Die „Bitcoin Standard Treasury Company (BSTR)“ von Cypherpunk Adam Back wird wohl vorerst nicht an den Start gehen können. Einer aktuellen Pressemitteilung ist zu entnehmen, dass die initialen Pläne wegen der Marktbedingungen verworfen wurden. BSTR hätte zum Abschluss des Deals bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investieren können und wäre direkt der fünftgrößte börsennotierte BTC-Halter gewesen.

Adam Backs geplante Strategy-Kopie

Mitte Juli 2025 wurde bekannt, dass das Bitcoin-Urgestein Adam Back mithilfe des Finanzdienstleisters Cantor Fitzgerald eine neue „Bitcoin Treasury Company“ starten will. Zu dieser Zeit erlebten die vielen Nachahmer des „First-Movers“ Strategy (ehemals MicroStrategy) einen regelrechten Hype.

Info

Der Cypherpunk Adam Back ist eine der wichtigsten Persönlichkeiten in der Bitcoin-Geschichte. Er ist der Erfinder von Hashcash, einem Proof-of-Work-System, stand damals mit dem Bitcoin-Erfinder im E-Mail-Kontakt und wird sogar selbst oft als die Person hinter dem Pseudonym Satoshi vermutet. Back trat zudem als Geldgeber einer Vielzahl anderer „Bitcoin Treasury Companies“ auf.

Back und sein Unternehmen Blockstream wollten circa 25.000 BTC einbringen, während direkt bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar über den Verkauf von Unternehmensanteilen an akkreditierte Investoren (PIPE) und Wandelanleihen eingenommen werden sollten. 930 Millionen US-Dollar davon waren schon zugesagt.

Eigentlich hätte es so laufen sollen, dass sich BSTR mit der SPAC-Hülle von Cantor Fitzgerald (CEPO) zusammenschließt, und dann als Aktiengesellschaft durchstarten kann, wonach das zuvor zugesagte Geld in BTC hätte investiert werden sollen.

Doch die Marktbedingungen scheinen momentan so schlecht zu sein, dass der Plan vorerst verworfen wurde. Viele „Bitcoin Treasury Companies“ sind im Zuge des Bärenmarktes nämlich deutlich unter Druck geraten. Dabei hat es die vielen Neugründungen wie Nakamoto am härtesten getroffen.

Pläne für BSTR vorerst verworfen

Aus einer heute erschienenen Pressemitteilung geht nun hervor, dass die beiden Unternehmen vereinbart haben, „gemeinsam an einer möglichen überarbeiteten Struktur und geänderten Bedingungen für ihren zuvor angekündigten geplanten Unternehmenszusammenschluss zu arbeiten“.

„Diese überarbeitete Struktur und die geänderten Bedingungen für den geplanten Unternehmenszusammenschluss sollen die aktuellen Marktbedingungen besser widerspiegeln“, heißt es weiter.

Konkret bedeutet das, dass der geplante Zusammenschluss „nicht zu den ursprünglich im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses festgelegten Bedingungen“ vollzogen wird. Die zugesagten Gelder bleiben demnach bei den Investoren.

Dieser Meldung ging voraus, dass die Aktionärsabstimmung zu diesem Merger mehrfach vertagt wurde. Eigentlich war der Termin für den 10. Juli angesetzt. Jetzt gibt es eine Verschiebung auf unbestimmte Zeit.

Weitere Einzelheiten sollen noch folgen. Ob der Börsengang irgendwann doch noch erfolgen kann, ist momentan unklar. Möglicherweise kann sich auf neue Konditionen geeinigt werden, ansonsten könnte das Vorhaben komplett scheitern.

BSTR wurde mit den angepeilten rund 30.000 BTC auf der bekannten Liste von bitcointreasuries.net als fünftgrößter börsennotierter Bitcoin-Halter geführt. Doch ohne einen abgeschlossenen Deal bleibt es lediglich eine Absichtserklärung.

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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