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Commerzbank reicht Antrag auf Kryptoverwahrlizenz ein

Am von Kryptoverwahrlizenz

Die Commerzbank hat bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen Antrag für den Erhalt einer Kryptoverwahrlizenz eingereicht. Dies gab ein Sprecher der Commerzbank letzte Woche gegenüber der Börsen-Zeitung bekannt. Damit wäre die viertgrößte Bank Deutschlands die erste Geschäftsbank des Landes, die eine solche Lizenz erhalten würde.

Laut dem Bericht hat die Commerzbank bereits im ersten Quartal dieses Jahres einen entsprechenden Antrag bei der BaFin eingereicht. Seit dem 1. Januar 2020 ist eine Erlaubnis zur Verwahrung von Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum durch die Behörde zwingend erforderlich. Ohne eine solche Lizenz seitens der BaFin droht dem Finanzdienstleister eine strafrechtliche Verfolgung mit bis zu fünf Jahren Gefängnis für die Verantwortlichen.

Die Commerzbank hat sich damit in die lange Liste der Wartenden eingetragen. Nach Angaben der Finanzaufsicht hat sie bisher 25 Anträge auf die Lizenz erhalten und vier davon wurden bewilligt. Die Handelsplattform Coinbase war im Januar 2021 das erste Unternehmen, das eine solche Lizenz durch die BaFin erhalten hat.

Insgesamt betreut die Commerzbank mehr als 18,8 Millionen Privat- und Unternehmerkunden sowie über 70.000 Firmenkunden, multinationale Konzerne, Finanzdienstleister und institutionelle Kunden. Mit dem Erhalt der Lizenz könnte die Commerzbank ausgewählten Kunden in Zukunft auch Kryptodienstleistungen anbieten. Laut dem Bericht sollen primär institutionelle Kunden die Möglichkeit erhalten, ihre Kryptowährungen durch die Commerzbank verwalten zu lassen.

Noch im Februar letzten Jahres veröffentlichte die Commerzbank einen Insight-Bericht, in dem die Geschäftsbank die Digitalwährungen scharf kritisierte. So hieß es im Bericht, dass es dem Bitcoin an Gebrauchswert und ideellem Wert fehle. Inzwischen scheint sich die Meinung der Commerzbank zu Bitcoin geändert zu haben.

Denn immer häufiger erkennen vor allem die Geschäftsbanken die Möglichkeiten von Bitcoin. Aufgrund der historischen Niedrigzins-Umgebung wird es immer schwieriger für die Banken profitabel zu operieren. Eine entsprechende Verwahrdienstleistung kann eine Möglichkeit sein dieses neue Geschäftsfeld zu erschließen, denn obwohl es natürlich immer am besten ist seine privaten Schlüssel selbst zu verwalten, kann ein regulierter Service zu Verwahrung der privaten Schlüssel den Einstieg in die „Bitcoin-Welt“ für viele erleichtern.