Du brauchst Hilfe beim Einrichten des Bitaxe 602 Gamma aus unserem Shop? Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie du deinen Bitaxe sicher startest.

Lieferumfang

  • Bitaxe 602 Gamma – Blocktrainer-Edition
  • 30-W-Netzteil (5V/6A)
  • Blocktrainer-Standfuß
  • Link zur Anleitung

Was du zusätzlich benötigst

  • 2,4-GHz-WLAN mit Internetzugang
  • Smartphone, Laptop oder PC zur Einrichtung
  • Zugangsdaten zu einem Mining-Pool oder zu einer Solo-Mining-Software
  • Bitcoin-Adresse für Auszahlungen

Schritt 1: Auspacken

Packe den Bitaxe vorsichtig aus und überprüfe den Lieferumfang auf Vollständigkeit und Beschädigungen.

Schritt 2: Standfuß anbringen

Schiebe den Bitaxe vorsichtig in die Führungsschiene des Standfußes.

Schritt 3: Strom anschließen

Verbinde den Bitaxe mit dem Netzteil und schließe ihn an eine Stromquelle an. Das Gerät startet automatisch.

Schritt 4: Mit WLAN verbinden

Verbinde dich über Smartphone oder Computer mit dem angezeigten WLAN-Netzwerk (z. B. „Bitaxe_34BD“).

Manche Mobilgeräte erkennen das Netzwerk nicht sofort — bei Android gelangst du alternativ durch das längere Drücken von Wi-Fi und über die Auswahl „Routereinstellungen“ zur Bitaxe-Konfigurationsseite.

Schritt 5: Netzwerk konfigurieren

Wenn die Netzwerkkonfigurationsseite nicht automatisch erscheint, gib im Browser die Adresse 192.168.4.1 ein.

Trage folgende Daten ein:

  • Hostname: beliebiger Name des Gerätes im lokalen Netzwerk (optional)
  • Wi-Fi SSID: Name deines WLANs (ggf. über WLAN-Suche)
  • Wi-Fi Passwort: dein WLAN-Passwort

Speichern nicht vergessen, anschließend „Restart“ drücken: Der Bitaxe startet neu und zeigt die neue IP-Adresse im Display an.

Schritt 6: Mining-Einstellungen festlegen

Unter „Pool Configuration“ legst du fest, welchen Pool du nutzen willst und auf welche Bitcoin-Adresse deine Belohnung ausgezahlt wird.

  • Stratum Host: Adresse des Mining-Pools
  • Stratum Port: zugehöriger Port
  • Stratum User: deine Bitcoin-Adresse – optional kannst du noch einen „.gerätename“ hinzufügen, um die eigenen Geräte leichter zu identifizieren.
  • Stratum Password: Hier kannst du ein Passwort eintragen, das jedoch nur dann eine Rolle spielt, wenn dein Mining-Pool spezielle Zusatzfunktionen unterstützt. Da dies bei den meisten Pools nicht der Fall ist, wird das Passwort in der Regel nicht überprüft und hat keine praktische Bedeutung. Häufig tragen Nutzer hier einfach „x“ oder „123“ ein.

Außerdem kannst du in der Sektion „Fallback“ eine alternative Pool-Verbindung hinterlegen, falls der Haupt-Pool ausfallen sollte.

Speichern → „Restart“ drücken → der Bitaxe startet neu und beginnt mit dem Mining.

Display-Anzeige

Nach erfolgreicher Verbindung mit dem WLAN erscheinen auf dem Display kurz das Bitaxe- und das OSMU-Logo. 

Anschließend wechselt die Anzeige zwischen zwei Ansichten, in denen alle relevanten Informationen dargestellt werden.

Zugriff über den Browser

Über die angezeigte IP-Adresse kannst du in einem Browser auf das Dashboard zugreifen und Betrieb, Status und Einstellungen des Bitaxe kontrollieren.

