Jetzt verfügbar: BitBox bringt Lightning in die BitBoxApp!
BitBox integriert Lightning direkt in die eigene BitBoxApp und bringt damit Hardware-Wallet und Lightning-Zahlungen deutlich näher zusammen. Nutzer können ihre Bitcoin weiter sicher auf der BitBox verwahren und bei Bedarf einen kleineren Betrag direkt in die eingebaute Lightning-Wallet verschieben.
Von René
Fast drei Jahre nach der ersten Ankündigung ist die Funktion jetzt da. Bis dahin war allerdings einiges an Entwicklungsarbeit nötig. Die ersten Versuche liefen noch über Greenlight von Blockstream. Weil sich diese Lösung in der Praxis als recht fehleranfällig erwies, wurde der Ansatz später verworfen und das Ganze technisch noch einmal weitgehend neu aufgesetzt. Das hat die Veröffentlichung zwar etwas verzögert, das Ergebnis kann sich aber sehen lassen.
Wir von Blocktrainer.de durften die neue Lightning-Funktion bereits vorab ausprobieren und können sagen, dass sie im Alltag wirklich sehr rund läuft.
Hardware-Wallet und Lightning in einer App
Eine Hardware-Wallet ist vor allem dafür gedacht, Bitcoin sicher und langfristig aufzubewahren. Das Lightning-Netzwerk ist dagegen für schnelle und günstige Zahlungen gedacht.
BitBox verbindet beides nun direkt in der eigenen App.
Nutzer können zusätzlich zur normalen On-Chain-Wallet eine Lightning-Wallet anlegen. Die größeren Beträge bleiben weiter auf der BitBox. Für Zahlungen im Alltag kann man sich einfach einen kleineren Betrag auf die Lightning-Seite schieben.
Die BitBox bleibt also der Ort für die Ersparnisse. Die integrierte Lightning-Wallet (die dann natürlich auch ohne das Hardware-Gerät funktioniert) ist eher das Portemonnaie für unterwegs.
Dein Hardware-Wallet muss nicht mitkommen, um einen Kaffee zu bezahlen. Lightning ist jetzt in der BitBoxApp.
Öffentliche Beta, für jeden BitBox-Nutzer. Ein Backup. Beide Wallets.
BitBox
Your hardware wallet doesn't need to come with you to pay for a coffee.
— BitBox (@BitBoxSwiss) September 15, 2026
Lightning is now in the BitBoxApp. Public beta, for every BitBox user.
One backup. Both wallets. pic.twitter.com/Njajhzc24f
Kein zweites Backup nötig
Ein ziemlich praktischer Punkt, den die neue Integration der Verwendung von anderen Lightning-Apps voraus hat, ist das Backup.
Für die Lightning-Wallet müssen keine neuen Recovery-Wörter angelegt werden. Sie wird aus dem bereits vorhandenen BitBox-Backup abgeleitet.
Trotzdem bleiben beide Wallets getrennt. Die normale Bitcoin-Wallet ist weiter durch die Hardware-Wallet geschützt. Die Lightning-Wallet läuft dagegen als Hot-Wallet auf dem Smartphone.
Entsprechend sollte man dort auch eher nur Beträge liegen lassen, die man wirklich zum Bezahlen nutzen möchte.
Gerade für Nutzer, die Lightning bisher zu umständlich fanden, dürfte das neue Feature interessant sein. Es braucht weder eine zusätzliche App noch ein weiteres Backup.
Wer noch mehr dazu wissen möchte, kann hier lesen, wie die BitBox02 den Seed für die Lightning-Wallet ableitet.
Sats direkt auf Lightning verschieben
Auch das Aufladen ist natürlich direkt in die BitBoxApp eingebaut.
Nutzer können Sats von ihrer normalen Bitcoin-Wallet in die Lightning-Wallet verschieben. Genauso können sie die Bitcoin später wieder zurück auf die On-Chain-Wallet schicken.
