Das Bitcoin-Netzwerk wird 17 Jahre alt!
Am 3. Januar 2009, heute vor genau 17 Jahren, erstellte Satoshi Nakamoto den ersten Block der Bitcoin-Blockchain. Mit dem „Block 0“, auch „Genesis-Block“ genannt, wurde das Netzwerk gestartet.
Die genaue Geburtsstunde des Netzwerks ist 19:15:05 Uhr nach deutscher Zeit (MEZ) beziehungsweise 13:15:05 Uhr nach EST, wie dem im Blockheader hinterlegten Timestamp zu entnehmen ist.
Das Bitcoin-Whitepaper veröffentlichte Satoshi am 31. Oktober 2008. Die Idee von Bitcoin ist also schon etwas älter als 17 Jahre – insbesondere unter Berücksichtigung der vielen gescheiterten Versuche zuvor, ein dezentrales Geldsystem zu erschaffen.
Seit dem Netzwerkstart entwickelte sich Bitcoin von einem Spielzeug für eine Handvoll Nerds zu einem global verteilten, dezentralen Geldsystem, das immer mehr Menschen für sich nutzen – mittlerweile auch große Investment-Manager und sogar Staaten.
Genesis Day
Der Genesis-Block markiert gewissermaßen den absoluten Ursprung beziehungsweise Nullpunkt des Bitcoin-Netzwerks. Der Name ist eine Anspielung auf die Schöpfungsgeschichte. Satoshi Nakamoto, der pseudonyme Erfinder von Bitcoin, ist der Schöpfer von „Block 0“, der sich in mehreren Aspekten von allen nachfolgenden Blöcken unterscheidet. Der Geburtstag des Netzwerks wird auch als „Genesis Day“ bezeichnet.
Die Blockhöhe „0“ bedeutet, dass vor dem Genesis-Block keine Vorläuferblöcke existieren, was letztlich einen einzigartigen Ankerpunkt in der Blockchain darstellt. Der Hash des Vorgängerblocks ist daher auf null gesetzt, was symbolisiert, dass vor diesem Block keine Daten verarbeitet wurden. Der Genesis-Block wurde nicht – so wie alle darauffolgenden Blöcke – unter dem Einsatz von Rechenleistung geminet, sondern erstellt.
Versteckte Nachricht
Besonders bemerkenswert beim Genesis-Block ist die „versteckte“ Botschaft, die Satoshi hinterließ.
Diese Nachricht, eingebettet in die Coinbase-Transaktion des Blocks, lautet: „The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks“.
Dies ist die Überschrift der englischen Tageszeitung „The Times“ vom 3. Januar 2009. Die Referenz macht anhand des Beispiels der Bankenrettungen im Kontext der Weltfinanzkrise 2008 auf die Probleme des zentral gesteuerten Fiatgeldsystems aufmerksam.
Außerdem ist die Einbettung der damals tagesaktuellen Überschrift ein Beweis dafür, dass vor dem 3. Januar 2009 kein Mining stattgefunden hat. Block 0 stellt somit einen historischen sowie ideologischen Bezugspunkt für das gesamte Bitcoin-Netzwerk dar.
„Fehler“ im Block
Interessanterweise enthält der Genesis-Block einen „Fehler“, der dazu führte, dass die Mining-Belohnung von 50 Bitcoin niemals ausgegeben werden kann. Die 50 BTC, die im ersten Block „geschaffen“ wurden, sind nämlich nicht Teil des sogenannten „UTXO-Sets“ und entsprechend auch theoretisch kein Teil der Gesamtmenge von knapp 21 Millionen Bitcoin. Ob dies absichtlich oder versehentlich so geschah, ist nicht ganz klar. Es ist jedoch naheliegend, dass Satoshi damit sicherstellen wollte, dass ihm kein „Pre-Mine“ – also das Erstellen von Coins, bevor das Netzwerk öffentlich ist – unterstellt werden kann.
Zwischen dem Genesis-Block und dem darauffolgenden Block 1, mit dem dann auch erstmals Bitcoin richtig in den Umlauf kamen, liegt außerdem eine ungewöhnlich lange Zeitspanne von fast sechs Tagen. Dies ist wohl darauf zurückzuführen, dass Satoshi warten wollte, bis sich ein anderer Teilnehmer dem Netzwerk anschließt, um selbst weiter Mining zu betreiben. Erst am 8. Januar 2009 veröffentlichte Satoshi die Software.
Der Genesis-Block bleibt somit ein faszinierendes und grundlegendes Element der Bitcoin-Geschichte und -Philosophie. Überdies zeigt die Entstehungsgeschichte von Bitcoin, dass dahinter niemand steht, der sich selbst bereichern wollte. Die mehr als 1 Million BTC, die Satoshi zugeordnet werden, wurden bislang noch nie bewegt – und werden es wohl auch von ihm nicht mehr. Es wird nämlich angenommen, dass er den Zugang zu den Coins zerstört hat, während unklar ist, ob Satoshi überhaupt noch lebt.
Proof of Keys Day
Der 3. Januar ist allerdings nicht nur der Geburtstag des Bitcoin-Netzwerks, sondern auch der sogenannte „Proof of Keys Day“. Es hat sich nämlich über die Jahre etabliert, dass die Bitcoin-Community an diesem Tag dazu aufruft, dass die Nutzer – sofern noch nicht geschehen – ihre Bitcoin von Börsen oder anderen Drittanbietern abziehen, um sie in die Eigenverwahrung zu nehmen. Bitcoin bietet einem nämlich den wichtigen Vorteil, seine eigene Bank sein zu können und somit vor Konfiszierungen oder finanzieller Zensur geschützt zu sein.
Das vielzitierte Prinzip „Not Your Keys, Not Your Coins“ bedeutet, dass nur diejenigen, die ihre privaten Schlüssel selbst verwalten, wirklich die Eigentümer ihrer Bitcoin sind. Dass dies der Wahrheit entspricht, mussten einige Bitcoin- und Krypto-Nutzer über die vergangenen Jahre schmerzhaft lernen. Im Jahr 2014 kollabierte beispielsweise nach mehreren Hacks die damals größte Bitcoin-Börse Mt.Gox. Aber auch in der jüngeren Vergangenheit verloren einige Kunden Geld, da sie der etablierten Krypto-Exchange FTX oder der Lending-Plattform Celsius ihre Coins anvertrauten.
Obwohl sich eine immer professionellere Landschaft an Dienstleistungen rund um Bitcoin entwickelt hat, bleibt die Selbstverwahrung unabdingbar, um den eigenen Bestand vor Pleiten oder Hacks von Dienstleistern zu schützen. Im Gegensatz zum traditionellen Bankensystem gibt es bei Bitcoin nämlich keine Einlagensicherung, was bedeutet, dass im Falle einer Insolvenz die Coins der Kunden Teil der Insolvenzmasse werden können.
Der „Proof of Keys Day“ ist der perfekte Anlass, um mit der Selbstverwahrung zu beginnen. Blocktrainer.de empfiehlt die Verwendung einer Hardware-Wallet – beispielsweise der in der Community beliebten BitBox02 Nova. Die Open-Source-Lösung aus der Schweiz ermöglicht es, spielend leicht und mit maximaler Sicherheit die privaten Schlüssel zu den Bitcoin in die eigene Hand zu nehmen.
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