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IWF-Direktoren fordern einheitliche und globale Regulierung des Krypto-Marktes

Am von IMF

Die beiden Geld- und Kapitalmarkt Direktoren des Internationalen Währungsfonds (IWF), Aditya Narain und Marina Moretti veröffentlichten gestern einen Artikel, in welchem sie im Namen des IWF eine global koordiniert, konsistente und umfassende Regulierung des Krypto-Marktes und aller darin befindlichen Akteure fordern. Die beiden Direktoren erkannten an, dass Krypto-Assets mittlerweile das Dasein als Nischenprodukt hinter sich gelassen haben und sich ihren Weg in die breitere Öffentlichkeit bahnen konnten. Ein globaler Regulierungsrahmen sei jedoch notwendig, „um Ordnung in die Märkte zu bringen, dazu beizutragen, das Vertrauen der Verbraucher zu stärken, die Grenzen des Zulässigen abzustecken und einen sicheren Raum für die Fortsetzung nützlicher Innovationen zu schaffen“, so Narain und Moretti.

„Krypto-Vermögenswerte gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt, aber erst jetzt stehen Bemühungen um ihre Regulierung ganz oben auf der politischen Agenda. Das liegt zum Teil daran, dass Kryptowährungen erst in den letzten Jahren von Nischenprodukten auf der Suche nach einem Zweck zu einer Mainstream-Präsenz als spekulative Anlagen, Absicherungen gegen schwache Währungen und potenzielle Zahlungsinstrumente geworden sind.“

Aditya Narain und Marina Moretti, IWF

Regulierung wird zur Herausforderung

Aditya Narain
Aditya Narain. Quelle: WEF

Die beiden Direktoren stellten klar, dass sowohl die Anwendung bestehender Regulierungsrahmen auf Krypto-Assets als auch die Entwicklung neuer Rahmenwerke die entsprechenden Behörden vor eine Herausforderung stellt. Die hohe Dynamik innerhalb des Krypto-Marktes hat zur Folge, dass die Regulierungsbehörden sich schwer damit tun, damit Schritt zu halten. Auch die Suche nach talentierten und fähigen Mitarbeitern gestaltet sich zumeist als schwierig und fehlende Offenlegungs- und Meldepflichten machen eine umfassende Überwachung des Krypto-Marktes nahezu unmöglich.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Terminologie, die zur Beschreibung der vielen verschiedenen Aktivitäten, Produkte und Akteure verwendet wird, nicht weltweit vereinheitlicht ist. Schon der Begriff „Krypto-Asset“ selbst bezieht sich auf ein breites Spektrum digitaler Produkte, die teilweise kaum Gemeinsamkeiten und völlig unterschiedliche Voraussetzungen und Ziele haben.

Marina Moretti
Marina Moretti. Quelle: IWF

Ein „Wettlauf nach unten“

Grundsätzlich ist in den vergangenen Monaten und Jahren auf nationaler und internationaler Regulierungsebene schon einiges passiert. Während es in einigen Ländern, wie z.B. der Schweiz sehr progressive Regulierungsansätze gab und der Bitcoin in El Salvador gar zum gesetzlichen Zahlungsmittel erklärt wurde, gab es auch einige Nationen, die die Emission, den Besitz oder die Verwendung von Krypto-Asssets gänzlich untersagten. In den USA und der EU befinden sich die Regulierungsbemühung aktuell noch in einem Entwurfsstadium, aber auch hier ist bereits zu erkennen, dass verschiedene Herangehensweisen gewählt werden.

Aufgrund der gegensätzlichen nationalen Ansätze fürchten Narain und Moretti, dass es zu einem „Wettlauf nach unten“ kommen könnte. Akteure aus dem Krypto-Bereich werden stets in die Länder und Jurisdiktionen abwandern, in denen sie die geringste regulatorische Strenge vorfinden, aber trotzdem über das Internet für jedermann erreichbar bleiben.

Forderung des IWF

Die IWF-Direktoren zeigten sich aufgrund der unterschiedlichen Regulierungsrahmen besorgt.

„Das Regelungsgefüge wird derzeit gewoben und es wird erwartet, dass sich ein Muster herausbildet. Die Sorge ist jedoch, dass je länger dies dauert, desto mehr nationale Behörden in unterschiedlichen Regulierungsrahmen stecken bleiben.“

Aditya Narain und Marina Moretti, IWF

Angesichts dessen forderten Narain und Moretti im Namen des IWF eine globale Reaktion, „die (1) koordiniert ist, um die regulatorischen Lücken zu schließen, die sich aus der inhärent sektor- und grenzüberschreitenden Emission ergeben und um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten; (2) konsistent ist, damit sie mit den gängigen regulatorischen Ansätzen über das gesamte Aktivitäts- und Risikospektrum hinweg übereinstimmt; und (3) umfassend ist, damit sie alle Akteure und alle Aspekte des Krypto-Ökosystems abdeckt.“

Abschließend stellten sie klar, dass dies ein wichtiger Schritt sei, um das Vertrauen der Verbraucher in den Krypto-Markt weiter zu stärken und damit einen sicheren Raum für weitere nützliche Innovationen zu schaffen.


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