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Aktueller Bericht: MicroStrategy – das erste „Bitcoin-Entwicklungsunternehmen“?!

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Das US-Unternehmen MicroStrategy, hat vorgestern seine Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2023 veröffentlicht und dabei auch seine künftige Rolle in der Entwicklung von Bitcoin hervorgehoben. Trotz schwächerer operativer Ergebnisse hat das Softwareunternehmen seine Position als größter öffentlich gehandelter Bitcoin-Inhaber weiter ausgebaut. Michael Saylor, der Gründer und Präsident des Unternehmens, gab in diesem Rahmen bekannt, dass man künftig Wert für die Anteilseigner schaffen möchte, indem man Anwendungen baut, die Wert aus dem Bitcoin-Netzwerk ziehen und dieses weiter stärken.

Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um das Bitcoin-Netzwerk wachsen zu lassen. Wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um mehr #BTC zu erlangen. […] Wir können Software entwickeln […] und auch damit weitermachen, Bitcoin-Entwicklung zu leisten, Anwendungen zu bauen, die Wert aus dem Bitcoin-Netzwerk erschaffen. Sowohl bei der Arbeit im Hauptnetzwerk oder mit L2-Protokollen, wie dem Lightning-Protokoll.

Michael Saylor

Die Quartalsergebnisse

MicroStrategy verzeichnete Gesamteinnahmen aus dem operativen Geschäft in Höhe von 124,5 Millionen US-Dollar, was einem Rückgang von 6% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Trotz des Rückgangs im Gesamtumsatz stiegen die Einnahmen aus Abonnementdiensten im Jahresvergleich um 23% auf 21,5 Millionen US-Dollar. Insgesamt gingen die Einnahmen aus dem Lizenz- und Abogeschäft jedoch um 11,4% zurück.

Der Bruttogewinn für das vierte Quartal belief sich auf 96,3 Millionen US-Dollar, was einer Bruttomarge von 77,3% entspricht, im Vergleich zu 105,8 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Die Betriebsausgaben verringerten sich um 53,6% auf 139,0 Millionen US-Dollar. Der Betriebsverlust betrug 42,8 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem Verlust von 193,7 Millionen US-Dollar im Vorjahr. Der Nettogewinn lag bei 89,1 Millionen US-Dollar, oder 4,96 US-Dollar pro Aktie, im Vergleich zu einem Nettoverlust von 249,7 Millionen US-Dollar im Vorjahr.

Ausbau der Bitcoin-Holdings

Interessant sind die weiteren massiven Investitionen in Bitcoin: MicroStrategy erwarb seit Ende des dritten Quartals 31.755 BTC für 1,25 Milliarden US-Dollar, was deren Gesamtbestand auf 190.000 Bitcoin erhöht. Diese wurden zu einem Gesamtpreis von 5,93 Milliarden US-Dollar oder durchschnittlich 31.224 US-Dollar pro Bitcoin erworben.

MicroStrategy als Bitcoin-Entwicklungsunternehmen

MicroStrategy bezeichnet sich in der Präsentation zum Quartalsbericht selbst als das „weltweit erste Bitcoin-Entwicklungsunternehmen“. Diese Selbstbezeichnung unterstreicht die strategische Neuausrichtung des Unternehmens, die über das bloße Halten von Bitcoin hinausgeht. MicroStrategy verfolgt eine umfassende Strategie, die darauf abzielt, das Bitcoin-Netzwerk aktiv weiterzuentwickeln und zu unterstützen. Dies geschieht durch eine Kombination aus finanziellen Investitionen, Marktförderung und technologischer Innovation.

Wir sind ein börsennotiertes Unternehmen, das sich für die kontinuierliche Weiterentwicklung des Bitcoin-Netzwerks einsetzt, indem wir uns auf den Finanzmärkten engagieren und technologische Innovationen fördern. Als operatives Unternehmen sind wir in der Lage, Cashflows sowie Erlöse aus Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen zu nutzen, um Bitcoin zu akkumulieren, die uns als primäre Finanzreserve dienen. Darüber hinaus entwickeln und bieten wir branchenführende KI-gestützte Unternehmenssoftware an, die unsere Vision von Intelligence Everywhere fördert, und nutzen unsere Softwareentwicklungskapazitäten, um Bitcoin-Anwendungen zu entwickeln.
Wir glauben, dass die Kombination aus unserer Betriebsstruktur, unserer Bitcoin-Strategie und unserem Fokus auf technologische Innovation eine einzigartige Gelegenheit zur Wertschöpfung bietet.

