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Handelsplattform FTX stellt 5 Milliarden US-Dollar in Krypto und Bargeld sicher

Am von FTX

Gute Nachricht für die Betroffenen der FTX-Insolvenz: Kunden und Gläubiger von FTX können auf Zahlungen aus der Insolvenzmasse der kollabierten Krypto-Börse hoffen. So erklärte ein Anwalt des Unternehmens vor einem US-Insolvenzgericht am Mittwoch, dass Bargeld und Kryptowährungen im Volumen von fünf Milliarden Dollar sichergestellt worden seien.

FTX stellt Gelder in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar sicher

Laut einem Coindesk-Bericht erklärte der FTX-Anwalt Andy Dietderich, dass die insolvente Krypto-Börse FTX „5 Milliarden Dollar in bar und liquiden Kryptowährungen wiedererlangt habe“. Das Unternehmen arbeite jedoch immer noch „an der Wiederherstellung der Transaktionshistorie“ und die Gesamthöhe der Verbindlichkeiten sei „noch immer unklar.“

Ebenfalls erklärte Dietderich, dass das Unternehmen plane, nicht-strategische Investitionen in Höhe von 4,5 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Darunter fallen die Tochterunternehmen LedgerX, Embed, FTX Japan und FTX Europe. Diese Unternehmen besaßen kein direktes Konto bei FTX und arbeiten bereits an Plänen zur Auszahlung der Kundengelder.

Auch gab es neue Details zu den Machenschaften von FTX. Es war bereits bekannt, dass der CEO Sam Bankman-Fried (SBF) eine Hintertür für die Kundengelder bei FTX einbaute. Somit konnte SBF Kundeneinlagen unentdeckt von der Plattform an den hauseigenen Krypto-Hedgefonds Alameda Research versenden. Der Rechtsanwalt Adam Landis erklärte nun, dass auf diese Weise 65 Milliarden US-Dollar unbemerkt an den Hedgefonds geschickt wurden.

„Wir wissen, was Alameda mit dem Geld gemacht hat. Es hat Flugzeuge und Immobilien gekauft, Partys geschmissen und politische Spenden veranlasst. Weiter hat es die FTX Arena in Miami finanziert, ein Formel-1-Team und viele andere Unternehmen, Veranstaltungen und Persönlichkeiten gesponsert“, erklärte Landis.

Hoffnungsschimmer für die Krypto-Industrie

Mit der gestrigen Meldung steigt die Hoffnung für die Anleger, einen Teil ihrer Einlagen erstattet zu bekommen. Um die noch vorhandenen Vermögenswerte streiten sich bereits Insolvenzverwalter auf den Bahamas und Antigua sowie Verwalter der Konkursmasse vom Unternehmen BlockFi, welches ebenfalls Insolvenz anmeldete. Ende Dezember hatten die Anleger eine Sammelklage gegen die bankrotte Firma eingereicht.

Mit der Sammelklage wollen die Kläger erreichen, dass bei Rückzahlungen die Kundeneinlagen nicht zuerst FTX oder Alameda zugeschrieben werden, sondern dass zunächst die Privatkunden entschädigt werden.

Eine Rückzahlung der Gelder könnte für Entspannung auf den Krypto-Märkten sorgen. Besonders BlockFi und das Krypto-Unternehmen Digital Currency Group (DCG) gerieten aufgrund der FTX-Insolvenz in Schwierigkeiten. Die Tochterfirma von DCG, Genesis Global Capital, musste im Zuge der FTX-Insolvenz die Auszahlungen von der Plattform aussetzen. Die Handelsplattform Gemini, welche für ihr Earn-Programm die Dienstleistung von Genesis in Anspruch genommen hatte, deaktivierte daraufhin ebenfalls die Auszahlungen für ihr Lending-Programm. Seitdem befinden sich Gemini und die Digital Currency Group im Streit. Eine Rückführung der Einlagen könnte die Situation entspannen, sowie den Contagion-Effekt in der Krypto-Industrie entschärfen.


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