Wer also den Großteil seiner Bitcoin auf der BitBox liegen lässt, kann sich einfach einen kleineren Betrag für Lightning-Zahlungen bereitstellen.
Die Hardware-Wallet muss dabei natürlich nicht für jede einzelne Zahlung verbunden werden. Das wäre im Alltag schließlich ziemlich unpraktisch. Sobald die Lightning-Wallet Guthaben hat, läuft das Bezahlen direkt über das Smartphone.
Wird die BitBox durch dieses zusätzliche Feature unsicherer?
Nein. Die Sicherheit der BitBox02 (Nova) bleibt weiterhin unabhängig von der BitBoxApp. Sicherheitsrelevanter Code läuft nur auf der BitBox02 selbst und an diesem Code (der Firmware) wurde für das neue Feature nichts verändert.
Bezahlen funktioniert angenehm unspektakulär
Die Lightning-Wallet bietet im Grunde alles, was man von einer mobilen Lightning-Wallet erwartet.
Man kann Rechnungen scannen und bezahlen, Bitcoin senden und empfangen und eine eigene Lightning-Adresse nutzen. Dazu kommt die direkte Verbindung zur normalen BitBox-Wallet.
Genau das ist eigentlich der spannende Teil. Bisher waren langfristige Aufbewahrung und Lightning-Zahlungen meistens zwei getrennte Welten. Mit der BitBoxApp liegt beides jetzt erstmals direkt nebeneinander.
Und gerade hier zeigt sich auch, warum sich die zusätzliche Entwicklungszeit gelohnt hat. In unserem Vorabtest wirkte das Feature nicht wie eine halbfertige Zusatzfunktion, die irgendwie noch in die App gequetscht wurde. Das Verschieben der Sats und die anschließenden Zahlungen liefen sauber und unkompliziert.
Heute läuft Spark im Hintergrund
Nachdem, wie erwähnt, Greenlight wieder rausflog, setzt BitBox nun technisch auf das Breez SDK und Spark.
Der Seed für die Lightning-Wallet wird mit der BitBox abgeleitet. Spark übernimmt im Hintergrund einen Teil der Arbeit, die Lightning sonst schnell kompliziert machen kann.
Nutzer müssen keine eigene Lightning-Node betreiben und sich nicht selbst um Channels oder Liquidität kümmern.
Das ist gerade für Einsteiger wichtig. Wer Lightning komplett selbst verwaltet, landet schnell bei Themen, mit denen sich viele im Alltag eigentlich gar nicht beschäftigen wollen.
Das BitBox‑Team versucht, genau diesen Teil möglichst unsichtbar zu machen, was ihm auch gut gelungen ist.
Sparen auf der BitBox, bezahlen über Lightning
Am Ende ist der Ansatz ziemlich einfach.
Die größeren Bitcoin-Beträge bleiben auf der Hardware-Wallet. Für den Alltag schiebt man sich bei Bedarf ein paar Sats auf Lightning und bezahlt damit direkt über das Smartphone.
Vor allem für bestehende BitBox-Nutzer ist das ziemlich bequem. Sie brauchen keine zusätzliche Wallet, kein neues Backup und müssen ihre Bitcoin nicht erst umständlich zwischen verschiedenen Apps hin und her bewegen.
Die Funktion steht ab heute für alle BitBox-Hardware-Wallets als „Public Beta“-Version zur Verfügung. Bestehende Nutzer müssen lediglich die App aktualisieren und danach ihre Lightning-Wallet mit der BitBox einrichten.
Die Entwicklung hat damit am Ende zwar etwas länger gedauert als ursprünglich gedacht, nach unserem ersten Eindruck hat sich das Warten aber gelohnt. Die Integration fühlt sich erstaunlich selbstverständlich an und macht Lightning für BitBox-Nutzer deutlich einfacher zugänglich.
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