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Bitcoin ETF-Zulassung: SEC signalisiert grünes Licht, berichtet FOX

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Gestern deuteten die beiden FOX Business-Journalisten Charles Gasparino und Eleanor Terrett in Bezug auf Insiderquellen an, dass die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wohl bereit ist, den ersten Spot Bitcoin-ETF bis zum 10. Januar 2024 zu genehmigen. Obwohl die SEC bisher keine offizielle Stellungnahme abgegeben hat, deuten jüngste Anzeichen darauf hin, dass die gleichzeitige Genehmigung mehrerer Anträge (inklusive der von BlackRock, Fidelity, Grayscale und Co.) am wahrscheinlichsten ist.

KURZER HINWEIS:

Die SEC hat eine, wie es heißt, seltene gemeinsame Telefonkonferenz mit potenziellen „Spot“ Bitcoin-ETF-Antragstellern abgehalten, da ihre aufmerksam überwachte Entscheidung bevorsteht, ob sie diesen grünes Licht geben soll, um Kleinanlegern Zugang zu Kryptowährungen zu gewähren. Fox Business berichtete gestern, dass die Entscheidung bis zum 10. Januar fallen wird. Die Geschichte nimmt weiter Fahrt auf.

Charles Gasparino, FOX Business

Wenn genehmigt, würde diese Zulassung sowohl Kleinanlegern, aber insbesondere großen institutionellen Investoren eine einfache und relativ kostengünstige Möglichkeit bieten, sich mit Bitcoin die weltweit größte und bedeutendste Kryptowährung in das eigene Portfolio zu holen. Vor allem für die letztgenannten ist die Genehmigung eines Spot Bitcoin-ETF besonders wichtig, da es damit möglich würde, auf regulierten Plattformen wie der NYSE und Nasdaq zu handeln, anstatt auf relativ unregulierten Krypto-Börsen.

Besondere Anforderung der SEC

Wie Blocktrainer.de bereits berichtete, gibt es zwischen den Antragstellern und der Regulierungsbehörde derzeit noch einige Differenzen bezüglich der Abwicklungsmethodik. Während das Gros der Antragsteller die sogenannte „In-Kind“-Methode im Creation/Redemption-Prozess bevorzugt, besteht die SEC auf der „In-Cash“-Methode. Dies bestätigte nun auch Eleanor Terrett in Bezug auf den Post von ihrem Kollegen Gasparino beim Kurznachrichtendienst 𝕏.

WEITERER HINWEIS:

Aus Quellen, die an der Telefonkonferenz teilgenommen haben, weiß ich, dass es darum ging, sicherzustellen, dass alle Unternehmen Cash-Creations durchführen. Die SEC hat die Emittenten aufgefordert, alle Hinweise auf In-Kind-Rücknahmen aus ihren Unterlagen zu entfernen.

Eleanor Terrett, FOX Business

Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei „In-Kind“ tatsächlich Bitcoin verwendet werden, um auf dem Primärmarkt ETF-Anteile zu erwerben. „In-Cash“ bedeutet, wie der Name schon sagt, dass die BTC zunächst gegen Fiatgeld getauscht werden, um schließlich damit die Transaktion zu vollziehen.

Vor- und Nachteile bei „In-Cash“

Diese besondere Anforderung der SEC führt jedoch zu einer einzigartigen Nuance im Genehmigungsprozess. Wenn die SEC darauf besteht, dass Fiatgeld statt Bitcoin verwendet wird, um Anteile zu erwerben, respektive zu verkaufen, würde laut FOX Buisness auch der steuerliche Vorteil von „in-kind“-Käufen effektiv eliminiert. Diese Direktive hat einige Antragsteller, darunter BlackRock und Grayscale, dazu veranlasst, einen hybriden Ansatz zu befürworten, der sowohl sogenannte In-Kind- als auch In-Cash Käufe umfasst, um eine effizientere Marktstruktur zu fördern.

Wertpapieranwälte sagen, dass ein weiterer Nachteil der Cash Creation darin besteht, dass die Anleger eines wichtigen Steuervorteils beraubt würden; „In-kind“ Käufe sind kein steuerpflichtiges Ereignis, aber der Verkauf von Bitcoin gegen Cash vor dem ETF-Kauf wäre es.

