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Große Kryptobörse unter Druck – SEC ermittelt gegen Binance

Am von Binance unter Druck

Die Kryptobörse Binance steht bereits seit einiger Zeit unter Beobachtung zahlreicher Finanzaufsichtsbehörden in verschiedenen Ländern. Einer der Gründe dafür ist die Tatsache, dass sich seitens Binance beispielsweise lange Zeit nicht an geltende Geldwäsche-Richtlinien gehalten wurde. Auch konnte das Unternehmen einige nötige Lizenzen nicht nachweisen – und kann dies teilweise bis heute nicht. Nun steht Binance zum einen unter Geldwäscheverdacht in Höhe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar. Ferner ermittelt die US-amerikanische Securities and Exchange Commission (SEC) gegen den von Binance herausgegebenen Token BNB, da es sich bei diesem um ein unregistriertes Wertpapier handeln könnte. Der Druck auf das Unternehmen wächst.

SEC untersucht BNB

Das Nachrichtenportal Bloomberg berichtete am gesterigen Montag, dass die weltweit größte Aufsichtsbehörde SEC Ermittlungen gegen die Binance Holdings Ltd. anstellt, um zu prüfen, ob diese in den USA gegen geltende Wertpapiervorschriften verstoßen hat. Die Emission des plattformeigenen BNB-Tokens im Jahr 2017 könnte laut Ansicht der Regulatoren einen Verkaufsvorgang eines unregistrierten Wertpapiers dargestellt haben. Aus diesem Grund werden die SEC-Verantwortlichen nun die Ursprünge des Unternehmens und des Tokens genauer unter die Lupe nehmen und prüfen, ob damals eine behördliche Registrierung für das Initial Coin Offering (ICO) des BNB notwendig gewesen wäre.

Binance selbst will sich zu den Vorwürfen bisher nicht äußern. In einer Stellungnahme erklärte das Unternehmen, dass es nicht angebracht wäre, laufende Gespräche mit der SEC zu kommentieren. Sie versicherten jedoch, dass sie „weiterhin alle Anforderungen der Aufsichtsbehörden erfüllen werden“.

Mit einem raschen Ergebnis der Untersuchung ist laut Expertenmeinungen jedoch nicht zu rechnen. Diese wird vermutlich mehrere Monate dauern und könnte bei der Feststellung, dass es sich beim BNB-Token tatsächlich um wein Wertpapier (en. Security) handelt, in einem langen Gerichtsstreit enden.

Geldwäscheverdacht

Die Untersuchungen der SEC sind derzeit nicht die einzige Front, an der das Unternehmen zu kämpfen hat. In einem Bericht von der Nachrichtenagentur Reuters wird Binance vorgeworfen, zwischen den Jahren 2017 und 2022 als Geldwäsche-Marktplatz für Hacker, Betrüger und Drogenhändler fungiert zu haben. Insgesamt soll es sich um eine Summe von rund 2,5 Milliarden US-Dollar gehandelt haben. Allein im Jahr 2019 hat das Unternehmen mehr als 770 Millionen US-Dollar an illegalen Geldern erhalten, so Reuters.

Binance selbst widersprach diesen Vermutungen vehement und warf dem verantwortlichen Journalisten vor, Daten falsch ausgewertet und interpretiert zu haben.

„Kürzlich meldete sich ein Journalist und behauptete, Beweise dafür zu haben, dass Binance zwischen 2017 und 2022 die Geldwäsche von rund 2,5 Milliarden Dollar ermöglicht habe.

Es ist jedoch klar, dass dieser Journalist weder die Daten noch die Funktionsweise von Blockchain versteht.“

– Binance

Das Team der Börse merkte außerdem an, dass Kryptotransaktionen, entgegen der weitverbreiteten Meinung, ohnehin kein Paradies für Geldwäscher seien. Die Verantwortlichen wiesen auf einen Report von Chainalysis hin, laut dem lediglich 0,15% aller Krypto-Transaktionen in Verbindung mit illegalen Aktivitäten stehen.

Weitere Ermittlungen

Seitens der SEC ist die Untersuchung des BNB-Tokens ebenfalls nicht die einzige Ermittlung, die gegen das Unternehmen Binance geführt wird. Wie aus einer Meldung des Wall Street Journal hervorgeht, prüft die SEC auch den US-amerikanischen Zweig der Börse, um sicherzustellen, dass er sich angemessen von seinem global agierenden Gegenstück unterscheidet. Die Binance Verantwortlichen wurde von den Regulatoren dazu gebracht, mit dem Unternehmen Binance.US eine Entität zu schaffen, die Geschäfte mit US-amerikanischen Bürgern machen darf und sich dort an geltendes Recht halten muss. Ob die Vorschriften und Regularien entsprechend eingehalten werden, ist Gegenstand der Ermittlungen. Auch die US-amerikanische Steuerbehörde, das Justizministerium, die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) und Aufsichtsbehörden in anderen Ländern haben bereits Untersuchungen eingeleitet.

Binance steht derzeit wirklich von vielen Seiten unter Beschuss und die Rechtsabteilung des Unternehmens wird in den kommenden Monaten wohl viel zu tun haben. Es drohen hohe Strafen und im schlimmsten Fall sogar Handelsverbote in zahlreichen Ländern, allen voran den USA.


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