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US-Finanzministerium und Steuerbehörde gewähren Aufschub für Krypto-Reporting!

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Das US-Finanzministerium und der Internal Revenue Service (IRS) haben gestern eine wichtige Ankündigung gemacht, die für die Krypto-Industrie von relativ großer Bedeutung ist. In einer Pressemitteilung verkündeten die Behörden, dass Unternehmen Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten, selbst wenn diese einen Gegenwert von 10.000 US-Dollar überschreiten, vorerst nicht melden müssen, bis die entsprechenden Vorschriften erlassen werden. Diese Entscheidung folgte auf die Änderungen im Rahmen des Infrastructure Investment and Jobs Act von 2021(IIJA).

Berichtspflichten gemäß IIJA

Laut Abschnitt 6050I(a) des IIJA müssen Personen, die in einem Handel oder Geschäft tätig sind und im Rahmen dieses Handels oder Geschäfts Bargeld im Wert von über 10.000 US-Dollar in einer Transaktion (oder in zwei oder mehr zusammenhängenden Transaktionen) erhalten, eine Informationsmeldung über den Erhalt von Bargeld einreichen. Diese Meldung muss innerhalb von 15 Tagen nach Erhalt des Bargelds erfolgen.

Einbeziehung digitaler Vermögenswerte in die Definition von Bargeld

Der Abschnitt 80603(b)(3) des Infrastructure Act erweiterte die Definition von „Bargeld“ allerdings um digitale Vermögenswerte. Diese Änderungen sollten für Meldungen gelten, die nach dem 31. Dezember 2023 eingereicht werden. Das Finanzministerium und der IRS veröffentlichten am 29. August 2023 einen Entwurf für diese vorgeschlagenen Vorschriften, die digitale Vermögenswerte zu Bargeld erklären. Diese vorgeschlagenen Vorschriften sind jedoch noch nicht (end)gültig.

Übergangsrichtlinien und ihre Auswirkungen

Die gestrige Ankündigung des Finanzministeriums und der Steuerbehörde IRS bietet eine Übergangsrichtlinie, während an der Implementierung der neuen Bestimmungen gearbeitet wird. Dies bedeutet, dass die spezifische Vorschrift, die digitale Vermögenswerte wie z.B. Bitcoin als Bargeld betrachtet, erst in Kraft tritt, nachdem die entsprechenden Vorschriften erlassen wurden.

Das Finanzministerium und der Internal Revenue Service (IRS) haben heute eine Bekanntmachung veröffentlicht, in der sie Unternehmen darüber informieren, dass sie den Erhalt von digitalen Vermögenswerten nicht auf die gleiche Weise melden müssen wie den Erhalt von Bargeld, bis das Finanzministerium und der IRS entsprechende Vorschriften erlassen.

Auszug aus der Pressemitteilung

Bedeutung für die Krypto-Industrie

Diese Entwicklung bietet für die Krypto-Industrie eine vorübergehende Erleichterung von den potenziell belastenden Berichtspflichten, die mit der Klassifizierung digitaler Vermögenswerte als Bargeld einhergehen würden. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie die endgültigen Vorschriften aussehen und wie sie die Landschaft der digitalen Vermögenswerte beeinflussen werden.

Die Ankündigung ist ein wichtiger Schritt für die Krypto-Industrie, da sie eine Atempause bietet, während die Branche auf die endgültigen Vorschriften wartet. Außerdem bietet der Aufschub Lobby-Gruppen Zeit, um gegebenenfalls proaktiv auf die neuen Regularien und die Gesetzgebung einzuwirken.