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Goldvorkommen in Afrika entdeckt – Der Unterschied von Gold zu Bitcoin

Am von Bitcoin Gold

Nachtrag: Vermutlich liegt seitens der Pressemeldung eine Verwechslung von Tonnen und Kilogramm vor. Aus einer Tonne Erz lassen sich etwa 10g Gold gewinnen. Dies bedeutet, dass die 320.000 Tonnen tatsächlich 320.000 Kilogramm sein werden.

Im ostafrikanischen Land Uganda sind nach Angaben der Regierung enorm große Goldvorkommen entdeckt worden. In mehreren Regionen des Landes wurde Golderz mit einem geschätzten Gesamtumfang von mehr als 31 Millionen Tonnen gefunden. Solomon Muita vom Ministerium für Rohstofferschließung und Energie erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur dass geschätzt werde, dass aus diesen Vorkommen mehr als 320.000 Tonnen reines Gold gefördert werden können.

Die bis dato jemals geförderte Goldmenge beläuft sich laut des „World Gold Councils“ auf etwas mehr als 205.000 Tonnen. Sollten die Schätzungen also in etwa korrekt sein und die Meldung so stimmen, dann wurde nun etwa das 1,5-fache der aktuell auf der Erde verfügbaren Goldmenge gefunden. Warum dies ein Problem ist und was das überhaupt mit Bitcoin zu tun hat, wollen wir in diesem kurzen Beitrag erläutern. Aufgrund der riesigen Fundmenge sind wir noch nicht sicher, ob die Meldung auch wirklich der Wahrheit entspricht, aber selbst wenn nicht, ändert das an den Ausführungen und dem Vergleich nicht wirklich etwas.

Knappheit als Wertmaßstab

Die wichtigsten Eigenschaften von Gold sind seine Verwendung als Rohstoff und für die Geldanlage. Gerade das Dasein als Wertspeicher sorgt bereits seit zig Jahrhunderten für eine stetige Nachfrage nach dem Edelmetall. Allerdings wird der Goldpreis und damit seine Eigenschaft als Wertspeicher nicht nur durch die Nachfrage, sondern auch maßgeblich durch das vorhandene Angebot definiert und beeinflusst. Dass Knappheit ein Preistreiber sein kann und ein seltenes Gut mehr wert ist, als eines, welches im Überfluss vorhanden ist, ist einfachste Ökonomie und sogar für Kinder schon verständlich. Ein Liter Wasser ist beispielsweise in der trockenen Wüste, deutlich wertvoller, als in regenreichen Gebieten, wo es Wasser zuhauf gibt.

Im Zusammenhang mit Gold, aber mittlerweile auch im Hinblick auf den Bitcoin wird oft das sogenannte Stock-to-Flow-Verhältnis herangezogen, um die relative Knappheit und somit die Wertspeichereigenschaften des jeweiligen Guts zu beurteilen. Die Relation des vorhandenen Bestandes (Stock) zur jährlichen Produktion (Flow) einer Ware oder eines Rohstoffs, ist demnach ein wichtiger Faktor für dessen Wert. Je höher das Verhältnis, desto besser.

Der aktuelle weltweite Goldbestand wird, wie eingangs erwähnt auf etwa 205.000 Tonnen geschätzt und die im Jahr 2021 global geförderte Menge auf ca. 3.560 Tonnen. Setzt man diese beide Werte nun ins Verhältnis, erhält man einen Stock-to-Flow-Wert von rund 58. Im Jahr 2019 lag der Wert hingegen noch bei 62, was bedeutet, dass sich in den vergangenen Jahren die relative Knappheit von Gold verschlechtert hat. Und im Hinblick auf die aktuelle Meldung aus Uganda, könnte sich dieser in den kommenden Jahren sogar weiterhin verschlechtern.

Den Planungen der ugandischen Regierung zufolge könnte bei dem neu entdeckten Goldvorkommen eine tägliche Menge von etwa 5.000 Kilogramm des Edelmetalls gefördert werden. Zum Vergleich möchten wir nochmals auf die im Jahr 2021 geförderte Menge von 3560 Tonnen hinweisen. Diese zeigt uns, dass, auf einzelne Tage heruntergerechnet, grob 10.000 Kilogramm Gold gefördert wurden. Die 5.000 zusätzlichen Kilogramm, erhöhen die Produktionsmenge (Flow) demnach um immerhin 50%.

Wenn wir in einem Rechenbeispiel nun die etwa 1.825 zusätzlich geförderten Tonnen Gold in Summe mit dem aktuellen Flow von etwa 3.560 Tonnen/Jahr mit den dann insgesamt etwa 210.000 Tonnen Gesamtmenge ins Verhältnis setzen, erhalten wir nur noch einen Stock-to-Flow-Wert von rund 39. Und JA – uns ist natürlich bewusst, dass dies eine Milchmädchenrechnung ist, zur Verdeutlichung worauf wir hinauswollen, ist die Rechnung aber hinreichend genau. Denn was das Gedankenspiel in jedem Fall zeigt ist, dass sich die relative Knappheit von Gold durch diesen Fund massiv verschlechtert. Und auch wenn der genaue Einfluss von Bestand und Produktionsrate nicht ermittelbar ist, so ist doch klar, dass Gold global gesehen dadurch an Wert einbüßen wird.

Hinweis: Natürlich ist die relative Knappheit kein alleinstehendes Maß für den Preis eines Guts. Es sind immer auch andere Aspekte, allen voran die Nachfrageseite, zu beachten. Es ist nicht möglich, Preise mithilfe von Stock-to-Flow vorherzusagen. Für die Bestimmung des Werts hingegen ist die Betrachtung der relativen Knappheit durchaus notwendig.

