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Bitcoin-Zitadelle

Inhaltsverzeichnis

Die Bitcoin-Zitadelle – Ein kurzer Rückblick

Wow. Was war das für ein Wochenende. Ein Schloss, Zweihundert Bitcoiner, drei Tage pures Vergnügen. Für all diejenigen, die -aus welchen Gründen auch immer- bei diesem Event nicht dabei sein konnten, wollen wir an dieser Stelle einen kurzen Rückblick bzw. eine Zusammenfassung des vergangenen Wochenendes geben.

Aber soviel vorab: Die Bitcoin-Zitadelle war vielmehr ein Fest als eine Konferenz und auf jeden Fall durch und durch ein voller Erfolg. Negative Stimmung und Stimmen gab es nicht und der größte Teil der Zitadellen-Besucher dürfte eine Fortsetzung kaum erwarten können.

Die Location

Es hätte für dieses Bitcoiner-Treffen fast keinen besseren Veranstaltungsort geben können, als das barocke Schloss „Burgscheidungen“ in Sachsen-Anhalt. Der zwar mittlerweile in die Jahre gekommene Prachtbau versprühte einen gewissen Charme, der die „Stay humble, stack Sats“- Philosophie der Bitcoin-Plebs perfekt in Einklang mit dem Eventthema „Zitadelle“ brachte. Die Leuchtkraft des hoch über der Unstrut gelegenen Schlosses entstand also nicht nur durch die künstlich angebrachten Laseraugen an einer Statue an der östlich gelegenen Parkfront.

Die Ausrichter

Mit den Teams von BLOCKTRAINER, EINUNDZWANZIG und FULMO waren drei der reichweitenstärksten deutschen Bitcoin-Communities involviert. Das Team von Fulmo brachte durch die Organisation zahlreicher Veranstaltungen, wie der Lightning-Conference oder den Lightning Hackdays, ein enormes Maß an Expertise für die Durchführung derartiger Events mit ein. Diese war auch zwingend notwendig, denn die Zeit drängte, schließlich blieben für die komplette Vorbereitung nur etwa 6-7 Wochen.

Geeignete Location suchen, Programmplanung, Speaker einladen, Sponsoren akquirieren, Website erstellen, Caterer suchen, mit dem Ordnungsamt telefonieren, Corona-Konzept erstellen, Licht und Technik organisieren…. die Liste an Dingen die zu tun waren, war quasi endlos. Um so beeindruckender war es, dass die Bitcoin-Zitadelle absolut reibungslos ablief. An dieser Stelle wirklich ein großes Dankeschön an das Fulmo Team, ohne die dies in dieser kurzen Zeitspanne sicherlich nicht derart zu organisieren gewesen wäre.

Lobend zu erwähnen ist außerdem, dass das Orga-Team quasi die eigene Freizeit opferte und ohne Gewinnabsicht agierte, um ein Event „von Bitcoinern für Bitcoiner“ zu schaffen. Unterstützt von einigen Mitgliedern aus den jeweiligen Communities, die sich ebenfalls unentgeltlich vor Ort mit einbrachten und sich beispielsweise um die Technik (Danke Tom und Domi!) oder den Einlass kümmerten, wurde die Orga-Mannschaft komplettiert.

Orga Logos Zitadelle

Die Sponsoren

Nach den ersten groben Kalkulationen war schnell klar, dass wir dringend auf Sponsorengelder angewiesen sind, um die Ticket-Preise in einem Rahmen zu halten, der auch für das Prekariat der Bitcoin-Szene erschwinglich war. Ein Dankeschön geht deswegen an dieser Stelle an

ohne euch wäre das Event in dieser Form sicherlich nicht möglich gewesen.

Die Programmpunkte

Freitag

Das Programm war gespickt mit Präsentationen und Workshops aus verschiedenen Themenbereichen rund um Bitcoin. Während einige Teilnehmer bereits am Donnerstag angereißt waren, startete das offizielle Programm erst am Freitag Abend. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde durch Jeff (Fulmo), Roman (Blocktrainer) und Fabio (Einundzwanzig), gab es im Schlosshof direkt das erste Highlight des Wochenendes.

