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„Money for Future“ ohne Bitcoin? Ohne uns!

Am von

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Gastbeitrag: Bei dem folgenden Artikel handelt es sich um einen Gastbeitrag von Philipp von BITCOIN4GOOD und der Berliner Bitcoin Community. Am vergangenen Wochenende fand in der deutschen Hauptstadt das MONEY FOR FUTURE FESTIVAL statt und Philipp beschreibt im Folgenden seine Erlebnisse vor Ort.

Die Geschichte beginnt eigentlich im September 2023, als BITCOIN4GOOD proaktiv von der Veranstalterin des MONEY FOR FUTURE FESTIVALS kontaktiert wurde, um gemeinsam zu erörtern, ob Bitcoin ein Thema auf der Veranstaltung sein kann. Das “erste Festival zu Nachhaltigkeit, Geld und Wirtschaft” hat sich vorgenommen, „Akteur:innen der nachhaltigen Wirtschaftswelt, ambitionierte NGOs, Politik und Fridays for Future” zusammenzubringen, um gemeinsam darüber zu sprechen, wie das Geld der Zukunft aussehen kann. Die perfekte Gelegenheit, um auch über Bitcoin zu sprechen, right?…Right? 

Nachdem die Veranstalter weitere Gespräche mit Rachel Geyer (Terahash) und Harald Rauter (Bitcoiner und Klima-Impact-Investor) geführt haben, signalisierte man uns zunächst, dass ein Panel oder Vortrag über Bitcoin auf dem Festival willkommen sei. Dementgegen erhielten wir einige Wochen später leider eine Absage, mit der Begründung, dass das Thema Bitcoin zu komplex sei, um es den Besuchern in einem 30-60 Minuten Slot zu erklären. Man möchte dem Thema im nächsten Jahr mehr Zeit einräumen.

Ein Blick auf die zu dem Zeitpunkt veröffentlichte Rednerliste erweckte bei uns jedoch den Eindruck, dass es hier nicht um die Komplexität ging, sondern dass Bitcoin aus ideologischen Gründen kein Platz eingeräumt werden sollte. Neben der finanzpolitischen Sprecherin der Grünen waren u.a. auch Fridays for Future und Verfechter der MMT-Theorie, Maurice Höfgen, eingeladen zu debattieren. Aber Bitcoin sollte dort keinen Platz bekommen? Nicht mit uns!

Getreu dem Motto “Plebs together strong”(extra Shoutout an das Community-Mitglied Weezel!) hat sich schnell eine kleine Gruppe eingefunden, um ein Zeichen gegen das eher einseitige Programm des Money for Future Festivals zu setzen. Wenn schon nicht auf der Bühne, nutzen wir eben die “Hintertür” und mieten einen kleinen Stand auf der Ausstellerfläche. Da die Veranstaltung unter dem Thema Nachhaltigkeit stand, haben wir uns dazu entschlossen, Bitcoin durch eine ESG-Linse darzustellen und aus den drei Nachhaltigkeitsdimensionen Umwelt, Soziales und Governance zu betrachten. Darüber hinaus wollten wir Bitcoin auch greifbar und erlebbar machen. Dank des großartigen Engagements aus der Community ist uns das – ohne in Selbstlob verfallen zu wollen – mehr als gelungen.

Am Bitcoin-Stand war immer eine Menge los.

Am vergangenen Sonntag, dem 21. Januar war es dann so weit und die ersten Plebs haben sich pünktlich um 8 Uhr am Festsaal Kreuzberg getroffen, um mit dem Aufbau zu beginnen. Der Boden des Festsaals klebte noch und das Afrob Konzert vom Vorabend hing bei unserer Ankunft noch in der Luft. Schnell wurde deutlich, dass wir nicht nur den größten Stand gebucht haben – sondern auch der Einzige waren, der, abgesehen von einem einsamen Flyer auf einem Tisch, auch wirklich etwas zu zeigen hatte. Pünktlich um 10 Uhr war der Aufbau abgeschlossen und kurz nach der Eröffnung wurde auch deutlich, dass wir das meiste Publikum an unserem Stand haben sollten – ein Bild, das sich über den Tag auch nicht mehr änderte.

Um Bitcoin wie geplant aus einer ESG-Brille zu betrachten und mit den Menschen vor Ort ins Gespräch zu kommen, haben wir auf einem großen Screen eine selbsterklärende Präsentation laufen lassen, die super als Gesprächsöffner funktioniert hat. Neben einem Heater von 21Energy, an dem die Besucher buchstäblich Hand anlegten, da es tatsächlich recht kalt in der Halle war, haben wir auch den legendären “Attack on Mars”- Lightning-Flipper der Zitadelle Uckermark am Stand gehabt. Darüber hinaus haben wir Tippcards mit je 1000 Sats an die Besucher verteilt. Nicht selten kam nach dem Einlösen die Reaktion: “Einfach so, ohne Anmeldung?“ Genutzt werden konnten die frisch erhaltenen Sats natürlich auch – entweder in Form einer Spende oder wer sich lieber selbst etwas Gutes tun wollte, hatte die Chance für nur 950 Sats am LN-Beer Tap ein frisches Weizen vom Fass zu zapfen. Natürlich lagen neben Büchern auch reichlich Infomaterialien und Sticker aus, die sich die Besucher mitnehmen konnten. 

Bier mit Bitcoin bezahlen!
Ein Flipper-Automat der mit BTC funktioniert!

Das wichtigste Element am Stand waren jedoch die Plebs, die dem dezentralen Netzwerk ein Gesicht gegeben haben, die viele gute und zum Teil lange Gespräche mit den Besuchern geführt haben, die jede noch so banal wirkende Frage freundlich beantwortet haben und die auch beim hundertsten altbekannten Vorbehalt die Ruhe bewahrt und das Lächeln nicht aus dem Gesicht verloren haben. Natürlich hat nicht jeder, der unseren Stand besucht hat, diesen auch als Bitcoiner verlassen – aber das war auch gar nicht das Ziel. Das Ziel war es, aus der eigenen Bubble rauszugehen und eine Brücke zu bauen in eine Community, die Bitcoin bisher eher kritisch und ablehnend gegenübersteht. Was auch jeder Besucher, andere Aussteller oder Veranstalter individuell von unserem Stand für sich mitgenommen haben mag, allen dürfte aufgefallen sein, wie begeisterungsfähig, engagiert und optimistisch die Bitcoin Community in die Zukunft blickt.

Zu einem Zusammentreffen mit Maurice kam es leider nicht. Er hat seine Teilnahme an der Veranstaltung leider abgesagt. Vertreten wurde die MMT stattdessen durch Dr. Dirk Ehnts, der in großer Runde wenig kritische Fragen bekam, sich jedoch in einem anschließenden privaten Gespräch Bitcoin gegenüber durchaus offen zeigte. Ob Bitcoin nächstes Jahr auf die Bühne darf, bleibt abzuwarten. Wir haben auf der Ausstellerfläche unser Bestes dafür gegeben und sind gespannt, ob die Organisatoren ihr Wort halten und dem Thema Bitcoin im nächsten Jahr mehr Zeit einräumen – wir werden sie rechtzeitig daran erinnern 😉 .


Wer die Aktion von BITCOIN4GOOD in Zusammenarbeit mit der Berliner Bitcoin Community nachträglich unterstützen möchte, hat → HIER ← die Gelegenheit V4V zu senden – Alle eingehenden Sats fließen in zukünftige Aktionen.