Der Einstieg in den Bitcoin-Markt kann ganz einfach sein. Damit dies gelingt, ist es aber unabdingbar, die folgenden 5 Fehler zu vermeiden, die einen teuer zu stehen kommen können.

1. Einstieg in Bitcoin herauszögern

Diejenigen, die beginnen, sich mit Bitcoin auseinanderzusetzen, denken oft, dass sie den Zug verpasst haben. Aus diesem Grund bleiben sie meist auf der Seitenlinie und warten darauf, dass der Kurs noch einmal deutlich fällt.

Das Problem daran, auf den perfekten Einstieg zu warten, ist, dass dieser erst im Nachhinein identifiziert werden kann. So haben im Bärenmarkt 2022, als Bitcoin auf 15.000 US-Dollar gefallen ist, einige gesagt, dass sie noch auf einen Kurs von 12.000 oder 8.000 US-Dollar warten.

Bei Vermögenswerten, die stetig neue Höchststände erreichen, gilt der folgende Leitspruch: „Time in the market beats timing the market“, also es ist besser, einfach eine lange Zeit investiert zu sein, als den perfekten Einstieg zu erwischen.

Nahezu jeder Bitcoin-Befürworter würde sich wünschen, dann eingestiegen zu sein, als er das erste Mal mit diesem Gedanken gespielt hat – selbst wenn der Kurs danach vielleicht sogar zeitweise wieder unter den Einstandskurs gefallen wäre.

Mit der Frage, wie sehr sich der Einstieg in Bitcoin im Jahr 2025 noch lohnen kann, setzen wir uns in einem ausführlichen Artikel auseinander:

2. Trader oder Spekulant werden

An der Börse aktiv zu werden und die ersten Erfolge zu verzeichnen, ist ein zweischneidiges Schwert. So schön die Gewinne auch sein mögen, so fatal sind die potenziellen Folgen, die durch eine Selbstüberschätzung entstehen können.

Wenn die Kurse nach oben schießen, halten sich viele für genial und werden gierig. Dies kann sie dazu veranlassen, hin und her zu traden oder von Bitcoin auf die spekulativeren alternativen Kryptowährungen, die sogenannten Altcoins, umzuschichten.

Beim normalen Menschen geht es in den meisten Fällen jedoch langfristig nicht gut, wenn er sich als Trader oder Spekulant versucht. Insbesondere im Bereich der Kryptowährungen kann es einen teuer zu stehen kommen, einen aktiven Ansatz zu verfolgen.

In Deutschland sind Gewinne mit Bitcoin und Co. nämlich nach mehr als einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Realisierte Gewinne aus dem Handel mit Krypto-Werten unterliegen derweil dem persönlichen Einkommensteuersatz, der in vielen Fällen höher als die Kapitalertragssteuer ist.

Alle anderen Kryptowährungen sind zudem höchst spekulativ. Auch wenn diese kurzzeitig mal besser als Bitcoin laufen können, stellt sich in den meisten Fällen heraus, dass ein simpler Bitcoin-only-Ansatz unter dem Strich überlegen gewesen wäre.

Das Hin-und-her-Handeln kann also immense Verluste mit sich ziehen: durch die hohe Steuerlast, Totalverluste mit Altcoins oder die potenziell verpassten Bitcoin-Kursgewinne, die aus einem verfehlten Wiedereinstieg resultieren können.

3. Emotionen nicht kontrollieren

Ein weiterer Fehler, den Investoren häufig begehen, ist, sich von ihren Emotionen leiten zu lassen. Das kann sich darin äußern, dass sie aus Gier viel zu riskant agieren – etwa indem sie hebeln – oder dass sie bei sinkenden Kursen in Panik verfallen und zum schlechtmöglichsten Zeitpunkt verkaufen.

Anleger, die langfristig von Bitcoin überzeugt sind, sollten sich deshalb von den kurzfristigen Kursschwankungen nicht verrückt machen lassen und etwas Abstand nehmen. Hierfür kann es auch hilfreich sein, Informationen rund um Bitcoin nur von seriösen Quellen zu beziehen.

Mit einem Bitcoin-Sparplan ist es außerdem möglich, sich die hohe Volatilität von Bitcoin sogar zunutze zu machen.

4. Verwahrung vermasseln

Bitcoin ermöglicht es den Nutzern, ihre eigene Bank zu sein. Um in den Genuss davon zu kommen, ist es unabdingbar, die Coins selbst zu verwahren – im Optimalfall mit einer sicheren Hardware-Wallet.

Die Coins auf der Börse liegen zu lassen birgt außerdem immer die Gefahr, dass der Dienstleister gehackt wird oder schlichtweg die Kunden betrügt. In der Bitcoin-Geschichte ist dies bereits mehrfach vorgekommen – Stichwort FTX oder Mt.Gox.

Bei dem Prozess der Selbstverwahrung können jedoch mehrere Fehler passieren, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Denn sind die Bitcoin einmal weg, so ist es nahezu aussichtslos, sie wiederzubekommen.

Damit die Selbstverwahrung spielend leicht gelingen kann, beachte Folgendes:

  1. Sorge dafür, dass die privaten Schlüssel zu deinen Bitcoin – das sind die 12 oder 24 Wörter – niemals mit dem Internet oder unbefugten Dritten in Berührung kommen. Nutze hierfür eine Hardware-Wallet wie die Bitbox und folge unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.
  2. Prüfe immer die Bitcoin-Adressen gründlich, an die du Coins senden möchtest – etwa wenn du deine Bitcoin von der Börse abziehst. Sendest du deine Bitcoin an eine falsche Adresse, so sind diese für immer verloren.
  3. Nutze ein oder mehrere sichere Back-ups für deinen privaten Schlüssel und lagere sie im Optimalfall an verschiedenen Orten, sodass du dir immer wieder Zugriff zu deinen Coins verschaffen kannst, selbst wenn dein Haus abbrennt oder überschwemmt ist. Hierfür empfehlen wir die robuste Stahl-Wallet von Seedor.
  4. Pass auf, wem du von deinem Bitcoin-Vermögen erzählst, um dich nicht zu einem attraktiven Angriffsziel für Kriminelle zu machen. Es kann sich sogar anbieten, den Zugriff zu den Coins nicht in der eigenen Wohnung zu haben, sondern beispielsweise in einem Bankschließfach, damit ein potenzieller Überfall gar nicht erfolgreich sein kann.

5. Falsche Anbieter nutzen

Da die allermeisten Hausbanken ihren Kunden bislang nicht den Handel mit Bitcoin ermöglichen, ist es nötig, einen Dienstleister zum Kauf auszuwählen. Eine nicht zu unterschätzende Gefahr ist es, bei der Suche nach einem Anbieter auf eine Betrugswebsite hereinzufallen. 

Aber auch wenn der Anbieter an sich seriös ist, gilt es unbedingt darauf zu achten, dass das Gebührenmodell fair und transparent ist und die Coins ausgezahlt werden können. Der Neo-Broker Trade Republic ermöglicht es den Kunden beispielsweise nicht, die Bitcoin in Selbstverwahrung zu nehmen.

Um dir einen genaueren Überblick über vertrauenswürdige Dienstleister zu verschaffen und den für dich passenden ausfindig zu machen, wirf einen Blick in unseren Bitcoin-Anbieter-Vergleich.