Schnell-Check (5 – 10 Minuten)

Jeder Bitaxe 602 Gamma enthält einen ASIC-Chip. Bei einem kleinen Prozentsatz der Chips kann zu leichten Abweichungen in Effizienz oder Wärmeabgabe kommen. Deshalb ist ein kurzer Test empfehlenswert, mit dem du herausfinden kannst, ob dein Bitaxe eine Nachjustierung benötigt:

  • Lass deinen Bitaxe 5-10 Minuten laufen und beobachte über das Dashboard den Betrieb.
  • Idealwerte: etwa 1,2–1,3 TH/s bei ca. 60°C Chip-Temperatur.
  • Wenn die ASIC-Temperatur dauerhaft deutlich heißer ist oder die Hashrate deutlich absinkt, ist eine Feinabstimmung empfehlenswert.

Feinabstimmung in 3 Schritten

Die standardmäßig konfigurierte Spannung beträgt 1125 mV und die Taktfrequenz 636 MHz. 

  1. Reduziere in den Einstellungen die „Core Voltage“ auf 1100 mV – teste den Betrieb ca. 5 Minuten.
  2. Falls noch nicht optimal: weiter auf 1060 mV reduzieren – erneut testen.
  3. Sinkt die Hashrate deutlich unter 1,00 TH/s, ist die Spannung zu stark reduziert. Dann die Spannung wieder schrittweise erhöhen, bis Stabilität und Temperatur im grünen Bereich sind.

Auch die Frequenz kann verändert werden. Doch es gibt keine universell perfekte Einstellung für einen optimalen Betrieb. Die Geräte sind nicht alle gleich und können sich bei gleicher Konfiguration in Bezug auf Temperatur und Hashrate unterscheiden. Minimale Veränderungen können viel bewirken.

Empfehlung/Beispiel: Frequenz 620 MHz und Spannung 1050 mV = 1,2 TH/s, ASIC-Temperatur rund 60°C und nur 45 % Lüftergeschwindigkeit

Übertakten

ACHTUNG! Übertakten kann den Bitaxe beschädigen oder ganz zerstören. Übertakten erfolgt auf eigenes RisikoGewährleistung und Garantieansprüche verfallen.

Wenn du mehr Leistung aus deinem Bitaxe herausholen möchtest, kannst du Frequenz und Spannung schrittweise erhöhen, das heißt “übertakten”.

Die optimale Chip-Temperatur liegt zwischen 50 und 60°C. Beim Übertakten erhöht sich jedoch die Temperatur. Bei 70°C regelt die Software den Bitaxe automatisch runter. (Dies kann man in den Einstellungen ggf. auch ausstellen.)

Da der Bitaxe für den Betrieb konstante 5V benötigt, jedoch sich die Leistung beim Übertakten erhöht, muss du unbedingt darauf achten, dass das Netzteil und die Verkabelung ausreichend sind. Andernfalls ist die Brandgefahr groß!

  • Erhöhe zunächst immer die Frequenz um eine Stufe und beobachte dabei Hashrate und Temperatur. Läuft der ASIC stabil und bleibt die Temperatur unter 70°C, kannst du die Frequenz erneut um einen Schritt erhöhen – so lange, bis der ASIC instabil wird.
  • Wird der ASIC instabil, erhöhe die Core Voltage um einen kleinen Schritt und prüfe erneut Temperatur und Hashrate. Sobald das System wieder stabil läuft, kannst du wieder die Frequenz um eine Stufe anheben – und so weiter. Ziel ist es, die maximale stabile Frequenz zu finden, die bei einer bestimmten Spannung fehlerfrei funktioniert.
  • Passe Frequenz und Spannung auf diese Weise schrittweise weiter an, bis du den sogenannten „Sweet Spot“ erreicht hast: eine stabile Kombination aus höchstmöglicher Taktung und noch sicherer Temperatur. Das ist die maximale Übertaktungsfrequenz und -spannung des Bitaxe.
  • Du kannst über den Chrome-Browser (inspect) – auf eigenes Risiko – auch Werte eingeben, die nicht im AxeOS auswählbar sind. Dabei musst du extrem vorsichtig sein, um keine zu hohen Sprünge oder unzulässigen Werte zu setzen, die den Bitaxe beschädigen könnten.
  • Wenn der ASIC bei bestimmten Einstellungen instabil wird oder die Temperatur über 70°C steigt und das System automatisch drosselt, hast du das Limit des Chips beziehungsweise der Kühlung erreicht. In diesem Fall musst du Frequenz und Spannung wieder reduzieren, um den Betrieb zu stabilisieren.

