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Indien und Bitcoin: Regulation statt Verbote

Am von Indien Bitcoin Regulation

Einem Bericht von Business Today zufolge wird die indische Regierung in ihrem kommenden Haushaltsplan im Februar wahrscheinlich Bitcoin und andere Kryptowährungen regulieren und damit von ihrem früheren Ansatz abrücken, ein vollständiges Verbot zu verhängen. Bereits im Juni berichtete die indische Tageszeitung „The New Indian Express“ darüber, dass Indien Bitcoin als ein „Asset“ klassifizieren könnte.

Ein rechtlicher Rahmen zur Regulierung und Steuerung des aufkeimenden Kryptowährungs-Investmentmarktes in Indien könnte nun innerhalb der nächsten Monate verabschiedet werden. Beamte des indischen Finanzministeriums haben gegenüber Business Today erklärt, dass ein Gesetz für Kryptowährungen höchstwahrscheinlich bis zum nächsten allgemeinen Haushaltsplan erlassen werden soll.

Das vorgeschlagene Rahmenwerk wird sich wahrscheinlich von einem früheren Ansatz abwenden, der ein vollständiges Verbot von Kryptowährungen vorsah. Stattdessen wird sich die Regierung wahrscheinlich für eine Regulierung von Kryptowährungen als „Asset“-Klasse entscheiden, ähnlich wie bei Rohstoffen, mit einer angemessenen Besteuerung von Transaktionen und Gewinnen.

„Wir können definitiv sagen, dass der neue Ausschuss, der an Kryptowährungen arbeitet, sehr optimistisch ist, was die Regulierung und Gesetzgebung für Kryptowährungen angeht. […] Ein neuer Vorschlagsentwurf wird bald dem Kabinett vorliegen, das sich mit dem Gesamtszenario befassen und den besten Schritt nach vorne machen wird. Wir sind sehr zuversichtlich, dass die Regierung Kryptowährungen und Blockchain-Technologien annehmen wird“.

Ketan Surana, Mitglied der Internet and Mobile Association of India.

Warnung vor Gefahren

Beamte des Finanzministeriums und der indischen Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) sind weiterhin mit der Feinabstimmung des konzeptionellen Rahmens und der erforderlichen Vorschriften beschäftigt. Dabei haben sie vor allem die möglichen Fallstricke im Auge, die mit einem Investment in Kryptowährungen einhergehen. Allen voran sollen die Regelungen die Verbraucher auch vor (Exit-)Scams und andere Betrügereien schützen.

Ein Beamter des Finanzministeriums sagte dazu zu Business Today:

„Was nicht passieren sollte, ist, dass ich morgen eine eigene digitale Währung einführe, die nach gutem Marketing von allen gekauft wird und sobald sie an Wert gewonnen hat, ich mit dem eingenommenen Geld davonlaufe, weil ich ein privater Akteur bin! In der Praxis hat jeder diese Währung mit anderen Vermögenswerten gekauft. Die Regierung muss sich mit der Regulierung befassen, um das zu vermeiden.“

Ein indischer Finanzbeamter

Dies klingt fast so, als sollten private und zentral entwickelte Projekte (wie z.B. Stablecoins) stärker reguliert werden als öffentliche und freie Projekte wie z.B. Bitcoin. Eine ähnliche Aussage tätigte auch Gary Gensler, der Vorsitzende der SEC dazu indem er klar stellte, dass zwar Bitcoin für eine eine „Commodity“ (also ein(e) Ware/Rohstoff) ist, er aber die meisten anderen Kryptoprojekte eher als „Security“ (Wertpapier) betrachtet.