Mitten im Herzen Wiens soll ein permanentes Bitcoin-Wahrzeichen entstehen. Initiiert wird das Projekt von Bitcoin Austria, einem seit 2011 bestehenden gemeinnützigen Verein, der sich der Aufklärung und Verbreitung von Bitcoin widmet. Die Statue „Satoshi Nakamoto“ stammt von der italienischen Künstlerin Valentina Picozzi. Weltweit existieren nur 21 Exemplare – eines davon soll künftig dauerhaft in Wien installiert werden.

Ein Denkmal für die „Many“, nicht für die „Few“

Das Projekt ist zu 100 Prozent Non-Profit organisiert. Ziel ist es ausdrücklich nicht, ein von einem Großsponsor finanziertes Monument zu errichten, sondern ein Wahrzeichen, das von einer breiten Community getragen wird.

„Wir bauen das Denkmal. Ihr macht es möglich.“ – so fasst Bitcoin Austria die Initiative zusammen.

Als Standort ist das „Viertel Zwei“ vorgesehen, ein modernes Stadtquartier in Wien. Der konkrete Aufstellpunkt befindet sich derzeit noch in finaler Abstimmung.

Internationale Präsenz und mediale Aufmerksamkeit

Exemplare der Statue stehen bereits in mehreren Städten weltweit (z.B. steht sogar ein Exemplar in der New Yorker Stock Exchange) und haben innerhalb der Bitcoin-Szene durchaus weitreichende Bekanntheit erlangt. Sie sind ein beliebtes Fotomotiv und mittlerweile sogar dediziertes Reiseziel einiger Bitcoiner. 

Besonders Aufmerksamkeit erregte übrigens im Sommer des vergangenen Jahres ein Vorfall im Schweizer Lugano, wo eine der Satoshi-Statuen entwendet wurde. Glücklicherweise ist diese mittlerweile aber wieder aufgetaucht und zurück an Ort und Stelle.

Der Diebstahl sorgte international für mediale Berichterstattung und unterstrich zugleich die symbolische Bedeutung, die das Kunstwerk innerhalb der Community inzwischen einnimmt. 

Die begrenzte Auflage von lediglich 21 Exemplaren trägt zudem zur Wahrnehmung als eine Art Symbolobjekt bei. Mit Wien würde nun auch eine europäische Hauptstadt hinzukommen – sofern das Finanzierungsziel erreicht wird.

Auf die Frage „Warum Wien?“ heißt es vonseiten der Organisatoren:

Wien ist nicht irgendein Standort. Hier wurden mit der Österreichischen Schule (Menger, Mises, Hayek) zentrale Ideen zu freiem Geld, Eigentumsrechten und Wettbewerb der Währungen formuliert. Bitcoin hat diese Prinzipien in Code gegossen: ein offenes Netzwerk, feste Regeln, ein begrenztes Angebot von 21 Millionen Einheiten. Bitcoin Austria ist die älteste Bitcoin‑NPO der Welt (eingetragen 2011). Zum 15‑jährigen Jubiläum machen wir dieses Erbe physisch sichtbar - dauerhaft und öffentlich zugänglich.

Community-Aktion: Deine Sats wirken 3-fach

Um das Fundraising zu beschleunigen, wurde eine zeitlich begrenzte Matching-Aktion gestartet.

Vom 1. Februar bis 1. März verdreifachen zwei anonyme Bitcoin-Veteranen jede eingehende Kleinspende.

Das Prinzip

Wer beispielsweise 100.000 Sats spendet, erhält durch das Matching zusätzliche 200.000 Sats aus dem Topf der Unterstützer. Dem Projekt fließen somit insgesamt 300.000 Sats zu.

Die Regeln:

Gültig sind Spenden bis 1 Million Sats pro Transaktion, damit möglichst viele Unterstützer teilnehmen können. Der Matching-Topf ist auf 0,21 BTC begrenzt. Die Aktion läuft bis zum 1. März oder bis der Topf ausgeschöpft ist.

Der Hintergrund bzw. Hintergedanke dabei ist: Das Denkmal soll nicht von wenigen „Walen“ getragen werden, sondern durch viele einzelne Bitcoiner entstehen – quasi als sichtbares Symbol einer dezentral organisierten Community.

Finanzierungsziel: 1,35 BTC

Für die Realisierung werden insgesamt 1,35 BTC veranschlagt. Darin enthalten sind:

1 BTC für das Kunstwerk selbst, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll, Fundament, Logistik sowie behördliche Genehmigungen.

Organisation und Umsetzung erfolgen ehrenamtlich durch Bitcoin Austria. Das Projekt soll transparent, gemeinnützig und ohne Vereinnahmung durch einen Einzelsponsor realisiert werden.

Jetzt unterstützen

Wer das Projekt unterstützen möchte, kann über die Crowdfunding-Seite spenden. Etwas mehr als ein Drittel des Ziels wurde bereits erreicht. Durch die Matching-Aktion werden, wie erklärt, kleinere Beiträge in ihrer Wirkung verdreifacht, sodass auch kleine Beträge entsprechend mithelfen können.

👉 Zur Kampagne:
https://pay.bitcoin-austria.at/apps/3B9v3QzPu9S3xyXFxZHmKgjmhWt9/crowdfund

 

René

Über den Autor: René

René ist Blocktrainer-Mitarbeiter der ersten Stunde. Als „Chief Operation Officer“ ist er mittlerweile hauptsächlich mit strategischen und organisatorischen Aufgaben betraut, findet jedoch Freude daran, zeitweise redaktionell tätig zu sein. In den vielen Jahren, in denen er im Bitcoin-Kosmos unterwegs ist, hat er sich ein breit gefächertes Know-how in sämtlichen Bereichen rund um die bedeutendste Kryptowährung angeeignet.

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