FOX Business

Die Präferenz der SEC für In-Cash-Transaktionen wird auf Einschränkungen zurückgeführt, die Brokern auferlegt werden, um sie daran zu hindern, direkt am Spot Bitcoin-Handel teilzunehmen. Es wird spekuliert, dass die Bedenken der SEC hinsichtlich eines möglichen Missbrauchs von Bitcoin, einschließlich Aktivitäten wie Geldwäsche und Marktmanipulation, hinter dieser restriktiven Maßnahme stehen.

Die Cash Creation verlagert die Last des Bitcoin-Handels im Wesentlichen von den professionellen Handelsunternehmen auf die autorisierten Teilnehmer (APs) wie Morgan Stanley und Goldman Sachs“, sagte Dave Weisberger, Co-CEO von CoinRoutes. „Das bedeutet weniger Wettbewerb zwischen den Emittenten und die Leistung wird darauf basieren, welcher Emittent die besseren Ressourcen und Handelsstrategien hat.“

Weisberger sagt, die SEC bestehe auf einer Rückzahlung in bar statt in [Bitcoin], weil die Behörde derzeit Broker-Dealern wie Robinhood und Fidelity nicht erlaubt, direkt mit Bitcoin zu handeln.

Es ist nicht sofort klar, warum die Behörde weiterhin Brokern den Spot-Bitcoin-Handel verwehrt, aber Weisberger glaubt, dass es viel mit den politischen Spannungen im Zusammenhang mit digitalen Vermögenswerten von Kongressmitgliedern zu tun hat. Eine Erklärung von Personen, die sich mit der SEC treffen, ist, dass die Kommission über die Verwendung von Bitcoin für Geldwäsche, Marktmanipulation und andere illegale Zwecke besorgt ist.

FOX Business

Die obige Aussage von FOX Business, ist leider durch eine Missinterpretation der Aussagen von Dave Weisberger entstanden. Denn tatsächlich ist genau das Gegenteil der Fall. Durch die In-Cash-Methode wären insbesondere die Fonds im Vorteil, die gute Trader und gute Connections haben. Auch Arthur Hayes, einer der CO-Founder von BitMex fasste die Situation sowie die Vor- und Nachteile in einem kurzen Post bei 𝕏 zusammen:

#BitcoinETFs – Cash oder In-kind-Erstellung – was ist wichtig?

In-kind ist einfacher und sauberer für den Fonds, da der Fonds den Handel mit $BTC nicht steuern muss, aber es bedeutet, dass $BTC von überall her bezogen werden können.

Cash ist komplizierter, aber es gibt dem Fonds große Macht. Die Handelsabteilung des Fonds wird große Macht haben, um die großen Handelsströme von $BTC zu steuern. Angesichts des politischen Zeitgeistes „Made in America“ kann man darauf wetten, dass nur mit der Politik verbundene Broker und Börsen als Gegenparteien für den Kauf von $BTC für den Fonds eingesetzt werden.

Es wird interessant sein, zu beobachten, wie sich die Mikrostruktur des Marktes verändert, falls überhaupt. Wird sich die Preisfindung von Ost nach West verlagern? Wird die wichtigste Zeit für den Handel Mo-Fr um 16 Uhr EDT sein, wenn das Creation/Redemption Fenster geschlossen wird?

Dies wird denjenigen, die sowohl an amerikanischen als auch an nicht-amerikanischen $BTC-Börsen handeln können, saftige Arbitragemöglichkeiten eröffnen.

Arthur Hayes, BitMex

Ausblick

Trotz der bevorzugten „In-Kind“-Methode für Bitcoin-ETFs, die eine direktere und kosteneffizientere Handhabung von Bitcoin-Transaktionen ermöglichen würde, scheint die Finanzwelt bereit zu sein, sich an die „In-Cash“-Anforderungen der SEC anzupassen. Obwohl diese Methode zusätzliche Schritte und potenziell höhere Kosten mit sich bringt, ist sie nicht unbedingt ein Hindernis für die Einführung und den Erfolg von Bitcoin-ETFs. Man darf demnach weiterhin gespannt sein, was der kommende Januar bringen wird. Behalten die Experten mit ihren Prognosen und Aussagen zu einer Genehmigung recht? Die Chancen dafür stehen so hoch wie nie.