Square rollt automatische Bitcoin-Zahlungsoption für Millionen US-Händler aus
Bitcoin-Zahlungsoption standardmäßig aktiviert
Schon im vergangenen Jahr kündigte das von Twitter-Gründer Jack Dorsey geführte Unternehmen an, Bitcoin-Zahlungen über Square zu akzeptieren. Ab dem 10. November 2025 konnten Händler dann die BTC-Bezahloption aktivieren. Dafür war aber ein kurzer Verifizierungsprozess nötig.
Heute folgt nun ein weiterer großer Schritt: Ab jetzt sind Bitcoin-Zahlungen nämlich standardmäßig aktiviert. Dies teilte zunächst Miles Suter, „Bitcoin Product Lead“ von Block, der Öffentlichkeit mit. CEO Jack Dorsey kommentierte den Post mit dem Wort „heute“.
Wir machen es Millionen von Unternehmen leichter, Bitcoin-Zahlungen zu akzeptieren.
Ab heute werden für berechtigte Square-Händler in den USA Bitcoin-Zahlungen automatisch aktiviert.
Händler, die Bitcoin akzeptieren, erhalten standardmäßig den Gegenwert in US-Dollar.
So beginnt die Entwicklung von Bitcoin als Alltagsgeld.
Miles Suter, „Bitcoin Product Lead“ bei Block
We’re making it easier for millions of businesses to accept bitcoin.
— Miles 🌞 (@milessuter) March 30, 2026
Starting today, eligible U.S. @Square sellers will begin having Bitcoin payments automatically enabled.
Sellers who accept bitcoin will receive USD as default.
This is how bitcoin as everyday money begins.
Obwohl die erhaltenen Bitcoin standardmäßig in US-Dollar konvertiert werden, können die Händler auch selbst einstellen, ob und welchen Teil sie davon in Bitcoin halten wollen.
Händler können zudem bis zu 50 % des gesamten Nettoumsatzes aus Kartenzahlung direkt in BTC konvertieren lassen.
Bei Bitcoin-Zahlungen erhebt Square das gesamte Jahr 2026 keine Gebühren. Ab 2027 sind es 1 %, also immer noch weit weniger als die Gebühren bei herkömmlichen Bezahlmethoden wie Kreditkarten.
Die automatische Aktivierung von Bitcoin-Zahlungen wird derzeit für berechtigte Square-Händler in den USA eingeführt.
Akzeptieren Sie Bitcoin, die beim Bezahlvorgang sofort in Cash umgewandelt werden – ganz ohne zusätzliche Einrichtung.
→ 0 % Bearbeitungsgebühren bis 2026
→ Nahezu sofortige Abrechnung
→ Sie müssen keine Bitcoin-Bestände halten
Square auf 𝕏
Automatically enabled bitcoin payments are rolling out to eligible U.S. Square sellers.
— Square (@Square) March 30, 2026
Start accepting bitcoin that instantly converts to cash at checkout, with no additional setup.
→ 0% processing fees through 2026
→ Near-instant settlement
→ No need to hold bitcoin
Learn… pic.twitter.com/rnrPI0KbHE
Die Bitcoin-Zahlungen laufen über das Lightning-Netzwerk, was eine schnellere Finalisierung der Zahlungen bei quasi gar keinen Gebühren ermöglicht.
Den Händlern ist es aber auch möglich, die BTC-Bezahloption manuell zu deaktivieren.
Großer Schritt für die BTC-Adoption
Block ist eine milliardenschwere US-amerikanische Aktiengesellschaft, die sich schon seit Jahren für Bitcoin starkmacht. Über die beliebte „Cash App“ konnten die Kunden schon seit Anfang 2018 Bitcoin handeln.
Das vom Bitcoin-Enthusiasten Jack Dorsey gegründete sowie geführte Unternehmen investierte vor fünf Jahren auch selbst in Bitcoin und lässt seit Frühjahr 2024 einen Sparplan laufen.
Doch als großer Zahlungsdienstleister kann Block am meisten mit der Integration von BTC bewegen. Die jetzt automatisch aktivierte Bezahloption hat das Potenzial, Millionen von Händlern auf Bitcoin als Zahlungsmittel und dessen Vorteile aufmerksam zu machen.
Der Bitcoin-Broker River teilte zu der Meldung eine vereinfachte Grafik, die zeigt, wie die Anzahl an Bitcoin-Akzeptanzpunkten durch den neuen Schritt von Square explodiert.
Square just omega-candled the merchant bitcoin adoption chart. pic.twitter.com/aTug4gDgHZ
— River (@River) March 30, 2026
Die automatische Integration erlaubt US-amerikanischen Bitcoinern, für ihre alltäglichen Ausgaben nicht mehr auf Fiatwährungen angewiesen zu sein.
Da es in den USA – anders als in Deutschland – keine Haltefrist für steuerfreie Gewinne gibt, müssten Bitcoin-Halter aber bei jedem Einkauf alle Transaktionsdaten notieren.
Die Senatorin Cynthia Lummis hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der kleine Bitcoin-Transaktionen steuerfrei machen würde. Donald Trumps Pressesprecherin sagte auch, dass der Präsident diese Idee unterstützen würde. Doch ein kürzlich vorgelegter Gesetzentwurf namens PARITY Act sieht diese Steuerfreiheit nur für Stablecoins vor.
Viele Bitcoiner vermuten, dass die Krypto-Börse Coinbase der angestrebten „De-Minimis-Regelung“ für Bitcoin einen Strich durch die Rechnung machen möchte. Coinbase-CEO Brian Armstrong dementiert die Gerüchte.
Jack Dorsey setzt sich derweil öffentlichkeitswirksam für die Steuerfreiheit bei kleinen Bitcoin-Transaktionen ein – und das in den Augen der Community auch glaubwürdig.
Wir brauchen eine De-Minimis-Steuerbefreiung für alltägliche Bitcoin-Transaktionen.
Jack Dorsey
we need a de minimis tax exemption for everyday bitcoin transactions https://t.co/zZRg4E3keu
— jack (@jack) October 8, 2025