Die Frankfurt School of Finance & Management hat sich für eine in dieser Woche erschienene Studie die Kosten des Krypto-Handels bei mehreren Anbietern angesehen. Um herauszufinden, wie hoch die tatsächlichen Kosten liegen, wurden Bitcoin und andere Kryptowährungen gekauft und direkt wieder verkauft. Der Unterschied zwischen der investierten und zurückerhaltenen Summe beinhaltet nämlich auch den oft unterschätzten Spread. Die Studie zeigt, wie stark die tatsächlichen Kosten über verschiedene Dienstleister hinweg auseinandergehen – und welcher der günstigste ist. Also: Wie schneiden Coinbase, Kraken, Bitvavo, Trade Republic und Co. ab?

Die Relevanz der Handelskosten

Die Kosten beim Kauf und Verkauf von Vermögenswerten spielen eine große Rolle. Bezahlt man beispielsweise 5 % für jeden Trade, so muss die erwirtschaftete Rendite 10 % betragen, allein um wieder das investierte Geld zurückzuerhalten beziehungsweise um „breakeven“ zu sein.

Durch das Aufkommen von Neo-Brokern wie Trade Republic gab es eine Revolution in der Börsenlandschaft. Die Gebühren für den Handel sind nämlich so stark zurückgelaufen, dass es sich inzwischen – anders als früher – schon lohnt, kleine Summen zu investieren.

Im Krypto-Sektor sehen viele aber noch über hohe Gebühren hinweg, weil die Tagesschwankungen der Assets allein oft mehrere Prozent betragen. Hinzu kommt, dass Krypto-Börsen öfters durch intransparente Gebührenmodelle und hohe Spreads auffallen.

Info

Der Spread quantifiziert die Differenz zwischen direktem Kauf- und Verkaufskurs. Um die wahren Gebühren bei einer Investition herauszufinden, ist es unerlässlich, neben fixen Gebühren wie dem Ausgabeaufschlag auch den Spread zu berücksichtigen. Wichtig ist aber auch, dass die Liquidität eines Vermögenswerts allein große Auswirkungen auf den Spread haben kann.

Neue Studie zu den Gesamtkosten beim Krypto-Handel

Das Blockchain Center der Frankfurt School of Finance & Management hat in Kooperation mit intas.tech mehrere Dienstleister getestet, bei denen Privatanleger Kryptowährungen handeln können – darunter der Neo-Broker Trade Republic, die Krypto-Börsen Coinbase und Bitvavo oder die Neo-Bank N26.

Für die Studie mit dem Titel „Gesamtkosten im Krypto-Handel für Privatanleger – ein Anbietervergleich“ wurden Kryptowährungen gekauft und direkt wieder verkauft, mit dem Ziel, die tatsächlichen Gesamtgebühren miteinander vergleichen zu können. Dabei wurde sogar nach Handelszeiten kontrolliert, sodass bestimmte Marktphasen das Bild nicht verzerren.

Das Ergebnis: Die Kosten dieses sogenannten „Roundtrips“ variieren sehr stark. Beim teuersten getesteten Dienstleister fallen mehr als zehnmal so viele Gebühren an wie beim günstigsten. Außerdem zeigt sich, dass etablierte, auf Kryptowährungen spezialisierte Börsen nicht zwingend attraktiver sind als Neo-Banken oder -Broker.

Die international tätigen und seit vielen Jahren bekannten Krypto-Börsen Coinbase und Kraken schneiden tatsächlich am schlechtesten ab. Bei Coinbase betragen die Gesamtkosten 6,45 %, während es bei Kraken 5,92 % sind. Auch das österreichische Unicorn Bitpanda gibt mit „Roundtrip-Kosten“ von 4,99 % kein gutes Bild ab.

Die bekannten deutschen All-Round-Dienstleister Trade Republic und N26 befinden sich mit 2,77 % respektive 4,77 % im Mittelfeld. Klarer Sieger ist Bitvavo. Bei der niederländischen Krypto-Börse fallen beim Kauf und direktem Verkauf nur 0,53 % echte Gebühren an.

Die Gebühren von Bitvavo liegen damit nahe der offiziellen Taker-Handelsgebühr von 0,25 % pro Trade. Die durchschnittlichen Kosten für den Bitcoin-Kauf betragen laut der Studie sogar genau 0,5 %.

Bei Coinbase hingegen werden die genauen Gebühren nicht direkt offen einsehbar auf der Website kommuniziert, sondern es wird nur betont, dass sie je nach Betrag und Asset variieren können.

Variation nach Investitionssumme und Kryptowährung

Ein weiteres Ergebnis der Studie ist, dass die Kosten innerhalb eines Dienstleisters selbst weit weniger variieren.

Bei Bitvavo gibt es beispielsweise keine nennenswerten Unterschiede je nach Coin oder Ordervolumen.

Coinbase sticht hier jedoch heraus. Bei einem Kauf für 100 Euro fallen nämlich fast Kosten von 8 % an, während es bei einer 500-Euro-Investition „nur“ 4,94 % sind.

Daten für Trade Republic zeigen derweil, dass es nur bei Bitcoin einen größeren Unterschied hinsichtlich der Investitionssumme gibt: 

Laut der Studie betragen die Kosten bei einem „100-Euro-Bitcoin-Roundtrip“ 2,76 % – bei 500 Euro sind es 2,08 %.

Worauf es bei der Anbieterauswahl ankommt

Niedrige Kosten und ein transparentes Gebührenmodell spielen bei der Auswahl des Anbieters eine zentrale Rolle. Der Blocktrainer-Partner Bitvavo überzeugt in beiden Punkten, wie die neue Studie der Frankfurt School of Finance & Management zeigt.

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Neben dem Kostenmodell gibt es aber auch noch andere wichtige Faktoren – etwa eine einsteigerfreundliche Nutzeroberfläche oder einen gut erreichbaren, deutschsprachigen Support.

Bitcoin-Enthusiasten stören sich zudem oft daran, wenn ein Dienstleister sie zum Trading oder Kauf von anderen Kryptowährungen animieren möchte.

Blocktrainer.de empfiehlt deshalb auch Bitcoin-Only-Broker, die es ermöglichen, ganz einfach via Banküberweisung Bitcoin zu kaufen beziehungsweise einen Sparplan einzurichten.

Tristan

Über den Autor: Tristan

Tristan ist der Chefredakteur bei Blocktrainer.de. Als studierter Volkswirt sammelte er auch außerhalb des Bitcoin-Space journalistische Erfahrungen. Seit 2020 beschäftigt sich Tristan aktiv mit Bitcoin, in den Jahren zuvor schon mit libertärer Wirtschaftstheorie.

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