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FED verbietet ihren Beamten den Handel mit Bitcoin!

Am von FED Bitcoin

Die amerikanische Zentralbank (FED) verbietet ihren Beamten in verschiedene Vermögenswerten, darunter auch Bitcoin, zu investieren. Das geht aus der gestern veröffentlichten Erklärung des letzten Meetings des Federal Open Market Commitees (FOMC) hervor. Grund für die Entscheidung war die Meldung des letzten Jahres, dass FED-Beamte Wertpapiere und Anleihen besaßen, die direkt von dem Corona-Kaufprogramm der Zentralbank profitiert hatten.

Hintergrund zum Verbot

Die Regeln, die erstmals im Oktober 2021 angekündigt wurden, sollen darauf abzielen, das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Unparteilichkeit und Integrität des Ausschusses zu stärken, indem sie selbst den Anschein eines Interessenkonflikts verhindere, hieß es in der Erklärung.

Ab dem 1. Mai 2022 dürfen hochrangige FED-Beamte nicht mehr in Aktien, Sachfonds, Anleihen, behördliche Wertpapiere, Kryptowährungen, Fremdwährungen, Rohstoffe und Derivatekontrakte investieren.

Aber nicht nur hochrangige Beamte der Zentralbank sind von dem Verbot betroffen. Auch Stabsoffiziere, Bond Desk Manager und stellvertretende Direktoren, die regelmäßig an den FOMC-Meetings teilnehmen, müssen sich an die neuen Vorgaben halten. Bei den FOMC-Meetings treffen sich hochrangige Vertreter der Federal Reserve und beraten sich über die weiteren monetären Entscheidungen.

Profitierte persönlich von den Entscheidungen der FED: Der Vorsitzende Jerome Powell. Quelle: Financial Times

Interessenkonflikt der FED

Letztes Jahr im September stellte sich heraus, dass Beamte der Federal Reserve Anleihen und Wertpapiere besaßen, die direkt von dem Corona Ankaufprogramm profitierten. Seit dem Beginn der Covid-Krise kaufte die amerikanische Zentralbank US-Staatsanleihen in Höhe von 3,2 Billionen US-Dollar und Hypotheken besicherte Wertpapiere für 1,3 Billionen US-Dollar. Auch hochrangige Beamte wie der Vorsitzende der FED, Jerome Powell, waren von dem Vorfall betroffen. Dieser besaß in seinem Portfolio Anleihen im Wert von 1,25 Millionen US-Dollar.

Zwar haben die Mitglieder der FED damit nicht gegen den Verhaltenskodex verstoßen, allerdings warf der Vorfall moralische Fragen auf. Schließlich ist die Zentralbank verpflichtet, monetären Entscheidung objektiv für die Allgemeinheit zu treffen. Wenn Beamte allerdings Vermögenswerte besitzen, die direkt von Beschlüssen der Zentralbank abhängig sind, stellt sich die Frage, wie objektiv die Entscheidungen der FED wirklich sind. Mit den neuen Vorgaben soll dies in Zukunft verhindert werden.