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Pleitewelle für Unternehmen in Sicht! Die Zombifizierung der Wirtschaft durch Geldmengenausweitung!

Am von Zombieunternehmen

Die steigenden Energiepreise bringen immer mehr Industrien unter Bedrängnis. Wirtschaftsexperten rechnen deshalb mit einer Pleitewelle im kommenden Winter in Europa. Nun berichtete die WirtschaftsWoche über eine Studie von Kearney, die die Entwicklung sogenannter Zombieunternehmen über die letzten Jahre untersuchte. Auch wurde aufgearbeitet, welche Auswirkungen die bevorstehende Pleitewelle von Zombieunternehmen auf die Wirtschaft haben kann.

Was sind Zombieunternehmen?

Als ein Zombieunternehmen wird ein Unternehmen bezeichnet, welches die Zinslasten seiner Kredite nicht mehr aus dem eigenen Geschäftsbetrieb bedienen kann und damit eigentlich zahlungsunfähig ist. Die Unternehmen können aber mit neuen Krediten ihre alte Schuldenlast bedienen und damit die Zahlungsunfähigkeit abwenden.

In einem Schuldgeldsystem, in dem neues Geld durch Kredite entsteht, steigt langfristig die Kreditlast innerhalb Wirtschaft. Um die steigende Kreditlast bedienen zu können, müssen die Zinsen langfristig fallen. Die Zombieunternehmen können sich somit immer billigeres Geld leihen und damit ihre Kredite refinanzieren. Das Zombieunternehmen muss seine Kredite nicht mehr aus dem eigenen Geschäftsbetrieb decken, sondern kann dies mit der Aufnahme von neuen Schulden erledigen.

Studie von Kearney

Für die Studie hat das Team von Kearney die Jahresabschlüsse von weltweit rund 70.000 an Börsen gelisteten Unternehmen analysiert und dazu 4,5 Millionen Datensätze ausgewertet. Das Ergebnis: „Die Zahl der Zombies steigt kontinuierlich weltweit an – gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf nun nahezu 2.000 Unternehmen“, erklärten die Forscher.

Auch regional machte sich ein Unterschied bemerkbar. In Nordamerika stiegen zwischen den Jahren 2011 und 2021 die Zahl der Zombieunternehmen von 3,5% auf 5,7%, während in Europa der Anteil in demselben Zeitraum sogar von 1,2% auf 5,5% gestiegen ist. In Deutschland könnte diese Zahl aber noch viel höher liegen, denn laut den Forschern gibt es in den mittelständischen Unternehmen eine besonders hohe Anzahl von Zombieunternehmen, welche in der Studie nicht berücksichtigt wurden.

„Viele deutsche Mittelständler sind nicht börsennotiert und konnten daher in den Studienergebnissen keine Berücksichtigung finden.“

Kearney

Die Folgen des billigen Geldes

Die Zahl der Zombieunternehmen steigt mit den fallenden Kreditzinsen. Der Leitzins der größten Zentralbanken wurde über die letzten 40 Jahre stückweise in Richtung von 0% gesenkt. Erreicht der Leitzins 0% ist der Spielraum für weitere Zinssenkungen stark eingeschränkt. Die Zombieunternehmen sind aber darauf angewiesen, immer weiter billigeres Geld zu erhalten.

Als die Fed und die EZB in der letzten Finanzkrise die Zinsen auf 0% gesenkt haben, benötigten diese neue monetäre Werkzeuge. Deshalb starteten die Zentralbanken ihr Programm der quantitativen Lockerung, um dem Finanzsystem weitere Liquidität zur Verfügung zu stellen. Die Zentralbanken begannen damit, Vermögenswerte (vorwiegend Staatsanleihen) auf den Finanzmärkten aufzukaufen. Dieser Schritt sorgte für genügend Liquidität im System, welche die Preise von diversen Vermögenswerten anstiegen ließ. Auch die Zombieunternehmen profitierten von der zusätzlichen Liquidität, denn diese konnten sich nun noch billiger verschulden und damit wurde das Spiel aus neuer Verschuldung und Refinanzierung fortgesetzt.

Die Entwicklung des Leitzinses in den letzten 40 Jahren der Fed. Quelle: Fed St. Louis

Steigende Inflation und die Folgen für die Zombieunternehmen

Die Inflation zwang die Notenbänker dazu, den Leitzins anzuheben. Die Fed hob bisher den Leitzins (Federal Funds Rate) auf 2,25% an und kündigte weitere Zinsanhebungen an. Auch der Ankauf von Vermögenswerten wurde beendet und die Fed begann sogar ein Teil der Vermögenswerte wieder zu verkaufen. Derzeit beträgt die Bilanzsumme der Fed 8,8 Billionen US-Dollar. Auch die EZB hob letzte Woche bereits den Leitzins auf 1,25% an. Aus quantitativer Lockerung wurde eine quantitative Straffung, welche hoch verschuldete Unternehmen unter Druck setzt.

