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Mt. GOX: Stehen mehr als 140.000 BTC kurz vor dem Abverkauf?

Am von Mount Gox Bitcoin

Aus einem Schreiben des Rechtsanwalts Nobuaki Kobayashi, dem ernannten Treuhänder im Sanierungsverfahren der im Jahr 2014 pleite gegangenen Bitcoin-Börse Mt. GOX, geht hervor, dass die damaligen Opfer mit insgesamt 141.686 BTC entschädigt werden könnten. Einige Beobachter fürchten einen schnellen Abverkauf dieser gewaltigen Summe, was weiteren Druck auf den Bitcoin-Kurs ausüben würde.

Der Fall Mt. Gox

Die im Jahr 2010 in Japan gegründete und zum damaligen Zeitpunkt äußerst beliebte Bitcoin Handelsplattform „Mt. GOX“ musste im Jahr 2014 Insolvenz anmelden, nachdem dem Unternehmen mehr als 850.000 BTC zu einem Zeitwert von mehr als 800 Millionen US-Dollar abhandengekommen waren. Ob durch einen Hack oder Insider-Job ist bis heute nicht vollständig geklärt, wobei die Tokioter Polizei von letzterem ausgeht. Nach deren Ermittlungen sind lediglich 7.000BTC durch externe Hacks verschwunden und der Rest durch interne Manipulation entwendet worden.

Rund 200.000 BTC konnten in der Folgezeit wiedergefunden werden und die genannten 141.686 BTC liegen bis heute beim Insolvenzverwalter. Der damalige Mt. GOX-Chef Mark Karpelès wurde daraufhin wegen Unterschlagung angeklagt. Zwar wurde er von diesen Anschuldigungen freigesprochen, aufgrund des Fälschens von Dokumenten, um die Bilanz der Börse künstlich zu verbessern wurde Karpelès jedoch von einem japanischen Gericht zu 30 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Mark Karpelés. Quelle: Twitter

Entschädigung für Opfer

Gleichwohl riss der Niedergang von Mt. GOX damals tiefe Wunden in die Bitcoin-Community, da zahlreiche Personen teils hunderte BTC verloren haben und der Kurs stürzte aufgrund des vermeintlichen Hacks von rund 800$ auf rund 500$ pro BTC ab. Die geschädigten Anleger warten bis heute auf eine Entschädigung ihrer Verluste. Diese könnte nun jedoch kurz bevorstehen.

Aufgrund des Anwaltsschreibens können sich die Geschädigten indessen, mehr als 8 Jahre später, ernsthafte Hoffnungen auf eine Entschädigung machen. In dem Schreiben vom 6. Juli bestätigt der Jurist Kobayashi, dass er derzeit dabei ist, Rückzahlungen an die damaligen Kontoinhaber vorzubereiten. Einen genauen Zeitplan gibt es jedoch noch nicht, da dieser erst in Abstimmung zwischen Treuhänder und Gericht bestimmt werden muss.

Die geschädigten Personen sollen sich nach einer Registrierung dafür entscheiden können, entweder in Bitcoin, Bitcoin Cash oder Fiat-Währung entschädigt zu werden. Neben der Rückzahlungsmethode sollen die Gläubiger auch wählen, „ob sie eine vorzeitige Pauschalrückzahlung erhalten wollen oder nicht“, heißt es in dem Dokument.

Weiterer Druck auf Bitcoin Preis?

Je nachdem wie sich ein Großteil der Opfer entscheidet, fürchten einige Markt- und Verfahrensbeobachter, dass größere Mengen an Bitcoin liquidiert werden könnten, um diejenigen auszuzahlen, die eine Rückerstattung in Fiat wünschen. Dies würde den Druck, auf den derzeit ohnehin stark angeschlagenen Bitcoin-Kurs weiter erhöhen. Angesichts der Tatsache, dass der Preis pro Bitcoin trotz des starken Rückgangs in den vergangenen Wochen noch immer mehr als 40-mal höher liegt, als zum Zeitpunkt der Insolvenz, ist ein direkter Verkauf von großen Teilen der Betroffenen nicht unwahrscheinlich.

Da, wie bereits angesprochen, allerdings noch kein Zeitplan vorliegt und auch nicht vor Jahresende oder gar im nächsten Frühjahr mit einer entsprechenden Auszahlung zu rechnen ist, könnte der Bitcoin-Kurs bis dorthin ohnehin längst wieder in anderen Bereichen liegen. Dass der Markt mittlerweile groß genug ist, um auch den Abverkauf von großen Mengen an BTC innerhalb von kürzester Zeit zu verschmerzen, wurde erst vor Kurzem deutlich demonstriert, als nach dem Kollaps des Stablecoins UST Bitcoin im Gegenwert von 4 Milliarden US-Dollar innerhalb weniger Tage veräußert wurden.


Die Opfer hätten sich damals dadurch schützen können, die BTC nicht bei der Plattform zu lagern, sondern in die eigene Verwahrung zu nehmen. Da auch heute noch immer wieder Bitcoins von Börsen verschwinden oder sich Börsenbetreiber damit aus dem Staub machen, sollte man sich, um auf Nummer sicher zu gehen, stets selbst um die Verwaltung seiner Coins kümmern. Ein ideales Handwerkszeug dafür ist die BitBox02 Hardware Wallet!

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