In Lugano, Schweiz, ist die bekannte Satoshi-Statue verschwunden. Doch im Gegensatz zum Bitcoin-Erfinder ist sie anschließend wieder aufgetaucht – wenn auch zerstört.

Satoshi-Statue geklaut

Am vergangenen Wochenende kursierten plötzlich Bilder auf der Plattform 𝕏, die zeigten, dass die Satoshi-Statue in Lugano entwendet wurde. 

Auf der Vorrichtung waren nur noch Teile der Statue des Bitcoin-Erfinders, die das Kollektiv Satoshigallery der Stadt Lugano am 25. Oktober 2024 während des Plan ₿ Forums spendete, zu sehen.

Satoshigallery bot eine Belohnung von 0,1 Bitcoin (rund 10.000 Euro) für die Rückgabe der Statue.

Wir bieten 0,1 BTC für denjenigen, der uns dabei hilft, die Statue von Satoshi Nakamoto wiederzufinden, die gestern in Lugano gestohlen wurde. Ihr könnt unser Symbol stehlen, aber niemals unsere Seelen. Vielen Dank für all die netten Nachrichten. Wir stehen alle zusammen und sind entschlossen, die Statue an 21 Orten auf der ganzen Welt aufzustellen.
@satoshigallery auf 𝕏

Kopien der Statue stehen bereits in El Salvador und Japan.

Statue wieder aufgetaucht

Es dauerte nicht lange, bis die Statue in dem nahe gelegenen Luganersee von Tauchern der Wasserrettungsorganisation Salvataggio Lugano gefunden wurde – in mehreren Einzelteilen.

Die Stadtverwaltung von Lugano schritt sogar ein, um bei der Sicherung der Statue zu helfen. 

Satoshigallery bedankte sich dafür öffentlichkeitswirksam in einem Post auf der Plattform 𝕏.

Wir möchten uns bei der Stadtverwaltung von Lugano dafür bedanken, dass sie uns dabei geholfen hat, die in den See geworfene Statue zu bergen.
@Satoshigallery auf 𝕏

Es gibt bereits eine Petition für die Restaurierung der Satoshi-Statue. Einwohner Luganos fordern von der Stadt logistische und sicherheitstechnische Unterstützung bei der Wiederherstellung des Kunstwerks.

Die Künstlerin Valentina Picozzi und ihr Kollektiv Satoshigallery übernehmen die Kosten für die Neugestaltung und Lieferung der Statue, sofern diese sicher ausgestellt wird, heißt es auf der Website der Petition, die bereits mehrere 100 Unterschriften zählt.

Hass auf den Bitcoin-Erfinder?

Die Hintergründe der Entwendung sind bislang unklar. Dennoch liegt die Vermutung nahe, dass der Hass auf Bitcoin beziehungsweise den Erfinder Satoshi Nakamoto die treibende Kraft hinter dem Vandalismus war.

Die Tat im sonst so friedlichen Lugano unterstreicht, wie wichtig die Entscheidung Satoshis war, komplett anonym zu bleiben. Ob – im Gegensatz zum Bitcoin-Erfinder – der oder die Täter ermittelt werden können, wird die Zukunft zeigen.

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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