Skip to main content

OCEAN: Neues Projekt zur Dezentralisierung des Bitcoin-Minings

Am von

currency_bitcoinBitcoin kaufen double_arrow lockHardware Wallet kaufen double_arrow favoriteUnterstütze uns double_arrow

currency_bitcoinBitcoin kaufen double_arrow lockHardware Wallet kaufen double_arrow

Die in Wyoming ansässige Firma Mummolin, Inc., die unter anderem vom langjährigen Bitcoin-Core-Entwickler Luke Dashjr mitbegründet wurde, hat den erfolgreichen Abschluss einer Finanzierungsrunde in Höhe von 6,2 Millionen US-Dollar bekannt gegeben. Mit den Investitionen soll ein neues Projekt namens OCEAN vorangetrieben werden – ein Mining-Pool, der transparent und non-custodial ist. Durch diese Initiative soll das Bitcoin-Mining auf globaler Ebene dezentralisiert oder genauer gesagt der Zentralisierung des Minings entgegengewirkt werden. Zu den Investoren gehören der Mitbegründer von Twitter und CEO von Block Inc. Jack Dorsey sowie Accomplice, Barefoot Bitcoin Fund, MoonKite, NewLayer Capital und der Bitcoin Opportunity Fund. Das Projekt wird auch durch Bob Burnett unterstützt, der bereits verschiedene Szenarien in Bezug auf die Zentralisierung und Sicherheitsaspekte des Minings in einigen Artikeln und auch auf der OCEAN-Konferenz zur Zukunft des Bitcoin-Minings erläuterte. 

Bitcoin ist nicht länger zensurresistent und die Zentralisierung des Minings gefährdet die Sicherheit. Es ist an der Zeit, dies zu beheben. (Luke Dashjr) OCEAN-Website
OCEAN-Konferenz, 28.11.2023

Die Unterschiede zu anderen Mining-Pools

Die OCEAN-Plattform zeichnet sich als eine transparente Non-Custodial-Plattform aus. Um das genauer zu verstehen, werden nachfolgend die wichtigsten Unterschiede zu herkömmlichen Mining-Pools beschrieben.

Block-Templates und Transparenz

Auch wenn die globale Hashrate verteilt ist, werden wichtige Aufgaben, wie das Betreiben der Mining-Full-Node, die Auswahl der Transaktionen und die Konstruktion des Block-Templates, von nur sehr wenigen Personen und den von ihnen kontrollierten Pools durchgeführt. Dies stellt für viele Bitcoin-Befürworter einen zu großen Einfluss und sogar eine Gefahr für Bitcoin dar (z.B. durch einen 51%-Angriff). Die Pool-Betreiber haben aufgrund ökonomischer Anreize zwar kein Interesse daran, dem Netzwerk zu schaden, und die Miner können innerhalb von Sekunden den Pool verlassen und wechseln, doch die Pools können die Blöcke so konstruieren, wie es die Betreiber wollen, ohne die Miner darüber zu informieren, wofür sie ihre Hashrate einsetzen. Dass dies zum Beispiel zu Zensur führen kann, wurde erst vor Kurzem am Beispiel des F2Pools deutlich – Blocktrainer.de berichtete.

OCEAN verfolgt einen transparenteren Ansatz, indem den Minern vor der Veröffentlichung von Blöcken mehr Informationen zugänglich gemacht werden. Alle Transaktionen in den Block-Templates können von den Minern betrachtet werden. Durch diese Offenlegung ist es möglich, die Arbeit von OCEAN jederzeit zu überprüfen, was ein ehrliches Verhalten des Pools zusätzlich fördert.

Non-Custodial

Bei den meisten Mining-Pools wird ein Auszahlungssystem namens Full Pay Per Share (FPPS) angewendet. Dabei wird die Block-Belohnung von der Bitcoin-Software an den Pool ausbezahlt, wenn ein Block gefunden wurde. Der Pool verwahrt die erhaltene Belohnung und bezahlt die Miner auf der Grundlage ihrer Arbeit aus seiner internen Kasse. Der Pool steht letztlich als Vermittler zwischen den Minern und der Bitcoin-Software, wodurch ein erhebliches Gegenparteirisiko für die Miner entsteht.

