Der bekannte US-amerikanische Zahlungsdienstleister Block lässt ab heute automatisch mehrere Millionen Händler Bitcoin akzeptieren. Über die Produktmarke Square, die sich auf Bezahl-Terminals für den Einzelhandel konzentriert, werden Bitcoin-Zahlungen in den Mainstream gebracht.

Bitcoin-Zahlungsoption standardmäßig aktiviert

Schon im vergangenen Jahr kündigte das von Twitter-Gründer Jack Dorsey geführte Unternehmen an, Bitcoin-Zahlungen über Square zu akzeptieren. Ab dem 10. November 2025 konnten Händler dann die BTC-Bezahloption aktivieren. Dafür war aber ein kurzer Verifizierungsprozess nötig.

Heute folgt nun ein weiterer großer Schritt: Ab jetzt sind Bitcoin-Zahlungen nämlich standardmäßig aktiviert. Dies teilte zunächst Miles Suter, „Bitcoin Product Lead“ von Block, der Öffentlichkeit mit. CEO Jack Dorsey kommentierte den Post mit dem Wort „heute“.

Wir machen es Millionen von Unternehmen leichter, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren.

Ab heute werden für berechtigte Square-Händler in den USA Bitcoin-Zahlungen automatisch aktiviert.

Händler, die Bitcoin akzeptieren, erhalten standardmäßig den Gegenwert in US-Dollar.

So beginnt die Entwicklung von Bitcoin als Alltagsgeld.
Miles Suter, „Bitcoin Product Lead“ bei Block

Obwohl die erhaltenen Bitcoin standardmäßig in US-Dollar konvertiert werden, können die Händler auch selbst einstellen, ob und welchen Teil sie davon in Bitcoin halten wollen. 

Händler können zudem bis zu 50 % des gesamten Nettoumsatzes aus Kartenzahlung direkt in BTC konvertieren lassen.

Bei Bitcoin-Zahlungen erhebt Square das gesamte Jahr 2026 keine Gebühren. Ab 2027 sind es 1 %, also immer noch weit weniger als die Gebühren bei herkömmlichen Bezahlmethoden wie Kreditkarten.

Die automatische Aktivierung von Bitcoin-Zahlungen wird derzeit für berechtigte Square-Händler in den USA eingeführt.

Akzeptieren Sie Bitcoin, die beim Bezahlvorgang sofort in Cash umgewandelt werden – ganz ohne zusätzliche Einrichtung.

→ 0 % Bearbeitungsgebühren bis 2026
→ Nahezu sofortige Abrechnung
→ Sie müssen keine Bitcoin-Bestände halten
Square auf 𝕏

Die Bitcoin-Zahlungen laufen über das Lightning-Netzwerk, was eine schnellere Finalisierung der Zahlungen bei quasi gar keinen Gebühren ermöglicht.

Den Händlern ist es aber auch möglich, die BTC-Bezahloption manuell zu deaktivieren.

Großer Schritt für die BTC-Adoption

Block ist eine milliardenschwere US-amerikanische Aktiengesellschaft, die sich schon seit Jahren für Bitcoin starkmacht. Über die beliebte „Cash App“ konnten die Kunden schon seit Anfang 2018 Bitcoin handeln.

Das vom Bitcoin-Enthusiasten Jack Dorsey gegründete sowie geführte Unternehmen investierte vor fünf Jahren auch selbst in Bitcoin und lässt seit Frühjahr 2024 einen Sparplan laufen.

Doch als großer Zahlungsdienstleister kann Block am meisten mit der Integration von BTC bewegen. Die jetzt automatisch aktivierte Bezahloption hat das Potenzial, Millionen von Händlern auf Bitcoin als Zahlungsmittel und dessen Vorteile aufmerksam zu machen.

Der Bitcoin-Broker River teilte zu der Meldung eine vereinfachte Grafik, die zeigt, wie die Anzahl an Bitcoin-Akzeptanzpunkten durch den neuen Schritt von Square explodiert.

Die automatische Integration erlaubt US-amerikanischen Bitcoinern, für ihre alltäglichen Ausgaben nicht mehr auf Fiatwährungen angewiesen zu sein.

Da es in den USA – anders als in Deutschland – keine Haltefrist für steuerfreie Gewinne gibt, müssten Bitcoin-Halter aber bei jedem Einkauf alle Transaktionsdaten notieren.

Die Senatorin Cynthia Lummis hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der kleine Bitcoin-Transaktionen steuerfrei machen würde. Donald Trumps Pressesprecherin sagte auch, dass der Präsident diese Idee unterstützen würde. Doch ein kürzlich vorgelegter Gesetzentwurf namens PARITY Act sieht diese Steuerfreiheit nur für Stablecoins vor.

Viele Bitcoiner vermuten, dass die Krypto-Börse Coinbase der angestrebten „De-Minimis-Regelung“ für Bitcoin einen Strich durch die Rechnung machen möchte. Coinbase-CEO Brian Armstrong dementiert die Gerüchte.

Jack Dorsey setzt sich derweil öffentlichkeitswirksam für die Steuerfreiheit bei kleinen Bitcoin-Transaktionen ein – und das in den Augen der Community auch glaubwürdig.

Wir brauchen eine De-Minimis-Steuerbefreiung für alltägliche Bitcoin-Transaktionen.
Jack Dorsey

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

Artikel des Autors

Kommentare aus unserem Forum