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ETF-News: BlackRock arbeitet mit Bitcoin-Feind JPMorgan zusammen und vieles mehr

Am von
Jamie Dimon BlackRock Bitcoin ETF

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Am letzten Werktag des Jahres hagelte es ETF-News quasi im Minutentakt. Die Anträge wurden konkreter: Es gab Informationen zu den Gebühren einiger Fonds und die wohl bedeutendste Neuigkeit war, dass auch JPMorgan, die größte Bank der Welt, mit dem Bitcoin-kritischen CEO Jamie Dimon, mitmischen wird.

Vermögensverwalter nennen ihre Partner für die ETFs

Obwohl die Antragssteller noch gar nicht die sogenannten autorisierten Teilnehmer (APs) bekannt geben müssen, legte BlackRock am Freitagabend vor. Der größte Vermögensverwalter der Welt reichte einen überarbeiteten Antrag (S-1) ein, aus dem hervorgeht, dass mit JPMorgan und Jane Street Capital zusammengearbeitet wird. Die Großbank und das Trading-Unternehmen werden als APs von BlackRock dafür da sein, die ETF-Anteile gegen Cash einzutauschen und vice versa.

Die Ironie dabei: Der JPMorgan-CEO hat in Vergangenheit kein gutes Wort an Bitcoin gelassen. Im Jahr 2017 bezeichnete Dimon Bitcoin bereits als Betrug und wiederholte diese Aussage Anfang dieses Jahres in Davos.

Vor wenigen Wochen gab der Milliardär dann bei einer Anhörung im US-Senat noch zum Besten, dass er Bitcoin verbieten würde, wenn er die Regierung wäre. Trotz der Teilhabe seines Arbeitgebers an den ETFs ist jedoch nicht davon auszugeben, dass Dimon seine Meinung geändert hat.

Jane Street Capital, der andere AP von BlackRock, ist im Übrigen ein großer Market-Maker, bei dem interessanterweise die Betrüger hinter der Krypto-Börse FTX, Sam Bankman-Fried und Caroline Ellison, sich kennen- und traden gelernt haben.

Valkyrie zog nach und nannte Cantor Fitzgerald und ebenfalls Jane Street Capital als autorisierte Teilnehmer. Bei dem ETF von Invesco und Galaxy sind es wiederum JPMorgan und Virtu Americas – von Fidelity wurde vorerst nur Jane Street Capital benannt.

Gebührenschlacht

Eine noch offene Frage war die jährliche Gebührengestaltung einiger ETFs. Vermögensverwalter nehmen sich in aller Regel nämlich einen kleinen Anteil des Fondsvolumens heraus, um damit ihre Kosten zu decken und natürlich auch um Geld zu verdienen.

Nachdem Fidelity am Freitagabend mit einer verhältnismäßig geringen Gebühr von 0,39 % überraschte, schossen Invesco und Galaxy den Vogel ab: Für die ersten sechs Monate und die ersten fünf Milliarden US-Dollar werden sie die Kosten übernehmen – darüber hinaus wird dann eine jährliche Gebühr von 0,59 % fällig. Es wird spannend zu sehen, was BlackRock an Gebühren für den ETF aufrufen wird – immerhin ist der Vermögensverwalter dafür bekannt, dass seine iShares ETFs oft nicht nur marktführend, sondern auch deutlich günstiger als die Konkurrenz sind. Valkyrie, 21shares und ARK Invest werden 0,8 % des Fondsvolumens bei einer Zulassung verlangen.

Millionenschweres Seeding

Vom Antragssteller Bitwise gab es dann auch noch die Nachricht, dass sie ein sogenanntes Seed Investment von 200 Millionen US-Dollar erhalten haben. Mit diesem Geld schafft ein Vermögensverwalter erste ETF-Anteile, in diesem Fall kauft er Bitcoin, damit der Fonds schon direkt zum Launch handelbar sein kann. Das Seed Investment von Bitwise stellt sogar die neulich angekündigten 10 Millionen von BlackRock, und deren erstes Seed Investment von 100.000 US-Dollar in den Schatten.

Kampf um den größten Marktanteil

Einige der Vermögensverwalter haben in den letzten Tagen auch schon fleißig Bitcoin-Werbeclips veröffentlicht – Der Kampf darum, wer die meisten Marktanteile abgreift und langfristig am meisten Geld verdient, ist in vollem Gange. Alles ist in Position gebracht und nach der mit Vorfreude erwarteten Zulassung, die jedoch noch aussteht, kann das Rennen endlich beginnen.

Wie groß das Kaufinteresse letztlich sein wird, steht noch in den Sternen. Die Finanzgiganten würden vermutlich aber nicht so viel Zeit und Geld investieren, wenn sie sich nicht sicher wären, sich mit weniger als einem Prozent des Fondsvolumens eine goldene Nase zu verdienen.

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