Weitere Infos zum Übertakten findest du hier.

 

Viel Erfolg & Happy Hashing!

 

Bitaxe-Feature auf dem Terminal

Seit der Blocktrainer-Terminal-Firmware V. 1.6.3 ist das „Bitaxe-Feature“ live, das heißt, du kannst deinen Solo-Miner mit dem Terminal verbinden und dir die Stats des Bitaxe – Hashrate, Temperatur des Chips und Spannungsregler sowie Auslastung des Lüfters – anzeigen lassen.

Einfach das Update auf dem Terminal installieren, in der Web-Config die IP-Adresse deines Bitaxe eintragen und das Terminal neustarten.
Anschließend im Menü auf dem Terminal (in die Mitte tippen) durch “Gedrückthalten”, das Bitaxe-Fenster aktivieren. 

Fehlerbehebung

Ich kann meinen Bitaxe nicht mit meinem Iphone / Mac verbinden.
Mein Bitaxe findet mein WLAN nicht.
Mein Bitaxe wird zu heiß / überhitzt.
Mein Bitaxe bricht die Verbindung immer wieder ab.
Nach der WLAN-Einrichtung kann ich nicht mehr zum Bitaxe verbinden.
Mein Bitaxe-Dashboard lädt nicht mehr oder zeigt ein Timeout an.
Mein Display steht auf dem Kopf.
Firmware-Aktualisierung

Infos für Fortgeschrittene

Was sind Shares?

Shares sind Teillösungen oder Fortschrittsmeldungen, die der Miner an den Pool schickt, um zu zeigen, welchen Beitrag er für den Pool bei der Suche nach einem Block leistet. Sie sind die Grundlage für die Auszahlung der Belohnungen. Je mehr gültige Shares du ablieferst, desto größer ist dein Anteil an der Pool-Auszahlung.

Für einen Block-Fund muss ein Hash, der einen bestimmten Schwierigkeitswert erfüllt, gefunden werden – das wäre dann ein Share mit der höchsten Schwierigkeit. Wenn der Pool jedoch nur nach echten Block-Funden auszahlen würde, bekämen viele Teilnehmer nie eine Belohnung. Deshalb setzt ein Pool eine niedrigere Schwelle und akzeptiert somit auch „kleinere“ Ergebnisse, die meist einen viel niedrigeren Schwierigkeitswert erfüllen als der notwendige Hash. Dadurch können Miner auch leichter zu findende Ergebnisse melden und der Pool kann den Fortschritt respektive den Arbeitsbeitrag anhand der Shares messen.

 

Was bedeutet „Difficulty too low“?

Wenn ein Share jedoch noch unter der vom Pool vorgegebenen Schwelle liegt, ist er zu „klein/einfach“ und damit nutzlos: Folglich wird der Share vom Pool nicht angenommen. Das wird dann als „Difficulty too low“ angezeigt.

In dem Beispiel wurden 200 Shares insgesamt gemeldet, wobei 1 Share (1 von 200 = 0,5 %) zu klein war. Solange dieser Anteil niedrig bleibt (1 – 2 %) ist das kein Problem und vor allem bei Solo-Minern wie dem Bitaxe 601 Gamma völlig normal.

Bitaxe Gamma Blocktrainer

Bitaxe 602 Gamma

  • kinderleichte Einrichtung
  • übersichtliche Benutzeroberfläche
  • ≥ 1,3 TH/s (ab Werk)
  • ~ 15 W/TH (Leistungsaufnahme lt. Chip-Spezifikation)
  • verbesserte Kühlkomponenten
  • Silent-Lüfter (von Noctua)
  • Made in Europe
  • Blocktrainer-Edition
  • 30-W-Netzteil im Lieferumfang enthalten
  • abnehmbares OLED-Display
  • kompatibel mit allen 5V-Lüftern
219,00 € zum Produkt