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Ray Dalio: “Bitcoin ist eine großartige Erfindung”

Ray Dalio on China: 'This ain't your grandfather's communism' | Fox Business
Quelle: https://images.app.goo.gl/TGJasRQkQc1shqdn8

In einem Blogpost mit dem Titel “Was ich über Bitcoin denke” äußerte sich Bridgewater CEO und Investmentlegende Ray Dalio über Bitcoin, dessen Entwicklung und bezeichnete Bitcoin als “großartige Erfindung”. Er formulierte seine Gedanken und schilderte auch wo er bislang Verständnisprobleme hat und bat um Hilfe von Experten zur Schließung dieser Wissenslücken.

Zu Beginn seines Blogposts stellt er direkt klar: Ich glaube, dass Bitcoin eine verdammt großartige Erfindung ist. Eine neue Art von Geld durch ein System zu erschaffen, das in einen Computer programmiert ist und das seit etwa zehn Jahren funktioniert und schnell an Popularität gewinnt, sowohl als eine Art von Geld als auch als ein Wertspeicher, ist eine erstaunliche Errungenschaft.”

Dalio erklärt weiterhin, dass die Leute, die ein derartiges System aufgebaut haben und seit Jahren zu dessen Erfolg beitragen einen fabelhaften Job machen. Er zieht sogar Parallelen zur italienischen Familie Medici, die um 1350 das kreditbasierte Geldsystem erschaffen hat und dadurch zu den reichsten Menschen ihrer Zeit wurden. Es klang etwas danach, als wollte er sagen: “Wer so viel Herzblut in ein derartiges Projekt steckt und ihm damit zum Erfolg verhilft, hat es verdient auch finanziell davon zu profitieren.

Der Star-Investor, der sicherlich ein tiefes Verständnis für die monetären Aspekte bei Bitcoin hat, schilderte jedoch auch, dass er einige Dinge an Bitcoin noch nicht ganz versteht. Er könne noch nicht nachvollziehen, was Bitcoin so besonders macht, dass viele Menschen der Meinung sind, es könne nicht ersetzt werden. Er nennt in diesem Zusammenhang sogar die Tatsache, dass es ein begrenztes Angebot gibt, aber schafft es leider noch nicht nachzuvollziehen, warum Bitcoin echte digitale Knappheit schafft und zusätzliche, vermeintlich fortschrittlichere Altcoins, dieses begrenzte Angebot nicht verwässern. Er konnte bislang den Unterschied zwischen Bitcoin und seinen Konkurrenten noch nicht erkennen. Bisher kam er leider noch nicht selbst auf eine zufriedenstellende Antwort, weswegen er um Hilfe bat.

“Wenn z.B. Blackberrys nur begrenzt verfügbar wären, wären sie immer noch nicht viel wert, weil sie durch fortschrittlichere Konkurrenten ersetzt würden. Ich weiß immer noch keine Antwort darauf, warum das kein Risiko ist, aber ich würde es begrüßen, wenn meine Naivität von jemandem korrigiert wird.”

Weiterhin hat er Schwierigkeiten damit, zu verstehen, warum Bitcoin quasi “unhackbar” ist. Er schreibt, dass er aus seinem technischen Verständnis heraus nicht wirklich begreifen kann, wie etwas, das digital ist, auch wirklich nicht hackbar sein soll – allerdings wieder mit der Bitte darum, korrigiert zu werden.

“Obwohl ich weiß, dass Bitcoin über “Cold Storage” offline gehalten werden kann, bin ich der Meinung, dass es schwierig ist und dass nur sehr wenige Leute es tatsächlich tun. Also, im Großen und Ganzen ist mein Verständnis, dass Bitcoin, weil es digital und online ist, nicht zu meiner Zufriedenheit gegen Cyber-Risiken geschützt ist. Ich freue mich darauf, korrigiert zu werden.”

Anschließend brachte er die Banken und Regierungen ins Spiel. Auch an dieser Front sieht Ray Dalio Risiken für Bitcoin und andere Kryptowährungen. Er schreibt sogar, dass die größte Gefahr für Bitcoin, dessen Erfolg sein könnte.

“Ich befürchte, dass Bitcoins Erfolg sein größtes Risiko sein wird, denn wenn es Erfolg hat, werden die Regierungen versuchen es zu zerstören. Und sie haben viel Macht.”

Zum Abschluss seines Beitrags sinnierte er noch über Bitcoin aus Investorensicht. Hier hat er schließlich seine Stärken.
Er schreibt, dass er Bitcoin als “goldähnliche Anlageklasse” sieht und deshalb Angestellte seiner Firma Bridgewater darum gebeten hat einige Berechnungen anzustellen, was passieren würde, wenn 10% … 20% oder 50% der privaten Goldbestände in BTC umgeschichtet würden. Auch andere Szenarien lies er sie untersuchen und den Bericht dazu hat er direkt unter seinem Beitrag veröffentlicht. Die Schlüsse, die er aus dem Bericht zog, war ähnlich zu dem, was wir von Blocktrainer.de und viele andere auch gerne raten: “Investiere nicht mehr als du gewillt bist zu verlieren”.

“Deshalb sieht Bitcoin für mich wie eine Option mit langer Laufzeit auf eine höchst unbekannte Zukunft aus, in die ich einen Geldbetrag investieren könnte, bei dem es mir nichts ausmachen würde, etwa 80% davon zu verlieren. So sieht Bitcoin für mich als Nicht-Experten aus. Ich bin begierig darauf, korrigiert zu werden und mehr zu lernen. Denn glauben Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich und meine Kollegen bei Bridgewater uns sehr intensiv mit alternativen Vermögenswerten beschäftigen.”

Ray Dalio

Was hältst du von Ray’s Aussagen? Denkst du er hat bereits in BTC investiert? Diskutiere mit uns gerne im Blocktrainer-Forum