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Bitcoin Magazine schreibt offenen Brief an TESLA und Musk

Am von Tesla Brief Musk Bitcoin

Das „Policy-Team“ des weltweit größten News-Outlets für Bitcoin-Nachrichten, des Bitcoin Magazines, richtete sich heute mit einem offenen Brief an den US-amerikanischen Automobilgiganten Tesla und dessen CEO Elon Musk. Das Ziel des Briefes ist es allerdings nicht, diese dazu aufzufordern, Bitcoin-Zahlungen umgehend wieder zu akzeptieren. Vielmehr geht es darum, sie dazu zu bewegen, deren Haltung zu den ökologischen Auswirkungen des Bitcoin-Netzwerks zu überdenken und sie dazu zu ermutigen, sich aktiv in die Forschung hinsichtlich dieser Thematik einzubringen.

Messung mit zweierlei Maß

Direkt zu Beginn monieren die drei Autoren Derek Khanna, Grant McCarty und David Zell die Doppelmoral, die im Zusammenhang mit Bitcoin oft von der Öffentlichkeit an den Tag gelegt wird. Garniert mit einer Prise Sarkasmus legten sie dar, dass unser heutiges Fiat-Geld dem Bitcoin hinsichtlich der Unterstützung des organisierten Verbrechens, mangelnder Rückverfolgbarkeit und den Umweltauswirkungen ihrer Verwendung deutlich den Rang abläuft – allerdings im negativen Sinne. Sie seien verwirrt, warum bei Bitcoin jedoch offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird, so die Autoren.

„Auch wenn diese Währung überwiegend für kriminelle Zwecke verwendet wird, praktisch nicht zurückverfolgt werden kann und jedes Jahr Tausende von Bäumen absterben, halten wir es dennoch für übertrieben, Fiat-Währungen vollständig zu verbieten.“

Bitcoin Magazine, Policy-Team

Gleiche Interessen

Die Bitcoin-Community ist ein sehr heterogenes Geflecht, das aus Menschen mit unterschiedlichsten Ansichten besteht. Gleichwohl teilen große Teile der Community die Auffassung, dass man hinsichtlich der Nutzung von (nachhaltiger) Energie für das Bitcoin-Netzwerk „angemessene Sorgfalt“ walten lassen sollte. Das Policy Team erklärt, diesbezüglich in einem Absatz, dass zumindest die verfügbare Datenlage darauf hindeutet, dass das Bitcoin-Netzwerk die Einführung nachhaltiger Energie sogar beschleunigt (z. B. durch ortsunabhängiges Mining und der Monetarisierung von unerschlossenen grünen Energiequellen).

„Angesichts des sich überschneidenden Interesses der Bitcoin-Gemeinschaft in den Umweltfragen sind wir Verbündete bei der ‚angemessenen Prüfung des Energieverbrauchs von Bitcoin‘. Es ist schwierig, eine qualitativ hochwertige Analyse der Umweltauswirkungen von Bitcoin zu erstellen. Infolgedessen sind die vorhandenen Mainstream-Schriften zu Umweltfragen höchst problematisch, beruhen auf Missverständnissen über Bitcoin und haben typischerweise aufrührerische und irreführende Überschriften. Aber die Beweise scheinen darauf hinzuweisen, dass sowohl Tesla-Fahrzeuge als auch Bitcoin Energie verbrauchen und beide Technologien gut für die Umwelt sind.“

Bitcoin Magazine, Policy-Team

Bewertung des Energiemixes

Nachdem Tesla die Akzeptanz von Zahlungen via Bitcoin gestoppt hatte, verkündete Elon Musk via Twitter, dass seine Firma diese Entscheidung revidieren würde, sobald sich herausstellte, dass der Prozentsatz der Nutzung erneuerbarer Energiequellen für das Bitcoin-Mining bei über 50% liegt.

Während dies nach den aktuell vorliegenden Ergebnissen bereits der Fall ist und der Energiemix von Bitcoin bereits zu etwa 56% aus regenerativen Energiequellen stammt, bezeichnen es die Bitcoin Magazine-Autoren als „ein wenig ironisch“, dass ausgerechnet die Firma Tesla besorgt über die Energienutzung von BTC ist.

