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EZB-Mitarbeiter fordern inflationsbedingt höhere Löhne. Streiks angedroht!

Am von EZB Streik

Wie die Financial Times heute berichtete befinden sich die Mitarbeiter der Europäischen Zentralbank (EZB) derzeit in Gehaltsverhandlungen, im Zuge derer sie sogar mit Streiks drohen. Die geplanten Protestaktionen werden ironischerweise damit begründet, dass die von der EZB vorgeschlagene Gehaltserhöhung um 4,07% deutlich unter dem aktuellen Inflationsniveau liege, teilte Carlos Bowles, der Vizepräsident der EZB-Gewerkschaft (International and European Public Services Organisation – IPSO), mit. Gegenüber Bloomberg sagte er:

„Wir sind mit diesem Vorschlag nicht glücklich. Mit einer Inflation, die auf das gesamte Jahr gesehen wahrscheinlich bei rund 8,5% liegt, würde dies einen enormen Kaufkraftverlust bedeuten. Wenn die Reallöhne niedriger sind, als im Vorjahr, würde dies die Moral der Mitarbeiter und ihr Vertrauen in die Institution zerstören.“

Carlos Bowles

Die Inflation in Deutschland und dem Euroraum befindet sich derzeit auf einem Niveau jenseits der 10%. Die Ironie an dieser Situation ist jedoch, dass die EZB zu einem großen Teil selbst schuld an der hohen Inflation ist. In den vergangenen Jahren hat die Zentralbank massive Geldmengen in die Märkte gepumpt, um die Wirtschaft im Zuge der Covid-Krise anzukurbeln und diese zu unterstützen. Die Maßnahmen haben zwar kurzfristig dazu beigetragen, die Wirtschaft zu stärken, haben aber auch dazu geführt, dass die Inflation massiv gestiegen ist.

Inflation in Deutschland. Quelle: Statista

Christine Lagard, die Präsidentin der EZB, warnte jedoch vor zu hohen Lohnforderungen, da diese eine gefürchtete Lohn-Preis-Spirale ankurbeln könnten. Unternehmen, die höhere Mitarbeiterausgaben haben, werden die eigenen Produkte oder Dienstleistungen teurer machen und damit die Preisinflation weiter in die Höhe treiben, so die Theorie. Bowles entgegnete ihr damit, dass immer schnellere nominelle Lohnzuwächse nicht „notwendigerweise ein Anzeichen dafür sind, dass eine Lohn-Preis-Spirale Einzug hält“.

Die IPSO wäre nach eigenen Angaben auch bereit für Kompromisse.

„Wir wollen zumindest über unsere Gehälter verhandeln, aber die EZB ist dafür nicht offen“, sagte er und fügte hinzu, dass die Institution auch nicht bereit ist, nicht-monetäre Vorschläge wie zusätzliche Urlaubstage am Jahresende zu genehmigen.
Ein EZB-Sprecher lehnte eine Stellungnahme zu den Forderungen der Gewerkschaft ab und erklärte, das Verfahren der Zentralbank folge „einer vordefinierten Methodik“ und „spiegele die Lohndynamik vergleichbarer Institutionen wider“, gelte aber für „alle Mitarbeiter“.

„Wenn ein Verhandlungsansatz zur Kompromissfindung von der EZB weiterhin abgelehnt wird, müssen wir Anfang nächsten Jahres Protestaktionen in Betracht ziehen“, erklärte der IPSO-Vize Bowles.

Bitcoin als Lösung für das Inflationsproblem?

Ein „gesundes“ Geld wie Bitcoin, das aufgrund seiner algorithmisch fix definierten Obergrenze nicht ausgeweitet werden kann, ist definitionsgemäß ein hervorragender Schutz gegen Inflation im Sinne von Geldmengenausweitung – die in aller Regel auch eine Preissteigerung nach sich zieht. Weil der Bitcoin derzeit das einzige (digitale) Gut ist, welches ein glaubhaftes Knappheitsversprechen vorweisen kann, wird dieser auch oft von seinen Befürwortern als die beste Lösung für das Inflationsproblem und expansive Geldpolitik durch zentrale Institutionen betrachtet.

Kritiker halten jedoch dagegen und erklären oft, dass es die Möglichkeit der Steuerung für ein stabiles System vorwiegend in Krisenzeiten benötige. Wie wäre man in einer Bitcoin-Welt denn mit der Corona-Krise umgegangen? Hätten Unternehmen trotz fixer Geldmenge Kredite erhalten können – angenommen, sie hätten diese trotz wiederbelebter Möglichkeit zu Sparen überhaupt gebraucht. Darüber hat Blocktrainer.de bereits vor einiger Zeit einen ausführlichen Beitrag veröffentlicht, in dem unser Redakteur Tristan die Kreditwirtschaft unter einem Bitcoin-Standard beschrieben hat.


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