Durch die zentrale Kontrolle des Mining-Pools können allein die Pool-Betreiber Entscheidungen treffen, die eigentlich alle Miner betreffen, z.B. ob zu viel gezahlte Gebühren zurückerstattet werden, wie es Mitte September dieses Jahres der Fall war – Blocktrainer.de berichtete ebenfalls.

OCEAN ist hingegen non-custodial, das heißt der Pool verwahrt die Belohnung nicht und agiert auch nicht als Mittelsmann, sondern die Miner werden direkt vom Bitcoin-Netzwerk in der Coinbase-Transaktion bezahlt. OCEAN koordiniert lediglich die korrekte Aufteilung, sodass die Transaktion zahlreiche Outputs aufweist, wie zum Beispiel in einem Block aus dem Jahr 2011, der durch den Pool (der damals unter dem Namen Eligius agierte) gemined wurde.

Das Belohnungssystem von OCEAN namens Transparent Index of Distinct Extended Shares (TIDES) gibt den Minern die Möglichkeit, noch vor dem Finden eines Blocks den genauen Betrag ihrer Bezahlung zu verifizieren. TIDES ist derzeit das exakteste Auszahlungssystem, das es bei Bitcoin gibt, und ist nicht wie bei anderen Systemen (wie z.B. FPPS) auf den Pool als Verwahrungsstelle und Mittelsmann angewiesen. 

Zukunftspläne

OCEAN plant, im Jahr 2024 weitere Verbesserungen und Upgrades zur Bitcoin-Dezentralisierung einzuführen. Es soll beispielsweise eine Möglichkeit geschaffen werden, dass die Miner unabhängig voneinander potenzielle Blöcke erstellen können, ähnlich wie bei Stratum V2. Dadurch wäre dann nicht mehr der Pool allein für die Konstruktion der Blöcke verantwortlich. Die teilnehmenden Miner würden somit letztlich zu Solo-Minern mit einem kontinuierlichen Einkommen werden. Zudem ist für das Jahr 2024 eine Plattform geplant, auf der Miner ihre unbezahlte Proof-of-Work-Leistung direkt über das Lightning-Netzwerk verkaufen können. Dadurch können On-Chain-Gebühren gespart und die Blockchain effizienter genutzt werden. 

Fazit

Das neue Projekt OCEAN, das von renommierten Bitcoinern betrieben und finanziert wird, ist ein weiterer Schritt zur Dezentralisierung des Bitcoin-Netzwerks. Der transparente Ansatz einer Non-Custodial-Plattform rückt die Miner immer mehr in den Vordergrund und gibt Anreize, anderen Mining-Pool-Dienstleistern den Rücken zu kehren und sich OCEAN anzuschließen. Vielleicht verringert dies auch die Vorurteile über die Gefahren durch die vermeintliche Zentralisierung des Bitcoin-Netzwerks durch Mining-Pools. Grundsätzlich besteht nämlich mittelfristig eine gewisse Gefahr, dass Mining-Pools durch KYC (Know Your Customer) eine leichtere Lokalisierung der Hashrate ermöglichen. Die Szenarien, die von Bob Burnett beschrieben werden, betonen ebenso die Wichtigkeit des dezentralisierten Mining-Netzwerks, die durch netzunabhängige Stromquellen, Solo-Miner und/oder KYC-freie Mining-Pools wie OCEAN gefördert werden. Um sich dem OCEAN-Pool anzuschließen, ist kein Account notwendig. Man muss bei seinem Miner einfach nur die eigene Bitcoin-Adresse als „Worker“ und bei der „POOL URL“ „mine.ocean.xyz:3334“ eintragen (einige Miner benötigen den Prefix: stratum+tcp:// oder die separate Port-Nummer 3334).


Nerdminer

  • Plug-and-Play Mining-Gerät für zuhause
  • Ideal, um spielerisch praktische Mining-Erfahrung zu sammeln
  • Stromverbrauch von weniger als 2 Watt
  • Schönes Bitcoin-Gimmick für den Schreibtisch
  • Chance tatsächlich einen Bitcoin-Block zu finden extrem gering
  • Als Fertig-Produkt deutlich teurer als die DIY-Variante
Verwende den Code „BLOCKTRAINER“ und erhalte 5% Rabatt!