Mehr als 650.000 Geschäfte akzeptieren jetzt Bitcoin
Kooperation von Scan to Pay und MoneyBadger
Scan to Pay ist das größte QR-Zahlungsnetzwerk Südafrikas. Es verbindet Banken, Händler und Kunden über eine einheitliche QR-Infrastruktur und ermöglicht Zahlungen sowohl im stationären Einzelhandel als auch online.
Durch die Kooperation mit dem Bitcoin-Zahlungsanbieter MoneyBadger können die zahlreichen Händler, die bereits Scan to Pay nutzen, nun auch Bitcoin-Zahlungen akzeptieren – ohne technische Umstellung oder zusätzliche Hardware.
MoneyBadger fungiert dabei als „Übersetzer“ zwischen den bestehenden Kassensystemen und dem Bitcoin-Netzwerk. Wird ein QR-Code gescannt, wickelt MoneyBadger die Transaktion über das Lightning-Netzwerk ab und tauscht den Bitcoin-Betrag in Echtzeit in Südafrikanische Rand (ZAR) um. Händler erhalten ihr Geld also weiterhin in der Landeswährung, wenn die Kunden mit Bitcoin bezahlen.
Das System basiert vollständig auf Softwareintegration: Laut Angaben von MoneyBadger war für die „mehr als 650.000 Händlerstandorte kein zusätzlicher Aufwand nötig“ – das heißt, dass keine neuen Terminals ausgeliefert wurden, sondern ein Software-Update beziehungsweise eine API-Anbindung genügte.
Diese Integration ermöglicht es über 7 Millionen Bitcoin-Lightning-Nutzern mit Wallets wie Blink, Aqua und Blitz sowie Bitcoin-Kaufplattformen wie Binance, Luno und VALR, ihre Bitcoin sofort für Lebensmittel, Kraftstoff, Restaurantbesuche und Online-Einkäufe auszugeben, ohne zusätzliche Schritte, während Händler die Zahlungen in lokaler Währung erhalten.
Auszug aus der Pressemitteilung
MoneyBadgers wachsende Infrastruktur
Die Partnerschaft mit Scan to Pay ist Teil einer breiteren Expansionsstrategie. Nach der Gründung von MoneyBadger im Jahr 2022 gab es im Februar 2023 bereits eine Partnerschaft mit Pick n Pay, einem der ersten Großkunden, um an rund 1.600 Standorten in Südafrika BTC-Zahlungen zu ermöglichen.
Im Juli 2025 beschleunigte MoneyBader sein Wachstum durch eine Finanzierungsrunde über circa 400.000 US-Dollar, die vor allem für den Ausbau von Partnerschaften mit Zahlungsdienstleistern, E-Commerce-Plattformen und QR-Netzwerken eingesetzt wurde. So schloss MoneyBadger in den vergangenen Monaten Kooperationen mit verschiedenen Unternehmen:
- Zapper (31.000 Händler)
- Peach Payments (Online- und POS-Zahlungen) – im 1. Halbjahr 2025 wurden über 19.500 Krypto-Transaktionen mit einem Volumen von rund 7,77 Millionen ZAR abgewickelt
- Ecentric Payment Systems
- Krypto-Plattformen und Wallet-Anbieter wie VALR, Luno, Blink, Aqua und Binance
Durch die Integration in bestehende Zahlungsnetzwerke und Wallets steigerte sich die Reichweite, ohne dass MoneyBadger jeden Händler einzeln akquirieren musste. Damit hat das Unternehmen Barrieren gesenkt und Bitcoin-Zahlungen an allen relevanten Schnittstellen des südafrikanischen Zahlungsverkehrs verankert – ob im Einzelhandel, an Tankstellen, in Restaurants oder im E-Commerce.
MoneyBadger freut sich, eine Vorreiterrolle bei der Umwandlung von Bitcoin von einem Wertspeicher zu einem Tauschmittel zu übernehmen, einen Beitrag zur digitalen Wirtschaft Südafrikas zu leisten und Nutzern die Möglichkeit zu geben, mit Bitcoin zu leben. Freuen Sie sich auf weitere Innovationen, die das Ausgeben von Bitcoin noch einfacher machen.
Auszug aus der Pressemitteilung
Kids showing us how easy Bitcoin payments really are!🇿🇦
— Money⚡️Badger (@MoneyBadgerPay) October 8, 2025
We met up with Bitcoin Ekasi last weekend and witnessed something special. Their community in Mossel Bay is building a real circular economy running on Bitcoin.
We asked these kids to show us how easy it is to pay with… pic.twitter.com/c97eo1tmvP
Bitcoin als Zahlungsmittel in Afrika
Während Bitcoin in westlichen Ländern meist als Anlage- und Spekulationsobjekt gilt, entwickelt sich die Kryptowährung in einigen afrikanischen Staaten zunehmend zu einem praktischen, alltäglichen Zahlungsmittel.
Das südafrikanische Unternehmen MoneyBadger zeigt exemplarisch, wie innovativ die afrikanische FinTech-Landschaft agiert: Statt Bitcoin als Konkurrenz zum bestehenden Finanzsystem zu sehen, wird die Technologie in die vorhandenen Zahlungsinfrastrukturen integriert – als Ergänzung zu klassischen Netzwerken. Gerade in Ländern mit hoher Inflation, eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen oder teuren Auslandsüberweisungen kann Bitcoin ein Werkzeug für finanzielle Teilhabe und effiziente Transaktionen sein und dadurch einen realen Mehrwert bieten.
Das Bezahlen mit Bitcoin funktioniert in Teilen Afrikas bereits erstaunlich reibungslos – besonders über das Lightning-Netzwerk, das schnelle und günstige Transaktionen ermöglicht. In Kenia etwa verbindet das mobile Zahlungssystem M-Pesa mit der App Tando klassische Geldtransfers und Bitcoin-Zahlungen; mit Machankura sind BTC-Transaktionen sogar ohne Smartphone und Internet möglich.
Mit der Integration in das QR-Zahlungssystem Scan to Pay, das Millionen Südafrikaner täglich nutzen, erreicht Bitcoin nun eine neue Phase der praktischen Nutzbarkeit und finanziellen Inklusion.
So zeigen neben El Salvador und Bhutan vor allem einige Länder in Afrika, dass Bitcoin eine funktionale Rolle im Alltag einnehmen und zu einer gelebten Währung werden kann – jenseits der reinen Wertaufbewahrung.
Die technische Basis ist geschaffen. Ob sich daraus eine flächendeckende Akzeptanz entwickelt, hängt nun davon ab, ob die Verbraucher die neuen Möglichkeiten annehmen und in ihren Alltag einbauen. So könnte Afrika zur treibenden Kraft der weltweiten Bitcoin-Adoption werden und zeigen, was viele Bitcoin-Befürworter bereits mehrfach betont haben: Wenn die Infrastruktur stimmt, kann Bitcoin nicht nur Wert speichern, sondern Wert bewegen.