Ausschnitt aus der Präsentation.

Die Vision von MicroStrategy für die Entwicklung von Bitcoin erstreckt sich weit über die einfache Beteiligung am Bitcoin-Protokoll und der Referenzimplementierung Bitcoin Core hinaus. Vielmehr beinhaltet sie auch eine aktive Rolle in der Förderung und Unterstützung des gesamten Bitcoin-Ökosystems. Dies umfasst natürlich die strategische Akkumulation von Bitcoin, um als einer der größten öffentlichen Bitcoin-Inhaber das Vertrauen in BTC zu stärken. Darüber hinaus will sich MicroStrategy weiter in der Advocacy-Arbeit für Bitcoin engagieren, um das globale Verständnis und die Akzeptanz von Bitcoin zu erhöhen.

Ein weiterer zentraler Pfeiler in MicroStrategys Bitcoin-Strategie ist die technologische Innovation. Das Unternehmen will außerdem seine Expertise in der Softwareentwicklung nutzen, um fortschrittliche Anwendungen und Dienstleistungen zu schaffen, die auf dem Bitcoin-Netzwerk aufbauen. Dazu gehört insbesondere die Integration von Bitcoin in ihre bestehenden Business-Intelligence-Lösungen und die Entwicklung neuer, speziell auf das Bitcoin-Netzwerk zugeschnittener Tools.

Vergleich mit Bitcoin-ETFs

In diesem Zusammenhang stellt MicroStrategy auch einen direkten Vergleich zu den kürzlich in den USA gestarteten Spot Bitcoin-ETFs an, um sein einzigartiges Werteversprechen hervorzuheben. Im Fokus stehen dabei vier Schlüsselaspekte: die Unternehmensstruktur, die Fähigkeit zur Softwareentwicklung, die Generierung von Cash aus dem operativen Geschäft und die Möglichkeit, Kapitalmärkte zu nutzen.

MicroStrategy positioniert sich als ein operativ tätiges Unternehmen mit aktiver Kontrolle über seine Kapitalstruktur und ohne Managementgebühren, während Spot Bitcoin-ETFs als Treuhandgesellschaften mit begrenzter Kontrolle über ihre Kapitalstruktur und Managementgebühren beschrieben werden. Die Fähigkeit zur Innovation und die Schaffung von inkrementellem Wert durch Softwareentwicklung werden als Alleinstellungsmerkmale von MicroStrategy gegenüber den Spot Bitcoin-ETFs dargestellt, die in diesem Bereich keine Kompetenzen aufweisen. Zusätzlich zeigt MicroStrategy seine Stärke in der Nutzung der Kapitalmärkte auf, während die Spot Bitcoin-ETFs hier nur begrenzte Möglichkeiten haben.

Ausschnitt aus der Präsentation.

Fazit

Obwohl MicroStrategy sich als „erstes Bitcoin-Entwicklungsunternehmen“ bezeichnet und damit auf den ersten Blick anderen Unternehmen wie BlockStream oder Chaincode Labs nicht gerecht wird, unterscheidet es sich doch wesentlich durch seine einzigartige Kombination aus massiver finanzieller Investition in Bitcoin und der Integration dieser Investitionen in das Kerngeschäft. Im Gegensatz zu anderen, die sich primär auf technische Entwicklungen und Innovationen im Bitcoin-Netzwerk konzentrieren, verbindet MicroStrategy den Bitcoin-Kosmos mit der traditionellen Geschäftswelt, indem es BTC als zentrales Element seiner Unternehmensstrategie und -entwicklung nutzt. Aus diesem Gesichtspunkt ist das von Michael Saylor gegründete Unternehmen tatsächlich das „erste Bitcoin-Entwicklungsunternehmen“.