DekaBank erweitert Partnerschaft mit Börse Stuttgart Digital
Erweiterte Zusammenarbeit
Die Zusammenarbeit, die bislang lediglich auf institutionelle Kunden ausgerichtet war, soll nun auf Privatanleger ausgeweitet werden, wie die Börse Stuttgart Digital heute in einem LinkedIn-Post bekannt gab.
Wir freuen uns, unsere Partnerschaft mit der DekaBank auszubauen, um ein Krypto-Angebot für Privatkunden der deutschen Sparkassen zu entwickeln. […] Seit 2024 sind wir der vertrauenswürdige Infrastrukturpartner der DekaBank für den institutionellen Krypto-Handel. Nun freuen wir uns, diese Partnerschaft auf den Privatkundenbereich auszuweiten und damit den einfachen und sicheren Zugang zu Kryptowährungen in Deutschland und darüber hinaus weiter voranzutreiben!
Börse Stuttgart Digital auf LinkedIn
Die DekaBank nutzt die bereits im institutionellen Geschäft etablierte Krypto-Infrastruktur, um mit „Europas führendem Anbieter von Krypto-Infrastruktur“ in den Privatkundenbereich zu expandieren, heißt es in der Mitteilung der Börse Stuttgart Digital.
Ziel der Zusammenarbeit ist, dass die DekaBank eine „hochliquide Auswahl an Krypto-Assets“ anbieten kann. In anderen Worten: Die MiCAR-konforme Börse Stuttgart Digital versorgt die DekaBank im Rahmen der Kooperation mit der nötigen Liquidität für das Handelsangebot.
Trotz der Kooperation soll das Krypto-Angebot, das sich an Selbstentscheider richten und beratungsfrei sein soll, ein Sparkassen-Produkt sein, das die gesamte Wertschöpfungskette umfasst – vom Handel über die Verwahrung bis hin zur Benutzeroberfläche.
Mit unserer hauseigenen Infrastruktur sichern wir den größtmöglichen Teil der Wertschöpfungskette innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe und machen die Integration des Angebots für Sparkassen so einfach wie möglich.
Marion Spielmann, COO Bankgeschäftsfelder und Verwahrstelle der DekaBank
Hausbanken drängen in den Krypto-Markt
Ende Juni dieses Jahres gab es bereits die Meldung des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), dass über die Sparkassen-Tochter DekaBank innerhalb der nächsten zwölf Monate ein Krypto-Angebot entwickelt werden soll.
Vor mehreren Jahren hieß es vonseiten des DSGV noch, dass es die Aufgabe der Sparkassen sei, Kunden vor unkalkulierbaren Risiken zu schützen, und man sich deshalb gegen den Einstieg in die Welt von Bitcoin und Co. entscheide.
Doch in Deutschland scheint sich der Wind inzwischen gedreht zu haben, wie nicht nur die Kehrtwende der Sparkassen zeigt.
Auch die Volks- und Raiffeisenbanken planen derzeit, ihren Kunden den Handel mit Kryptowährungen anzubieten. Laut einer aktuellen Umfrage des Genoverbands befassen sich 71 % der befragten Genossenschaftsbanken mit dem Krypto-Angebot – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Jahr 2023.
Die DZ Bank, die „Zentralbank der Genossenschaftsbanken“, stellt in Kooperation mit dem IT-Dienstleister Atruvia AG und der Börse Stuttgart Digital die technische Plattform zur Verfügung, auf die die Institute bei Bedarf zugreifen können.
Obwohl sich immer mehr etablierte deutsche Hausbanken für Bitcoin und Kryptowährungen öffnen, warnt Mark Branson, Chef der Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin, vor der Anlageklasse. Laut Branson bleibe eine Investition in Bitcoin und Co. so spekulativ wie zuvor.
Auch wenn der Einstieg der Sparkassen und Co. Kryptowährungen nicht zu einer sinnvolleren Investition mache, verleihe es der Anlageklasse zusätzliche Legitimität, so Branson auf dem Handelsblatt Banken-Gipfel Anfang September.