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Finanzierung von Bitcoin-Startups: Token vs. Risikokapital – was ist sinnvoller?

Am von Holger, Julian, Egge

Es gibt verschiedene Wege für Startups im Kryptobereich Geld einzusammeln, um die eigene Idee beziehungsweise Firma voranzubringen. Während Projekte, die auf einen Bitcoin-only Ansatz fokussiert sind, oft den traditionellen Weg wählen und sich durch Risikokapitalgeber („VC’s“) finanzieren lassen, setzen „Krypto-Projekte“ meist auf die Emission eines eigenen Tokens. Dies führt oft zu Spannungen und hitzigen Diskussionen zwischen den Vertretern dieser beiden Ansätze, denn die meisten „Bitcoiner“ sehen die Ausgabe eines Tokens, dessen einziger Zweck es oft ist, die Kassen der Initiatoren zu füllen als sehr unmoralisch an, da viele Käufer ein falsches Bild davon haben, was sie mit solchen Token eigentlich erwerben und oft in die Irre geführt werden.

„Aus Unternehmersicht ist der Weg, Geld über einen Token einzusammeln, aber eine sehr einfache Lösung um schnell an Kapital zu kommen und das eigene Projekt und dessen Weiterentwicklung zu finanzieren“, halten die „Altcoiner“ dem jedoch entgegen.

Doch welcher dieser beiden Wege ist der richtige Weg? Gibt es hierbei überhaupt ein richtig und falsch? Wo liegen die Vor- und wo die Nachteile des jeweiligen Ansatzes? Diese und weitere Fragen debattierten und beantworteten während des Blocktrainer Community Events 2022 drei Experten auf diesem Gebiet. Während mit Julian Liniger, dem CEO des Bitcoin-Brokers „Relai“ und Niklas Eggebrecht, einem der Gründer des sozialen Content-Netzwerks „Starbackr“ zwei Kenner im Bereich der Finanzierung via Risikokapital an der Diskussion teilnahmen, war mit Holger Rohm ein Verfechter des Token-Ansatzes bereit, sich den Ansichten von Liniger und Eggebrecht zu stellen.

Für Rohm liefern Tokens auch aus Unternehmersicht mehr positive Aspekte als schlicht die Kapitalakquise, da diese auch für die Community einen Anreiz zur Nutzung des jeweiligen Produktes liefern können. Aber auch Liniger und Eggebrecht entgegneten, dass Venture-Capital Firmen mehr als nur blankes Geld in ein Startup geben. Erfahrung, Netzwerke und gute Ideen sind oft ein wichtiger Faktor, um Produkte voranzutreiben, die jedoch bei der Token-Finanzierung völlig verloren gehen.

In der spannenden Debatte wurden von beiden Seiten zahlreiche Argumente ausgetauscht, die vielen Zuschauern vor Ort einige „Aha-Momente“ in das Gesicht zauberten. Wer die ganze Diskussion ansehen möchte, kann dies ab sofort auf dem Blocktrainer-YouTube Kanal tun.