Vergleich zu Bitcoin

Sehen wir uns nun den Bitcoin an, der aufgrund einiger ähnlicher Eigenschaften oft als „digitales Gold“ bezeichnet wird. Auch der Bitcoin ist aufgrund seiner relativen und im Gegensatz zu Gold auch aufgrund einer absoluten Knappheit theoretisch ein guter Wertspeicher (andere Faktoren und kurzfristige Volatilität wieder außen vor gelassen). Der aktuelle Stock-to-Flow-Wert des Bitcoins liegt bei rund 54 und damit noch unterhalb des Werts von physischem Gold. Dass das digitale Gold im Vergleich mit dem physischen Gold dennoch besser abschneidet, liegt im Wesentlichen an zwei Faktoren.

Zum einen an der Tatsache, dass bei Bitcoin im Gegensatz zu Gold sowohl das derzeitige als auch das jemals verfügbare Angebot an Einheiten bekannt ist. Zum anderen daran, dass sich die Produktionsrate neuer Bitcoins in etwa alle vier Jahre halbiert, was zur Folge hat, dass die relative Knappheit langfristig steigt.

Transparentes Angebot & absolute Knappheit

Aufgrund der transparenten Eigenschaften der Bitcoin Blockchain kann jeder Netzwerkteilnehmer (Betreiber einer sogenannten Fullnode) zu jeder Zeit das verfügbare Angebot nachprüfen. Bei Gold hingegen war nie klar und wird vermutlich niemals genau klar sein, wie groß die derzeit vorhandene Menge ist und wie groß die jemals durch Menschen geschürfte Goldmenge sein wird. Seit dem Jahr 2012 hatte man weltweit keine nennenswerten Goldvorkommen mehr gefunden, weswegen man bereits davon ausging, dass bis zum Jahr 2032 alle bekannten Fördermöglichkeiten auf der Erde erschöpft sein könnten. Langfristige Gold-Investoren sahen dies bereits als starken Preistreiber für die Zukunft. Mit dem Fund in Afrika hat sich dies jedoch schlagartig verändert.

Beim Bitcoin hingegen ist algorithmisch festgelegt und durch den (sozialen) Konsens gesichert, dass es niemals mehr als knapp 21.000.000 Einheiten geben wird. Diese absolute und verifizierbare Knappheit, macht Bitcoin langfristig zu einem besseren Wertspeicher als physisches Gold. Vijay Boyapati beschrieb dies auch in seinem Aufsatz „das bullische Plädoyer für Bitcoin“:

„Das Attribut, das Bitcoins am deutlichsten von Fiat-Währungen und Gold unterscheidet, ist seine vorgegebene Knappheit. Das System wurde so konzeptioniert, dass maximal 21 Millionen Bitcoins erstellt werden können. Dies gibt dem Besitzer von Bitcoins einen bekannten Prozentsatz des gesamten möglichen Angebots. Zum Beispiel würde ein Besitzer von 10 Bitcoins wissen, dass höchstens 2,1 Millionen Menschen auf der Erde (weniger als 0,03% der Weltbevölkerung) jemals so viele Bitcoins haben könnten wie er selbst. Gold ist zwar in der Geschichte recht knapp geblieben, aber gegen eine Erhöhung des Angebots nicht immun.“

– Vijay Boyapati

Sinkende Produktionsrate

Ein weiterer wichtiger Vorteil von Bitcoin gegenüber Gold ist die vorhersehbare und langfristig sinkende Produktionsrate neuer BTC-Einheiten. Im Quellcode des Bitcoin-Protokolls ist festgelegt, dass diese mit 50 BTC pro neu geschürftem Block (~alle 10 Minuten) begonnen hat und sich in einem Turnus von 210.000 Blöcken (entspricht ungefähr vier Jahren) halbieren soll. Daraus ergibt sich eine transparente und vordefinierte Ausschüttung neuer BTC und daraus resultierend auch die maximale Gesamtmenge von etwas weniger als 21 Millionen Stück.

Während bei Gold ein einziger Fund (aber auch technische Innovation etc.) die Produktionsrate immens erhöhen und die relative Knappheit somit signifikant senken kann, ist beim Bitcoin das genaue Gegenteil der Fall. Langfristig wird das Angebot immer begrenzter und bei gleichbleibender oder gar steigender Nachfrage führt dies somit zu steigenden Preisen und macht Bitcoin in der Theorie zu einem besseren Wertspeicher als Gold.

Bitcoin Angebot
Die Produktionsrate neuer BTC tabellarisch dargestellt

Fazit

Auch wenn der Mensch vermutlich früher oder später an die Grenzen der globalen Goldreserven kommt, zeigt der Fund in Afrika, dass es immer wieder Unsicherheitsfaktoren und Ereignisse auf der Angebotsseite geben kann (und wird), die den Wert und die Preisentwicklung von physischem Gold beeinflussen. Beim Bitcoin hingegen ist, zumindest was das Angebot betrifft, der Fahrplan recht klar, vordefiniert und transparent einsehbar. Dies verleiht dem Bitcoin Eigenschaften eines guten Wertspeichers, der langfristig immer weiter an Wert gewinnen wird. Auf der Angebotsseite ist Bitcoin also langfristig gewappnet. Sobald den Menschen bewusst wird, welchen Nutzen ein dezentrales, sicheres und nicht verwässerbares Gut, wie der Bitcoin hat, dann wird auch die Nachfrageseite nachziehen und das digitale Gold sein physisches Pendant schlussendlich als beliebtester Wertspeicher ablösen.


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