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Honduranische Zentralbank widerspricht Gerüchten um Bitcoin-Adoption

Am von Honduras Bitcoin

Blocktrainer.de berichtete bereits vor wenigen Tagen darüber, dass Gerüchte dazu laut wurden, dass das zentralamerikanische Land Honduras kurz davor stehe, Bitcoin zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu erklären. Mehrere News-Outlets berichteten einstimmig über nicht verifizierbare Aussagen, welche die Präsidentin des Landes angeblich gesagt haben soll. Eine der zentralen Figuren, die diese Gerüchte befeuerten, war der bekannte Bitcoin-Journalist Max Keiser. Da Keiser jedoch bereits in der Vergangenheit des Öfteren durch Missinformation und übertriebene Aussagen auffiel, war eine ordentliche Portion Skepsis auch diesmal durchaus angebracht.

Wie befürchtet respektive erwartet, handelte es sich bei den Meldungen scheinbar um „Fake News“, die nun in einer offiziellen Stellungnahme von der honduranischen Zentralbank dementiert wurden. Die Banco Central de Honduras (BCH) informierte die Öffentlichkeit darüber, dass der Bitcoin im Land noch nicht einmal reguliert sei und die Emission von gesetzlichen Zahlungsmitteln einzig und allein der Zentralbank obliegt. Außerdem sei durch den Artikel 1 des Währungsgesetzes festgelegt, dass nur die Lempira die Währungseinheit in Honduras sei, so die BCH.

Ankündigung einer CBDC

Tatsächlich scheint Honduras dem Bitcoin weitaus weniger Aufmerksamkeit zu widmen, als einer eigenen digitalen Zentralbankwährung, die anschließend als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt werden könnte.

„Wir bekräftigen, dass die BCH in Anbetracht der Bedeutung der Einführung technologischer Innovationen für das Angebot von Zahlungs- und Finanzdienstleistungen die Untersuchung und die konzeptionelle, technische und rechtliche Analyse fortsetzt, um die Durchführbarkeit der Ausgabe einer digitalen Zentralbankwährung (CBDC) zu ermitteln, die die Eigenschaft hat, als gesetzliches Zahlungsmittel im Land anerkannt zu werden und daher von der Zentralbank reguliert und unterstützt wird.“

– Banco Central de Honduras

Obwohl es sich zwar um eine offizielle Erklärung der honduranischen Zentralbank handelt, ist die Meldung keine offizielle Aussage der Landesregierung. Es liegt auf der Hand, dass die BCH angesichts des großen Einflusses auf deren eigene Machtbefugnisse einem aufkommenden Bitcoin-Keim direkt entgegenwirken möchte. Ob sich auch die Regierung oder gar die Präsidentin Xiaomara Castro noch zu den Gerüchten äußern wird, bleibt weiterhin abzuwarten.