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Bitcoin zum Anfassen: Der Lightning-Snackautomat

Am von
Snackautomat Lightning

Ein kleines Team des Blockchain Competence Center der Hochschule Mittweida (BCCM) hat im Rahmen eines Forschungsprojektes einen Snackautomaten gebaut, der ausschließlich mit Bitcoin-Lightning-Zahlungen funktioniert. Warum? „Einerseits, um zu zeigen, dass so etwas möglich ist und andererseits, um Bitcoin erlebbar und gewissermaßen anfassbar zu machen“, sagte der Projektleiter Tim Käbisch gegenüber Blocktrainer.de.

Weiter erklärte er, „das Schöne ist, dass man bei so einem Snackautomaten nicht viel erklären muss. Die Leute wissen einfach, wie so was funktioniert. Snack auswählen, bezahlen, Snack nehmen. Wir haben den Bezahlvorgang ausgetauscht und anstelle von Cash oder Card zahlt man mit Lightning.
D.h. Leute haben die Möglichkeit Bitcoin zu nutzen, ohne verstehen zu müssen, was im Hintergrund passiert und wie es funktioniert. Sie sind einfach Anwender.“

Das Ganze ist natürlich ein ausgezeichnetes Beispiel für die Anwendung von Bitcoin in der realen Welt. Besonders aus Sicht der Automatenbetreiber macht eine Lightning-Integration im Zuge der steigenden Adoption durchaus Sinn. Bargeld an Automaten anzunehmen, ist teuer und umständlich. Häufig muss dieses entleert oder Wechselgeld aufgefüllt werden. Bei der Annahme von Kartenzahlungen wie z.B. Visa zahlen Betreiber solcher Automaten zwischen 2,5% und 4% Gebühren. „Bei kleinen Beträgen wie bei Süßwaren üblich ist dies nämlich besonders schlimm, da ein zu entrichtender Fixbetrag mehr zum Tragen kommt“, teilte Käbisch uns gegenüber mit. Die Annahme von BTC über das Lightning Netzwerk ist quasi kostenlos. Da bestehende Automaten relativ kostengünstig nachgerüstet werden können, können diese natürlich auch mit Cash, Karte UND Lightning betrieben werden.

Dank des sogenannten LNURL-Verfahrens, ist es sogar möglich am Automat mit einer NFC-Karte (z.B. „Boltcard“) zu bezahlen. Bestellen, Karte hinhalten, fertig.

Lese-Tipp: Lightning Grundlagen: Was sind LNURL und BOLT12?

Tim Käbisch (links) und Prof. Andreas Ittner vom BCCM.
Foto: Alexander Moritz, Deutschlandradio

Die Technik unter der Haube

RasPi – was sonst?

Wie so oft im Bitcoin- und Lightning-Bereich kommt im Automat ein einfacher Mini-Computer (Raspberry Pi4) zum Einsatz. Dieser bekommt ein Signal, sobald jemand am Eingabefeld eine Bestellung aufgibt. Daraufhin erstellt die Software auf dem Raspberry Pi eine sogenannte „Lightning Invoice“ und zeigt diese im verknüpften Display an. Sobald die Invoice bezahlt wurde, gibt der Mini-PC dem Automaten Bescheid, dass er das Produkt auswerfen kann.

Auch Altersverifikation möglich

Aber nicht nur die einfache Zahlung wird dadurch möglich. Am BCCM wird gerade außerdem eine Wallet entwickelt, die auf SSI-Verifizierung (Self Sovereign Identity) basiert und ebenfalls über eine Lightning Integration verfügt. Dadurch ist es möglich, dass ein Benutzer dem Automaten gegenüber seine Identität oder zumindest sein Alter nachweisen kann. Dies würde es ermöglichen, z. B. auch Zigaretten-Automaten mit einem solchen System auszustatten. Die Abfrage der Alters Credentials kann für jedes Produkt individuell angelegt werden.

Falls in einem Getränkeautomaten also sowohl Softdrinks als auch alkoholische Getränke angeboten werden, könnte die Abfrage beim Bezahlvorgang nur bei den jeweils beschränkten Produkten stattfinden.

Wie geht es nun weiter?

Aktuell steht der Prototyp des Bitcoin-Snackautomaten in der sogenannten „Werkbank32“, einem ca. 1000m² großen Innovationszentrum, das durch eine Kooperation der Stadt Mittweida, der dortigen Hochschule und der örtlichen Volksbank entstanden ist. Dort im „Blockchain-Schaufenster“, wie sich die Region selbst nennt, kann der Automat hin und wieder begutachtet werden.

„Vor zwei Wochen zum “Tag der offenen Werkbank” hatten wir einige (Browser)-Wallets mit ein paar Satoshis [kleinste Einheit eines Bitcoins] vorbereitet, sodass jeder, der wollte, den Automaten direkt testen konnte. Das Feedback war wirklich großartig! Auch von Leuten, die noch nie etwas mit Bitcoin zu tun hatten.“

Tim Käbisch

Den Automaten komplett öffentlich zugänglich zu machen, daran wird laut Käbisch gerade schon gearbeitet. Er kann sich auch vorstellen, noch ein bis zwei weitere Automaten z. B. in der Mensa oder dem Medienzentrum der Hochschule zu platzieren. Das Team des BCCM ist außerdem bereits mit einem Automatenbetreiber in Kontakt, der großes Interesse bekundet hat. Da solche Geräte sicherlich auch gut in einige Büros und Co-Working-Spaces passen, könnte man das Projekt in Kooperation mit Herstellern, Betreibern und interessierten Käufern mittelfristig auch breit ausrollen. Der Bitcoin-Adoption im Allgemeinen kommt dies sicherlich zugute.


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Haftungsausschluss: Relai konzentriert sich hauptsächlich auf den Schweizer Markt.