Die Bilanzsumme der Fed. Quelle: Fed. St. Louis

Die Zombieunternehmen sind darauf angewiesen, dass durch die Geldmengenausweitung neues billiges Geld erzeugt wird. Mit der quantitativen Straffung könnte eine Pleitewelle der Zombieunternehmen folgen. Diese könnte verheerende Auswirkungen zur Folge haben, denn die Zombieunternehmen sind überproportional zu ihrer Wirtschaftsleistung verschuldet. Ein Zahlungsausfall würde sich deshalb besonders stark auf die Gläubiger auswirken.

Auch Kearney sieht ein Risiko in dem Zahlungsausfall der Zombieunternehmen für die Wirtschaft. Nach deren Berechnungen verfügen die untersuchten Zombieunternehmen über eine Gesamtverschuldung von nahezu 400 Milliarden US-Dollar. Die Zinslast für die Unternehmen lag im letzten Jahr durchschnittlich bei 1,5%. Laut Berechnung von Kearney könnte zunächst die Zahl der Zombieunternehmen bei einem Zinssatz zwischen 2,25% und 3% auf 17% bzw., 38% steigen, bevor die Zahlungsausfälle beginnen.

Hartes Geld als die Lösung

Unter einem Hartgeld wie dem Bitcoin würden die Zombieunternehmen scheitern, bevor diese zu einem Problem für die Wirtschaft werden. Zombieunternehmen können nur in einem Geldsystem entstehen, welches auf der Schaffung von neuen Schulden basiert. Die Zentralbanken müssen dem System immer mehr Liquidität zur Verfügung stellen und damit die Geldmenge ausweiten, damit die Schuldenlast getragen werden kann. Neue Bitcoins entstehen nicht mit der Ausgabe von Schulden, sondern durch einen festgelegten Algorithmus.

Zusätzlich sind Zombieunternehmen die Folgen der Zinsmanipulation der Zentralbanken. Zwar unterscheidet sich der Zinssatz in der Privatwirtschaft von dem Leitzins der Zentralbank, dennoch ist der Leitzins der wichtigste Indikator für die Entwicklung der Zinsen in der Privatwirtschaft. In einer Wirtschaft mit einem freien Geld müssten Zombieunternehmen höhere Zinsen bezahlen und wären damit schneller zahlungsunfähig.

Die Insolvenz der Unternehmen würden nur kurzfristig die Wirtschaft belasten, denn die wirtschaftlichen Ressourcen sowie die Produktionsmittel des insolventen Unternehmens stünden den restlichen Unternehmen zur Verfügung. Rentable Unternehmen, welche einen Wert für die Nachfrageseite stiften, haben damit mehr wirtschaftliche Kapazitäten zur Verfügung. Auch neue Unternehmen können die Produktionsmittel der Zombieunternehmen für ihren eigenen Geschäftsbetrieb verwenden.

Der Selektierungsprozess in der Wirtschaft ist ein wichtiger Bestandteil des Kapitalismus und der freien Märkte. Es sollen nur die Unternehmen auf dem Markt bestehen, welche auch einen Nutzen für die Nachfrageseite schaffen. Zombieunternehmen, welche nur wirtschaftliche Ressourcen verbrauchen und kaum einen Nutzen für die Gesellschaft stiften, würden unter einem Bitcoin-Standard vom Markt verschwinden. Unter einem Bitcoin-Standard würde es keinen manipulierten Zinssatz sowie weitere interventionistische Maßnahmen geben, welche künstlich die Geldmenge ausweiten und damit den Zombieunternehmen helfen.

Fazit

Zombieunternehmen sind nicht nur ein Nebenprodukt der Geldmengenausweitung, sondern können auch für die Wirtschaft gefährlich werden. Sollte es durch die Zinserhöhungen tatsächlich zu einem Zahlungsausfall der Unternehmen kommen, könnte dies zu einem wirtschaftlichen Risiko werden. Primär die Banken, welche Kredite an die Zombieunternehmen vergeben, könnten damit in Bedrängnis geraten. Unter einem Bitcoin-Standard würden diese Unternehmen scheitern, bevor diese ein Risiko für die Wirtschaft darstellen. Insolvenzen sind in einer funktionierenden Marktwirtschaft essenziell. Sobald versucht wird, mit staatlichem Geld gegen diesen Marktmechanismus der Selektierung vorzugehen, entstehen Zombieunternehmen. Das derzeitige System besitzt keine Lösung für dieses Problem. Je länger die Zombieunternehmen existieren, desto gefährlicher werden sie für die gesamte Wirtschaft. Es sieht danach aus, als würde das Problem an die nächste Generation der Notenbankvorsitzenden weitergegeben. Eine Lösung gäbe es natürlich dafür. Ein Geldsystem, welches unabhängig jeglicher staatlichen Instanz und interventionistischen Maßnahmen funktioniert. Bitcoin.