Strategy knackt 600.000-Bitcoin-Marke!
601.550 Bitcoin auf der Bilanz
Nicht einmal vier Monate ist es her, dass die „erste und größte Bitcoin Treasury Company“, die im August 2020 die Bitcoin-Strategie gestartet hat, die Marke von 500.000 Bitcoin knacken konnte. Seit November vergangenen Jahres kauft das Unternehmen mit Sitz in Tysons Corner, Virginia, im Rekordtempo weiter nach, was zu einer Verdopplung des Bestandes in etwas mehr als 8 Monaten führte.
Die 601.555 BTC haben momentan einen Gegenwert von circa 73 Milliarden US-Dollar. Strategy gab für diesen beträchtlichen Bestand, der mehr als 3 Prozent der derzeit im Umlauf befindlichen Bitcoin entspricht, 42,87 Milliarden US-Dollar aus. Damit beträgt der durchschnittliche Einkaufskurs 71.268 US-Dollar je Coin. Der unrealisierte Investitionsgewinn liegt derzeit bei rund 30 Milliarden US-Dollar, und jeder Kauf ist bei einem Bitcoin-Kurs auf Allzeithochniveau im Plus.
Neue Instrumente zum Bitcoin-Kauf
Um sich das Kapital für die Käufe zu beschaffen, gab Strategy in der Vergangenheit insbesondere neue Aktien und Wandelanleihen aus.
Seit diesem Jahr setzt das Unternehmen vermehrt auf die Emission von Vorzugsaktien, die den Haltern eine fixe Dividende zahlen, keine Stimmrechte mit sich bringen und eine unendliche Laufzeit haben.
Während 10 STRK-Aktien gegen eine MSTR-Stammaktie eingetauscht werden können – ab einem MSTR-Kurs von 1.000 US-Dollar – haben STRF und STRD keine Umtauschoption.
Sowohl für die Stammaktie MSTR als auch für die 3 Vorzugsaktien hat Strategy ein aktives „at-the-market (ATM) offering“. Das bedeutet, dass das Unternehmen neue Aktien direkt am Markt verkaufen kann, um Geld für weitere Bitcoin-Käufe einzusammeln.
Nachdem Strategy vor wenigen Tagen auch für die dritte Vorzugsaktie STRD ein entsprechendes Formular eingereicht hat, gab das Unternehmen in der vergangenen Woche erstmals alle vier Instrumente direkt am Markt aus.
Die 472,5 Millionen US-Dollar beschaffte sich Strategy entsprechend durch die Ausgabe von:
- MSTR für 330,9 Millionen US-Dollar
- STRK für 71,1 Millionen US-Dollar
- STRF für 55,3 Millionen US-Dollar
- STRD für 15,0 Millionen US-Dollar
Während die Ausgabe von MSTR-Stammaktien sogar die Schuldenquote, die momentan nur bei circa 16 Prozent liegt, reduziert, sind Vorzugsaktien als Fremdkapital zu werten, das für Strategy laufende Kosten in Form von Dividenden verursacht.
Erfolgsgeschichte von Strategy geht weiter
Mit der ambitionierten Bitcoin-Strategie gelang es Strategy, in die Top 100 der größten Aktiengesellschaften aus den USA aufzusteigen. Das damals nur etwas mehr als 1 Milliarde US-Dollar schwere Business-Intelligence-Softwareunternehmen hat momentan eine Marktkapitalisierung von mehr als 125 Milliarden US-Dollar. Die Aktie konnte seit dem ersten Bitcoin-Kauf um mehr als 3.500 Prozent zulegen, womit Strategy selbst Highflyer wie Nvidia alt aussehen lässt.
Nachdem Strategy im zweiten Quartal einen Milliardengewinn ausgewiesen hat, qualifiziert sich die Aktiengesellschaft sogar für die Aufnahme in den relevantesten US-amerikanischen Aktienindex S&P 500.
Mittlerweile gibt es auch immer mehr Nachahmer von Strategy beziehungsweise Michael Saylor. Die meisten von ihnen haben sich bislang ebenfalls zu einer Erfolgsgeschichte an der Börse entwickelt.
Die sogenannten „Bitcoin Treasury Companies“ haben im zweiten Quartal zusammengenommen unfassbare 159.104 BTC gekauft, wie Daten von Bitwise Invest zeigen. Somit sind diese Unternehmen von großer Relevanz für den Bitcoin-Kurs – ihre Kaufnachfrage übersteigt sogar die durch die im Januar 2024 zugelassenen Bitcoin-Spot-ETFs.
Auch wenn es keine Gefahr für das Bitcoin-Netzwerk ist, wenn einzelne Entitäten auf derart großen Mengen sitzen, könnte es sich selbstverständlich negativ auf den Kurs auswirken, wenn Strategy und Co. eines Tages dazu gezwungen sein könnten, ihre Coins zu verkaufen. Danach sieht es momentan jedoch nicht im Entferntesten aus.