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Stabilisierung des Stromnetzes: Kältewelle in Texas führt zu Hashrate-Rückgang bei Bitcoin

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Laut mempool.space wurde am 12. Januar ein neues Allzeithoch bei der Hashrate des Bitcoin-Netzwerks verzeichnet: 630 EH/s (durchschnittlich 534 EH/s). Vom 14. bis 16. Januar ist die Hashrate dann von 576 auf 413 EH/s, d.h. knapp 30 Prozent zurückgegangen. Grund dafür ist eine Kältewelle im US-Bundesstaat Texas.

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Hashrate; Quelle: mempool.space

Stromknappheit in Texas

Aufgrund der massiven Kältewelle hat die texanische Regierung die Einwohner und Unternehmen in Texas gebeten, Stromkapazitäten zum Heizen zu schaffen und somit der Stromknappheit entgegenzuwirken. Eine wichtige Rolle bei der Schaffung von Stromkapazitäten spielen die Bitcoin-Mining-Unternehmen, die sich seit dem allgemeinen Verbot von Bitcoin in China im Jahr 2021 vermehrt in Texas angesiedelt haben. Die Mining-Unternehmen in Texas sind momentan für circa 13 Prozent der globalen Hashrate verantwortlich. Sie gelten (nicht nur in Texas) als flexible Stromabnehmer, die das Stromnetz und die Strompreise stabilisieren können. Dies wurde bereits in einer Studie der größten Universität der USA, der Texas A&M, bestätigt – Blocktrainer.de berichtete

In Zeiten von Stromüberschuss können die Mining-Unternehmen den Betrieb schnell hochfahren und den Überschussstrom abnehmen, während sie bei Stromengpässen den Betrieb sofort herunterfahren können. Aus diesem Grund sind die Mining-Unternehmen auch bei dem Demand-Response-Programm des texanischen Stromnetzbetreibers ERCOT (Electric Reliability Council of Texas) involviert. Dabei werden den Bitcoin-Minern finanzielle Anreize geboten, um in Zeiten hoher Nachfrage ihren Energieverbrauch zu reduzieren. So drosselte beispielsweise das Unternehmen Riot Platforms im August 2023 seinen Energieverbrauch während einer Hitzewelle und erhielt dafür circa 32 Millionen US-Dollar an Energiegutschriften von ERCOT – mehr als das Dreifache des Wertes der in diesem Monat von dem Unternehmen geschürften Bitcoin.

Die aktuelle Nachfragereduktion der Mining-Unternehmen ist diesmal nicht auf extrem hohe, sondern extrem niedrige Temperaturen zurückzuführen. Der Strom wurde diesmal nicht für kühlende Klimaanlagen, sondern für Heizsysteme benötigt. Unter anderem durch die Drosselung des Mining-Betriebs wurde dieses Bedürfnis erfüllt. 

Rückgang der Hashrate

Das Abschalten der texanischen ASICs führte von Sonntag bis Dienstag schließlich auch zu einem Rückgang der Hashrate um mehr als 130 EH/s. Dies entspricht mehr als vier Gigawatt an Stromkapazitäten oder mehr als 1,3 Millionen S19j Pro Miner mit 100 Th/s.

Laut TheMinerMag waren die zwei größten Pools, die mehr als die Hälfte der globalen Hashrate liefern, am meisten von dem Hashrate-Rückgang betroffen. Es handelt sich dabei um den Foundry USA Pool und den Antpool. Im September 2023 stammte mehr als ein Viertel der Hashrate des Foundry USA Pools aus Anlagen in Texas. Deshalb dürfte es nicht verwundern, dass während der Drosselungsmaßnahmen vom letzten Sonntag bis Dienstag die Hashrate dieses Pools um 75 EH/s (von 155 auf 80 EH/s) zurückging. Beim Antpool, dem zweitgrößten Pool nach Foundry USA, ging die Hashrate in dem Zeitraum rund 30 EH/s zurück. Somit gehen mehr als 65 Prozent des Rückgangs auf das Konto der zwei größten Mining-Pools.

Fazit

Der Kälteeinbruch in Texas ist ein weiteres Beispiel für die gelungene Integration von Bitcoin-Mining-Unternehmen in den Energiehaushalt einer Region. Damit die texanischen Haushalte heizen konnten, fuhren die Mining-Unternehmen ihren Betrieb herunter, was letztlich erneut beweist, dass die Nachfragereduktion zur Stabilisierung des Stromnetzes gut funktioniert und sinnvoll ist. Während das texanische Stromnetz in der Vergangenheit oft sehr anfällig war und den Überlastungen nicht standgehalten hat, hat es die Kältewelle diesmal gut überstanden, wofür sich ERCOT in einer Mitteilung bedankte:

Der Aufruf zum Stromsparen endete um 9 Uhr morgens. Vielen Dank an die Einwohner und Unternehmen von Texas. Ihre Sparbemühungen haben uns zusammen mit zusätzlichen Instrumenten zur Erhöhung der Netzzuverlässigkeit geholfen, die rekordverdächtigen Spitzenlastzeiten heute und gestern Morgen zu bewältigen. […]

Stellungnahme von ERCOT

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