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Bitwise macht ETF-Adresse öffentlich! Sind Bitcoin-ETFs wirklich gedeckt?

Am von

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Der Vermögensverwalter Bitwise, hat gestern die Bitcoin-Adressen seines Bitcoin-ETF (BITB) veröffentlicht. Dies ermöglicht es nun, die Bestände und Transaktionen des Fonds direkt auf der Blockchain zu überprüfen. Es ist das erste Mal, dass die breite Öffentlichkeit die Möglichkeit erhält, selbst zu verifizieren, dass ein Fonds tatsächlich mit dem entsprechenden Vermögenswert gedeckt ist.

Ankündigung: Heute wird der Bitwise Bitcoin ETF (BITB) der erste US-amerikanische Bitcoin-ETF, der die Bitcoin-Adressen seiner Bestände veröffentlicht.

Jetzt kann jeder die Bestände und Bewegungen von BITB direkt auf der Blockchain verifizieren.

Onchain-Transparenz ist der Kern des Bitcoin-Ethos. Wir sind stolz darauf, mit BITB diesen Weg zu gehen.

Bitwise auf 𝕏

Unterstützt wird Bitwise dabei vom Unternehmen Hoseki, das sich auf die Bereitstellung von „Proof of Funds“-Infrastruktur spezialisiert hat.

Seitens Hoseki erklärte man via 𝕏, man sei „begeistert davon, mit Bitwise zusammenarbeiten zu können, um neue Industriestandards rund um die Transparenz von Bitcoin-Rücklagen zu schaffen“.

Wir werden weiterhin unermüdlich an einer robusteren Infrastruktur und Verifikationssystemen arbeiten – gerade weil Bitcoin so perfekt dafür konzipiert wurde.

Hoseki auf 𝕏

Ein „einzigartiges Produkt“

Bereits vor einigen Tagen berichtete Blocktrainer.de darüber, dass Bitwise sich dazu bereit erklärt hat, 10% der ETF-Gewinne an die Bitcoin-Entwicklung zu spenden. In Kombination mit den Neuigkeiten zur Veröffentlichung der Bitcoin-Adresse des ETF kann man durchaus lobend anerkennen, dass man sich beim Vermögensverwalter wirklich Gedanken darüber macht, wie man dem Bitcoin-Ethos gerecht werden kann, obwohl ETFs natürlich ein klassisches Tool der Fiat-Welt sind. Auch Hoseki lobte die Bestrebungen seitens Bitwise.

Bitwise hat massive Schritte unternommen, um ihren Spot Bitcoin ETF (#BITB) zu einem einzigartigen Produkt zu machen. Zuerst durch die Unterstützung von Bitcoin-Open-Source-Entwicklern und humanitären Initiativen durch die Zusammenarbeit mit Opensats, Brink und die Human Rights Foundation; und heute durch den ersten Schritt, ein sinnvolles Maß an Transparenz über ihre Bitcoin-Bestände zu bieten.

Hoseki auf 𝕏

Scherzhafter Spott & Verwunderung

Obwohl die Aktion von Bitwise im Großen und Ganzen natürlich viel Zuspruch und Anerkennung aus der Bitcoin-Community erfahren hat, gab es an der ein oder anderen Stelle auch ein wenig scherzhaft gemeinten Spott.

Insbesondere, da für die Aufbewahrung der BTC eine sogenannte „Legacy-Adresse“ (beginnend mit einer „1“) verwendet wird, amüsierte den ein oder anderen Bitcoiner in den sozialen Medien. Dieses Adress-Format gilt mittlerweile im Grunde als „überholt“ und die Verwendung von moderneren Adress-Formaten wie „Native Segwit“ oder „Taproot“ wäre vor allem günstiger. Deswegen gab es einige Sprüche zu lesen wie beispielsweise „2016 hat angerufen, es möchte seine Legacy-Adressen zurück“.

Allerdings sorgte die Verwendung der veralteten Adressen nicht nur für Spott, sondern auch Verwunderung. Dies legt nämlich nahe, dass für die Aufbewahrung kein Multi-Signatur-Verfahren verwendet wird, was vor allem in diesem institutionellen Rahmen der Vermögensverwaltung seltsam erscheint. Einige User bezeichneten das Vorgehen gar als „unverantwortlich“.

Diese (oder jede beliebige) Menge an institutionellem Geld in einer Single-Sig-Wallet? Kann jemand erklären, wie das funktionieren soll?

Leo Wandersleb auf 𝕏

Ebenfalls Verwunderung löste die Tatsache aus, dass man es bisher anscheinend nicht einmal für nötig hielt, zu überprüfen, ob man tatsächlich den richtigen Private-Key für die Adresse besitzt. In der Bitcoin-Blockchain ist nämlich zu sehen, dass bisher keine Testüberweisung von der Adresse stattgefunden hat. Alex Leishman, der CEO und CTO von River Financial zeigte sich erstaunt.

Sehr cool. Allerdings wäre es schön gewesen, zumindest eine Transaktion als Ausgabe VON der Adresse zu sehen. Ehrlich gesagt bin ich irgendwie schockiert, dass sie sie nicht einmal getestet haben, bevor sie rund 12.000 BTC auf die Adresse werfen.😬

Alexander Leishman, CEO River Financial

Dabei ist allerdings zu erwähnen, dass es natürlich durchaus andere Möglichkeiten als eine Testüberweisung gibt, um zu überprüfen, ob man tatsächlich im Besitz des privaten Schlüssels zu einer Adresse ist. Das Argument von Leishman ist deswegen wohl nicht zu ernst zu nehmen.

Fun Fact

Ein kleiner Fun Fact am Rande. Jemand hat nach Bekanntwerden der Adresse 6969 Sats an diese gesendet. In der Community wird seitdem darüber gescherzt, dass der BITB nun der erste überbesicherte Bitcoin-ETF der Welt ist.

So, wie man die Bitcoin-Community kennt, werden diese 6969 Sats vermutlich auch nicht die letzten bleiben, die als „Spende“ an die Adresse transferiert werden.

Fazit

Trotz all der Verwunderung über das verwendete Adress-Format und der damit verbundenen Sicherheitsbedenken, illustriert der Schritt von Bitwise eindrucksvoll, wie Bitcoin die traditionelle Finanzwelt nicht nur herausfordert, sondern auch verbessern kann.

Durch die Bereitstellung von Transparenz und Verifizierbarkeit auf der Blockchain demonstriert das Unternehmen, wie die Prinzipien von Bitcoin – Offenheit, Dezentralisierung und Transparenz – auch in traditionellen Finanzprodukten wie ETFs Anwendung finden können. Diese Vorgehensweise bietet einen neuen Ansatz für die Vermögensverwaltung, der sich deutlich von den oft intransparenten Praktiken im traditionellen Finanzsektor abhebt.

Bitcoin ist nämlich weit mehr als nur ein mögliches alternatives Geldsystem. Es ist auch ein Katalysator für Veränderungen in der Art und Weise, wie wir über Geld, Vermögensverwaltung und Transparenz im Finanzsektor denken. Es bleibt zu hoffen, dass andere Vermögensverwalter dem Beispiel von Bitwise folgen werden.