Japanischer Pensionsfonds plant 1-%-Krypto-Allokation
Ein japanischer Betriebsrentenfonds, dem 1.200 kleine und mittlere Unternehmen angehören, möchte 1 % des Anlagevolumens in Kryptowährungen investieren, wie Nikkei berichtet. Mit der Allokation soll das US-Dollar-Risiko des Portfolios reduziert werden.
Japanischer Rentenfonds plant Krypto-Investition
Der „National Business Corporate Pension Fund“ mit Sitz in der Stadt Okayama wird für das Geschäftsjahr 2026 erstmals eine Krypto-Position aufbauen. Das geht aus einem Bericht der führenden Finanzzeitung Japans, Nikkei, hervor. Obwohl bereits mehrere japanische Unternehmen in Bitcoin investiert haben, ist das ein noch eher unüblicher Schritt für die konservativeren Pensionsfonds.
Laut Nikkei werden Kryptowährungen hier wegen der niedrigen US-Dollar-Korrelation als Diversifikationsinstrument gesehen. Aiyu Kiguchi, „Investment Executive Director“ des Fonds, sagte mit Blick auf den US-Dollar, dieser könne seine „Eigenschaften als Leitwährung verlieren“. Außerdem sei der Krypto-Markt „reifer“ geworden.
Der Fonds, der die Betriebsrente von über 20.000 Japanern verwaltet, hat ein Anlagevolumen von circa 130 Millionen US-Dollar. Die angepeilte Allokation würde somit einer siebenstelligen Summe entsprechen.
Lokalen Medienberichten zufolge soll das Krypto-Exposure konkret über von einem großen Hedgefonds verwaltete, passive Fonds aufgebaut werden. Es ist gut vorstellbar, dass das Geld in erster Linie in Bitcoin fließen wird. BTC ist nämlich das führende Krypto-Asset und verhält sich weitestgehend unabhängig vom US-Dollar-Index (DXY), der die Performance des „Greenbacks“ gegenüber den anderen großen Währungen misst.
Der neue Plan ist Teil einer größeren Diversifikationsstrategie. Im Geschäftsjahr 2025 waren 80 % des Fonds in Yen-bezogene Assets, 5 % in andere Währungen und 15 % in Vermögenswerte mit US-Dollar-Bezug investiert. Die Yen-Gewichtung soll auf 70 % reduziert werden, während Währungen aus anderen Industrie- und Schwellenländern sowie Gold und Krypto-Assets ein größeres Gewicht einnehmen sollen.
Bitcoin in konservativen Portfolios
Die angepeilte Bitcoin- beziehungsweise Krypto-Allokation passt zu dem, was BlackRock seinen Kunden empfiehlt. In einem Report von Ende 2024 heißt es, dass es sinnvoll sein kann, 1 bis 2 % eines konventionellen Multi-Asset-Portfolios in BTC zu investieren.
BlackRock-CEO Larry Fink befeuert dabei sogar selbst das Narrativ, dass der US-Dollar seine Rolle als Reservewährung an „digitale Vermögenswerte wie Bitcoin verlieren“ könnte.
Im Gesamtkontext würde die geplante Investition des japanischen Betriebsrentenfonds zwar kaum ins Gewicht fallen, doch sie zeigt, dass sich traditionellere institutionelle Investoren weiterhin mit Bitcoin- und Krypto-Investitionen auseinandersetzen.
Der japanische Staatsfonds hatte sich im Jahr 2024 auch schon einmal Informationen über eine potenzielle Bitcoin-Investition eingeholt, doch bislang gab es keine Berichte zu konkreteren Plänen.
Während ein Staatsfonds von Abu Dhabi, Mubadala Investment, sowie der von Luxemburg, FSIL, in Bitcoin-ETFs investiert haben, bauten auch US-amerikanische, staatliche Pensionsfonds BTC-Positionen auf.
Der erste war der Pensionsfonds des US-Bundesstaats Wisconsin, SWIB, der seine ETF-Anteile schon wieder abgestoßen hat. Der Pensionsfonds von Michigan hält derweil an seinem kleinen siebenstelligen Bitcoin-Exposure fest.