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VISA CEO spricht über BTC:“Wir sind bereit“

Der VISA CEO Al Kelly war gestern im Podcast des Fortune CEOs Alan Murray und seiner Kollegin Ellen McGirt zu Gast. In „Leadership Next“, wie der Name des Podcasts lautet, sprach der Host Kelly schließlich auf das Thema Bitcoin und digitale Währungen an und wollte wissen, wie er und VISA dazu stehen bzw. wie deren Pläne für die Zukunft sind.

VISA im Reich der Kryptowährungen

Zunächst stellte der VISA CEO klar, dass er Kryptowährungen in zwei unterschiedliche Kategorien einteilt.
Zum einen die Kategorie der etwas spekulativeren Geldanlagen, in der sich z.B. Bitcoin als digitales Gold befindet. In dieser Kategorie ist sein Unternehmen gerade an zwei Fronten beschäftigt. Erstens, versuchen sie den Kauf von Bitcoin über das Visa-Netzwerk zu ermöglichen. Des Weiteren arbeiten sie derzeit mit ca. 35 der größten Kryptofirmen und Wallet-Services zusammen, um z.B. Bitcoin auch an den über 70 Millionen VISA-Annahmestellen ausgebbar zu machen. Viele von euch kennen sicherlich diese VISA-Karten, die z.B. von Crypto.com, Binance oder Bitwala herausgegeben werden, bereits. Damit lassen sich Bitcoin & Co. ganz einfach an der Tankstelle oder Supermarktkasse direkt von eurem (Börsen-)Wallet ausgeben.


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Zum anderen, sprach Kelly von der Kategorie „digitale Währungen“, womit er vor allem Fiat-besicherte Stablecoins meinte. Er sieht hier große Chancen, dass diese künftig eine neue Art von Zahlungsvehikeln und Katalysator für die finanzielle Inklusion in den Entwicklungsländern darstellen könnten. Auch hier sieht er sein Unternehmen in der Verantwortung, Zahlungen mit diesen Coins über das VISA-Netzwerk zu ermöglichen und diese, obwohl sie bereits Fiat-besichert sind, beim Zahlvorgang in echtes Fiat-Geld umzuwandeln.

Trugschluss des Hosts

Daraufhin tätigte der Host Alan Murray eine Aussage, die auf einer noch immer weit verbreiteten Falschannahme beruht (zumindest hinsichtlich Bitcoin). Der Fortune CEO wollte von Kelly wissen, ob sich VISA mit einem Engagement in Kryptowährungen nicht ins eigene Fleisch schneide, da diese schließlich erfunden wurden, um digitale Zahlungen günstiger abzuwickeln und Kreditkartengebühren zu sparen. Wie wir bereits in unserem Einsteiger Guide direkt erwähnt haben, wurde Bitcoin ausdrücklich NICHT erfunden, um PayPalVisa oder Mastercard durch ein günstigeres, schnelleres oder anonymeres System zu ersetzen. Bitcoin wurde erschaffen, um eine sichere, freie, nicht manipulierbare und nicht zensierbare Alternative zu den bestehenden Geldsystemen dieser Welt zu bieten. In einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt, bietet Bitcoin die Infrastruktur für ein weltweit agierendes und sicheres Geldnetzwerk.

Mainstream in 5 Jahren? „Wir sind bereit!“

Al Kelly machte jedoch schnell klar, dass ihm und dem Unternehmen um etwas ganz anderes geht. Sie sind in einer Position, in der sie sich nicht für einen potenziellen Gewinner oder Verlierer entscheiden müssen. Zum heutigen Zeitpunkt, so Kelly, hat er selbst keine Ahnung in welchem Maße Bitcoin und digitale Währungen in der Gesellschaft Fuß fassen können. Man kann heute noch nicht mit Sicherheit sagen, ob es rückblickend in fünf Jahren nur eine Modeerscheinung war oder ob es absoluter Mainstream wird. Das einzige was er als Firmenchef tun kann, ist, dafür zu sorgen, dass VISA bereits heute den Weg ebnet, um dabei zu sein, falls die digitalen Währungen ihren Weg in die breite Masse finden. Während das Business von VISA sich früher nur auf das Kaufen und Verkaufen konzentrierte, steht heute vor allem der weltweite Transfer von Geldern im Vordergrund.

„Wenn [Kryptowährungen] durchstarten und wir unseren fairen Anteil oder einen großen Teil des Volumens bekommen können, weil wir davon ausgehen, dass es möglicherweise durchstarten und ein großes Business werden könnte, wollen wir auf jeden Fall darauf vorbereitet sein. Und ich denke, wir sind auf einem sehr guten Weg.“

Al Kelly, CEO von Visa

VISA als „Second Layer“ für Bitcoin?

Viele Menschen, die sich nicht näher mit Bitcoin beschäftigt haben, bezeichnen das Netzwerk gerne als „veraltet“, da Zahlungen langsam und vergleichsweise teuer seien. Was diese Leute aber nicht verstehen, ist, dass die wichtigste Eigenschaft von Bitcoin die Sicherung seines Wertes und damit einhergehend der Geldmenge ist. Ein Transfer dieses Wertes (also der Bitcoins) kann tatsächlich aber über nahezu jedes beliebige Zahlungsmedium geschehen. Dabei ist es relativ egal, ob dafür das Bitcoin-Netzwerk oder sogenannte Second-Layer-Lösungen wie z.B. das Lightning- oder Liquid-Netzwerk verwendet werden. Theoretisch wäre es sogar möglich, Bitcoins über PayPal oder eben das VISA-Netzwerk zu versenden.

Was ebenfalls viele Menschen nicht wissen, ist, dass dies auch bereits in den Anfangszeiten von Bitcoin bereits so schon klar und auch damals schon kommuniziert wurde. Beispielsweise schrieb Hal Finney, der Empfänger der ersten Bitcoin-Transaktion und heißer Kandidat dafür, Satoshi Nakamoto zu sein, folgendes:

„Bitcoin selbst kann nicht so skalieren, dass jede einzelne Finanztransaktion auf der Welt an jeden übertragen und in die Blockchain aufgenommen werden könnte. Es muss eine zweite Ebene von Zahlungssystemen geben, die leichter und effizienter ist.“

Hal Finney im Jahr 2010

Natürlich würde durch eine Nutzung von Bitcoin mittels VISA (oder anderen Mitgliedern des Kreditkarten-Oligopols) wieder ein Großteil der Probleme mit einhergehen, die Bitcoin eigentlich zu lösen versucht (Zentralität, Zensurresistenz, etc.) jedoch ist das schöne, dass man bei Bitcoin nicht gezwungen wird ein bestimmtes Netzwerk zu nutzen. Bitcoins beste Eigenschaft ist die gleiche wie die höchste Sehnsucht der Menschen: Freiheit.

Hier könnt ihr den Podcast selbst nachhören (englisch!):