Sie rechnen vor:

„Nach den besten verfügbaren Forschungsergebnissen besteht der Energiemix von Bitcoin bereits zu 56% aus erneuerbaren Energien, verglichen mit etwa 20% für den Stromverbrauch des Durchschnittsamerikaners. Da über 80% der Tesla-Ladevorgänge zu Hause stattfinden, bedeutet das, dass Teslas auf Eis gelegt werden sollten, bis die Energie, die die Menschen zum Aufladen verwenden, zu mehr als 50% erneuerbar ist? Wir hoffen nicht.“

Bitcoin Magazine, Policy-Team

Da es heute bereits billiger ist, einen neuen Solar- oder Windpark als ein fossiles Kraftwerk zu bauen und sich das Bitcoin-Mining aufgrund seiner spieltheoretischen Grundlagen stets hin zur günstigsten Stromquelle bewegt, werden sich diese Werte darüber hinaus langfristig sogar noch verbessern.

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Mehr Forschung

Die Frage nach den Auswirkungen von Bitcoin auf die Umwelt natürlich in jedem Fall berechtigt. Da die genaue Faktenlage aber noch im Wesentlichen unerforscht ist und gewonnene Informationen darüber hinaus stets kontextbezogen dargestellt werden sollten, schlagen die Autoren vor, intensivere Forschung auf diesem Gebiet zu betreiben.

„Für jede Analyse würde eine angemessene Aufschlüsselung nicht nur sagen „Bitcoin verbraucht so viel Energie wie XYZ“, sondern kontextbezogene Informationen wie: (A) Wie hoch ist das Delta im Energieverbrauch von Bitcoin im Vergleich zu Fiatwährungen und Gold? (B) Welche Art von Energie wird verwendet? (C) Wann wird die Energie verbraucht (angesichts der Entenkurve des Energieverbrauchs)?“

Bitcoin Magazine, Policy-Team

Einige wenige Forschungsarbeiten zu dieser Thematik sind laut der Autoren bereits vorhanden. Diese deuten darauf hin, dass die Umweltauswirkungen von Bitcoin weit überschätzt werden. Die meisten Untersuchungen zu den Umweltauswirkungen von Bitcoin gehen davon aus, dass Fiat-Währungen und Finanzsysteme im Wesentlichen keine Strom- oder Umweltkosten verursachen, was faktisch natürlich falsch ist.

Gerade bei grenzüberschreitenden Transaktionen, die einen großen Teil des Bitcoin-Netzwerks ausmachen, sei die Verwendung von Fiatgeld nicht nur viel teurer, sondern auch deutlich ressourcenintensiver, so Khanna, McCarty und Zell.

Ein Appell

Zum Abschluss des offenen Briefes richtete das Policy-Team einen Appell an die Öffentlichkeit und im Speziellen an Tesla. Da gerade der Autogigant Verständnis für diese Situation haben sollte, da auch der Energiemix ihrer Fahrzeuge eine weitverbreitete Kritik ist, fordern die Autoren Tesla dazu auf, die eigenen Ressourcen zu nutzen und sich an der Forschung zur Energiethematik zu beteiligen. Es braucht

Um dieser Frage am effektivsten auf den Grund zu gehen und Tesla, andere zukünftige Anbieter und die politischen Entscheidungsträger in Washington von der Stichhaltigkeit der Ergebnisse zu überzeugen, schlagen wir vor, dass diese Forschung von Personen durchgeführt wird, die über ein starkes Umweltbewusstsein verfügen, um dem Problem auf den Grund zu gehen und Erkenntnisse zu gewinnen, die auch außerhalb der bestehenden Bitcoin-Nutzerbasis Beachtung finden. Wir wissen, dass Tesla Zugang zu solchen Institutionen hat und unserer Koalition helfen kann, Umweltgruppen einzubeziehen. Es ist an der Zeit, klare Antworten zu diesem Thema zu bekommen.

Bitcoin Magazine, Policy-Team

Wenn Tesla zusammen mit unabhängigen Umweltforschern tatsächlich die (positiven) Umwelt-Aspekte bestätigen könnte, wäre dies für die Zukunft ein unfassbar bullischer Treiber. Der immer wiederkehrende „FUD“ (Fear, Uncertainty, Doubt – Angst, Unsicherheit, Zweifel) gegen Bitcoins Energieverbrauch könnte damit im Keim erstickt und mit detaillierten und unabhängigen Fakten widerlegt werden.

Bisher haben weder Musk, noch Tesla sich offiziell zum Brief geäußert.