als Währung für den internationalen Energiehandel noch nicht zu gebrauchen. Nichtsdestotrotz glaubt er, dass Kryptowährungen eine Daseinsberechtigung haben:

Verträge in Kryptowährungen? Es ist noch zu früh, um darüber zu sprechen, denn Kryptowährungen können zwar eine Rechnungseinheit sein, aber sie sind noch sehr instabil. Um Kapital von einem Ort zum anderen zu transferieren – ja, aber für den Handel, geschweige denn für den Handel mit Energieressourcen, ist es meiner Meinung nach noch zu früh. Kryptowährungen sind noch durch nichts abgesichert. Sie existieren und können natürlich als Zahlungsmittel verwendet werden, aber der Handel mit Öl oder anderen Rohstoffen und Energieträgern ist meines Erachtens noch nicht möglich.

Aber alles entwickelt sich, und alles hat seine Daseinsberechtigung. Wir werden sehen, wie es weitergeht, vielleicht wird es eines Tages auch ein Mittel der Kapitalbildung sein. Wir sehen diesen Markt schwanken. Heute ist es noch ein bisschen früh.“

Wladimir Putin

Der US-Dollar als Weltreservewährung

Auch zur Rolle des US-Dollars und dessen abnehmende Bedeutung als Weltreservewährung äußerte sich der russische Präsident. Er hält es für fahrlässig, dass die USA ihre Währung als Sanktionsmittel verwenden. Sie zwingen dadurch die entsprechenden Länder auf andere Währungen auszuweichen (z.B. der Iran) und untergraben dadurch die Position des US-Dollars als Weltreservewährung.

Auch Russland ist bereits dabei den US-Dollaranteil in den eigenen Reserven und bei der Verwendung von Zahlungen zu reduzieren und auf Abrechnungen in nationalen Währungen umzusteigen. „Die USA sägen an dem Ast auf dem sie selbst sitzen“, so Putin.

„Er [der US-Dollar; Anm. d. Red.] untergräbt seine Position als Weltreservewährung. Und das Volumen der Abrechnungen in Dollar nimmt ab und das Volumen der persönlichen Reserven der Länder der Welt in Dollar nimmt ebenfalls ab. Aber wir sind nicht daran interessiert, Zahlungen in Dollar völlig zu vermeiden und bisher haben wir uns damit begnügt, z.B. Zahlungen für Energieressourcen in Dollar zu leisten, vor allem für Öl. Aber wenn die Politik der amerikanischen Behörden so weitergeht, wie ich es bereits erwähnt habe, dann brauchen wir nichts zu tun, dann werden die Vereinigten Staaten selbst das Vertrauen in den Dollar untergraben.“

Wladimir Putin

Bitcoin als Alternative?

Es ist interessant zu hören bzw. zu lesen, dass in einigen Regierungen dieser Welt bereits ein Umdenken stattfindet und diese sich vom US-Dollar als Weltreservewährung langsam abkoppeln wollen. Wladimir Putin sprach davon, dass es für Kryptowährungen im Einsatz auf dem internationalen Handelsmarkt noch zu früh sei und dass Russland andere nationale Währungen für Abrechnungen benutzen möchte bzw. bereits nutzt.

Was würde aber passieren, wenn sich das Vertrauen in den Bitcoin weiter manifestiert und die Volatilität abnimmt? Was wäre wenn ein Land wie Russland (und wahrscheinlich auch andere Länder) erkennt, dass Bitcoin als globales Geld für die Abrechnung im internationalen Handel viel besser geeignet ist als zig verschiedene nationale Währungen? Was würde wohl der Bitcoin-Preis machen, wenn diese Staaten, die bereits ihre Dollarreserven reduzieren, damit beginnen Bitcoin zu akkumulieren? Putin selbst sagte im Interview, dass er sich vorstellen könnte, dass Kryptowährungen eines Tages auch als Mittel zur Kapitalbildung verwendet werden.

Sollte es wirklich so kommen – und das ist zumindest nicht unwahrscheinlich – dann ist die „Hyperbitcoinization“ tatsächlich in vollem Gange.