Der weltweit bekannte Bitcoin-Advokat und Dozent Andreas Antonopoulos fand zusammen mit seinem Kollegen, dem Lightning-Entwickler René Pickhardt, den Weg nach Sachsen-Anhalt. Als erster Programmpunkt stand demnach ein Fireside-Chat zwischen den beiden Co-Autoren des neuen Buchs „Mastering the Lightning Network“ an. Moderiert wurde das ganze von Dennis Reimann, einem der Co-Hosts des Einundzwanzig-Podcasts.

Die beiden angekündigten Programmpunkte für den Freitag Abend, nämlich die Präsentation von „Freie Privatstädte“-Autor Titus Gebel und die Lesung aus dem Buch zum Magic Future Money Wettbewerb von Friedemann Brenneis, mussten entsprechend um ein paar Minuten nach hinten verschoben werden.

Samstag

Das Samstagsprogramm hatte es in sich und war thematisch ebenfalls relativ weit gestreut. Während der Morgen weitestgehend von Entwicklungen rund um das Lightning-Netzwerk geprägt war, ging es am Nachmittag um Themen wie Regulation, Hyperbitcoinazation oder darum, was Memes mit Bitcoin zu tun haben.

Sogar Florencia Vilanova de von Oehsen, die Botschafterin von El Salvador, nahm sich die Zeit und hielt eine halbstündige Rede an die Bitcoin-Gemeinschaft.

Da die Talks vom Samstag alle in voller Länge und ungeschnitten auf unserem Youtube-Kanal zu finden sind, möchten wir hierauf gar nicht genauer eingehen.

Sonntag

Offizielles Programm gab es am Sonntag nicht mehr. Nach einem gemeinsamen Frühstück bzw. Brunch machten sich die Zitadellen-Bewohner wieder auf den Nachhauseweg in das triste Fiat-Leben 🙂 .

Die Teilnehmer

Das eigentliche Highlight für die meisten Besucher waren wahrscheinlich nicht die einzelnen Programmpunkte, sondern vielmehr die Teilnehmer selbst. Alte Bekannte und neue Bitcoiner treffen und für viele das Wichtigste: Die Menschen hinter irgendwelchen Nicknames und Twitter-Handles endlich persönlich kennen lernen.

Den hohen Männerüberschuss einmal ausgeklammert, war das Teilnehmerspektrum an sich doch relativ divers und breit gestreut. Es waren Menschen aus jeder Altersklasse und Gesellschaftsschicht anzutreffen. Kinder, Teenager, junge Erwachsene und Rentner. Anfänger und Neulinge im Bitcoin-Space ebenso wie alte Hasen und Profis. Leute mit technischem oder ökonomischen Background oder welche die Bitcoin als Kunstgegenstand verwenden.

Die Kombination aus dieser bunten Mischung der Teilnehmer und dem gemeinsamen Interessens- bzw. Lebensinhalt „Bitcoin“ trug ebenfalls dazu bei, dass das Event ein voller Erfolg wurde.

Die Verpflegung

Das Catering sollte an dieser Stelle auf jeden Fall nicht unerwähnt bleiben, denn das Team des engagierten Catering-Services machte einen super Job. Die Damen und Herren waren fast rund um die Uhr für die Bitcoin-Plebs verfügbar und versorgten die Meute mit Speis und Trank. Da im Ticketpreis von 121€ die Verpflegung als Flatrate inkludiert war, trank der ein oder andere Teilnehmer definitiv auch mal ein oder zwei Gläschen über den Durst.

Obwohl Bier demnach kostenlos und quasi unbegrenzt zur Verfügung stand, zogen es einige Bitcoiner dennoch vor lieber für die herbe Erfrischung zu bezahlen. Schuld daran war der im Schlosshof aufgestellte Lighting-Bierautomat, der gegen eine Zahlung von 21 Satoshi das goldene Getränk aus seinem Zapfhahn fließen lies.

Das Fazit

Wie bereits Eingangs erwähnt, war weder während des Wochenendes, noch im Anschluss daran, auch nur eine einzige negative Stimme zu hören. Es war ein großes Miteinander der deutschsprachigen Bitcoin-Community, welches durch die tolle Location und wohldurchdachte Organisation, einen geeigneten Rahmen fand.

Ein Fazit, welches wohl der Großteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer für sich gezogen haben dürfte, war:
„Endlich normale Leute.“