Der Bitcoin-Kurs hat in den vergangenen Tagen deutlich zulegen können. Nachdem es ausgemachte Sache ist, dass der Bitcoin-freundliche Donald Trump der nächste Präsident der USA wird, gelang es dem Asset, das bisherige Hoch von Mitte März bei 73.800 US-Dollar zu übersteigen. 

Seither baut BTC die Gewinne weiter aus. Am heutigen Tag notierte Bitcoin erstmals bei 80.000 US-Dollar.

Mit den starken Kursgewinnen konnte Bitcoin jetzt circa um 90 Prozent seit Jahresauftakt zulegen – und das nach einem Anstieg um 150 Prozent im Jahr 2023. 

Vor ziemlich genau zwei Jahren handelte Bitcoin noch im tiefsten Bärenmarkt bei etwa 16.000 US-Dollar und die Kritiker fühlten sich in ihrer Annahme bestätigt, dass Bitcoin wieder in der Versenkung verschwinden werde. Eine Verfünffachung später dürfte nun klar sein, dass Bitcoin wieder zurück ist – und zwar stärker als je zuvor.

Inflationsbereinigtes Allzeithoch erreicht

Den US-Dollar als Maßstab heranzuziehen, ist aufgrund des starken Wertverlustes der größten Staatswährung immer etwas problematisch. Deshalb ergibt es Sinn, den Bitcoin-Kurs um die Inflationsrate zu bereinigen.

Über die vergangenen Jahre ist nämlich auch das allgemeine Preisniveau angestiegen – offiziell um circa 13,5 Prozent in den USA. 

Da Bitcoin aktuell rund 16 Prozent über dem Hoch des vergangenen Zyklus von 69.000 US-Dollar handelt, ist nun auch das inflationsbereinigte Allzeithoch geknackt. In Euro gemessen, ist das „reale Allzeithoch“ schon seit mehreren Tagen überschritten.

Länder kaufen Bitcoin?

Mit einem nächsten US-Präsidenten, der unter anderem ankündigte, eine Bitcoin-Reserve zu etablieren, scheint das Umfeld weiter steigende Notierungen zuzulassen. Dies dürften auch die Machthaber anderer Nationen aufmerksam beobachten. Denn wenn die größte Volkswirtschaft der Welt, die derzeit die Weltreserve- und Weltleitwährung stellt, auf Bitcoin setzt, ist es naheliegend, nachzuziehen.

Die kleinen Länder El Salvador und Bhutan akkumulieren bereits Bitcoin für die eigene Bilanz. Andere Nationen wie Russland, Argentinien und Äthiopien setzen staatlich auf das Bitcoin-Mining

Laut David Bailey, CEO von BTC Inc., der Firma hinter Bitcoin Magazine und der Bitcoin-Konferenz, soll insgeheim noch mindestens eine weitere Nation eingestiegen sein.

Es gibt mindestens einen Nationalstaat, der aktiv Bitcoin akquiriert hat und nun zu den Top-5- Haltern gehört. Hoffentlich hören wir bald von ihnen.
David Bailey auf 𝕏

Bailey ließ zudem verlautbaren, dass es sich hier um einen Bestand von deutlich mehr als 100.000 BTC handeln soll.

Ein weiterer Staat mit 10.000+ BTC. Das Rennen der mimetischen Begierde ist eröffnet!🔥
Tuur Demester auf 𝕏 

100.000++
David Bailey auf 𝕏 

Ob David Bailey, der auch Donald Trump im Wahlkampf beraten hat, hier Recht behält, dürfte die Zukunft zeigen. Die Aussage schlägt übrigens in eine ähnliche Kerbe, wie die vom Ex-CIA- und NSA-Mitarbeiter sowie Whistleblower Edward Snowden. Ende Februar machte er die Vorhersage, dass ein Nationalstaat in diesem Jahr verkünden wird, im geheimen Bitcoin gekauft zu haben – Blocktrainer.de berichtete.

Vorhersage: Eine Nationalregierung wird dieses Jahr enthüllen, dass sie Bitcoin – den modernen Ersatz für monetäres Gold – gekauft hat, ohne diese Tatsache öffentlich bekannt zu geben.
Edward Snowden

Erst der Anfang?

Sollte jetzt der Wettlauf der großen Nationalstaaten um Bitcoin richtig an Fahrt aufnehmen, so sind weiter steigende Notierungen das wohl wahrscheinlichste Resultat. Denn dann würden die „Big Player“, mit immensen Mitteln vermutlich den Kurs in ungeahnte Höhen treiben.

Ob sich diese „Bitcoin-Spieltheorie“ in den kommenden Wochen und Monaten schon genau so entfaltet, wie einige Bitcoin-Befürworter seit Jahren prognostizieren, gilt es noch abzuwarten.

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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