Nachdem in US-Bundesstaaten Gesetzentwürfe verabschiedet wurden, die die Errichtung einer Bitcoin-Reserve ermöglichen, geht Connecticut einen diametral anderen Weg: In dem kleinen Bundesstaat ist es jetzt explizit verboten, staatlich in Krypto-Assets zu investieren, diese zu halten und sogar Zahlungen in diesen zu akzeptieren.

Connecticut mit Anti-Bitcoin-Gesetz

Die Gesetzgeber des US-Bundesstaats Connecticut haben für einen Gesetzentwurf gestimmt, der vorsieht, dass „weder der Staat noch eine politische Unterabteilung des Staates“ Zahlungen in Kryptowährung annehmen oder Krypto-Assets halten sowie erwerben darf. Für die finale Version des Gesetzentwurfs, der in dieser Woche rechtskräftig geworden ist, gab es keine einzige Gegenstimme.

Das Gesetz beinhaltet neben dem Verbot einer Bitcoin-Reserve außerdem, dass sich jedes Unternehmen, das Transaktionen mit virtuellen Währungen abwickelt, eine staatliche Lizenz einholen muss.

Bitcoin-Reserven in US-Bundesstaaten

In den vergangenen Monaten wurden in insgesamt 26 US-Bundesstaaten Gesetzentwürfe zu Bitcoin- beziehungsweise Krypto-Reserven eingereicht. Die meisten sehen dabei vor, staatliche Investitionen in Kryptowährungen – insbesondere Bitcoin – möglich zu machen.

Einige dieser Gesetzentwürfe sind bereits gescheitert, sodass nur noch in 16 US-Bundesstaaten Bitcoin-Reserve-Gesetzentwürfe aktiv sind, wie die Website bitcoinlaws.io zeigt.

In New Hampshire und Arizona sind mittlerweile sogar Gesetze in Kraft, die die Errichtung einer Bitcoin-Reserve erlauben – im Fall von New Hampshire sogar durch aktive Käufe des Assets.

Im Bundesstaat Texas liegt derweil ein Gesetzentwurf, der staatliche Bitcoin-Käufe erlaubt, auf dem Tisch des Gouverneurs Greg Abbott, der als Bitcoin-freundlich gilt und bereits signalisiert hat, dass er das Vorhaben unterstützt.

Dass in Connecticut, einem der kleinsten und unbedeutendsten US-Bundesstaaten, ein Anti-Bitcoin-Reserve-Gesetzentwurf verabschiedet wurde, trübt das positive Gesamtbild nicht allzu sehr ein.

Dennoch: Der im Nordosten der USA gelegene Bundesstaat, der von den Demokraten dominiert ist, dürfte in der Bitcoin-Community jetzt ordentlich an Sympathiepunkten verloren haben. 

Joe Burnett, Direktor für Marktforschung beim Bitcoin-Dienstleister Unchained, fragte seine knapp 100.000 Follower auf der Plattform 𝕏 in Reaktion auf die Meldung scherzhaft, wie er Connecticut shorten – also von fallenden Kursen profitieren – kann.

Wie kann ich Connecticut shorten?
Joe Burnett

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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